Falun Gong

Auch: Falun Dafa, Dafa, (Freunde von Falun Gong Schweiz)

Die besondere Position des Meisters Li Hongzhi und die Eigenart seiner Bewegung spiegelt sich vor allem im Lebenslauf des Meisters, der schon früh so von Legenden umrankt wurde, dass die historische Wahrheit sich oft nur noch erahnen lässt. 1951 in einer Akademikerfamilie in der Provinz Jilin geboren, war der spätere Meister Li Hongzhi ein auffallend mitleidvolles und spirituell interessiertes Kind. Schon mit vier Jahren wurde Li von Meister Quanjue in den sog. Kultivierungsweg (Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht) eingeführt, eine Andachtsform, die vor allem durch Wiederholen von Gebetsformeln die Grundtugenden der Bodhisattvas, der Erleuchtungswesen im grossen Fahrzeug des Buddhismus, im Übenden weckt und einübt. Schon im Kindesalter meldeten sich auch übernatürliche Kräfte. Li konnte sich beim Versteckenspielen unsichtbar machen und beim Laufen in die Luft erheben. All diese Fähigkeiten verstand Li später als «Kultivierungsfunktionen» und nahm selbstverständlich an, dass sie jedermann zugänglich sind. Mit 12 Jahren rettete er einen viel grösseren, erwachsenen Menschen vor dem Tod durch Ertrinken. Im gleichen Jahr verliess er den ersten Meister. Der zweite Meister brachte ihm vor allem taoistische Übungen bei. Diese machten seinen Körper «so weich wie Baumwolle und so hart wie Stahl». Auch der dritte Meister (ab 1972) war ein taoistischer Meister, darauf folgte eine buddhistische Meisterin (ab 1974).
Das eigentliche Ziel seiner «Kultivierung», seiner spirituellen Übung, ist aber nicht das übernatürliche Beiwerk, sondern schlichtweg das Ziel aller Ziele, das Absolute, verborgen im Vorläufigen und Bedingten, die Wahrheit, versteckt hinter der vergänglichen Täuschung. Li selbst sieht sich als einen, der im Absoluten ruht, also als Vollkommenen. Sogar der Buddha Shakyamuni, der Begründer des Buddhismus, hat vergängliche und revisionsbedürftige Erkenntnisse weitergegeben. Erst Li verkündigt die ewige Erkenntnis schlechthin. Das Absolute, die Buddhanatur, erschliesst sich erst durch und mit ihm.
Während das kommunistische Regime die Bewegung zuerst tolerierte und zum Teil sogar offen begrüsste, scheint der ausserordentliche Erfolg der Bewegung in China, wahrscheinlich in Verbindung mit der unübersehbaren Meisterautorität, die Regierung zu einem radikalen Kurswechsel veranlasst zu haben. Die Bewegung wurde verboten, als Grund werden offiziell Verbrechen angegeben, die Falun Gong Anhänger begangen haben sollen. Der Hinweis, dass im weiten Raum einer spirituellen Massenbewegung Suizide und wahnhafte Aggressivität auftreten können, vermag die für religiöse Angelegenheiten zuständigen Beamten Chinas nicht (oder noch nicht) zu überzeugen. Zu offenkundig wird Falun Gong noch als antichinesische Bewegung erlebt. Falun Gong betont in seinem Abwehrkampf seine völlig unpolitische Natur, das offizielle Fehlen jeder internen Hierarchie und Organisationsstruktur und die relativ unscheinbare Position, die Meister Li innerhalb der Bewegung einnimmt.
Durch zahllose Publikationen, Reisen und Kurse und vor allem durch seine noch rechtzeitig organisierte Übersiedelung in die USA hat Meister Li seine Bewegung weltweit verbreitet. Durch ihre sanften Übungen, die sie auf Strassen und Plätzen in den Städten der westlichen Welt inszeniert, tritt Falun Gong augenfällig ins Bewusstsein der westlichen Welt.
Die Freunde von Falun Gong Schweiz wurden 2005 als Verein zur Unterstützung der unterdrückten Bewegung in China ins Leben gerufen. Ziel des Vereins ist es, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die unterdrückte Bewegung zu schaffen.

Falun Gong verfügt über Vertretungen in 78 Ländern weltweit, darunter 17 Treffpunkte in der Schweiz.

Falun Gong erhält auch im Westen mediale Aufmerksamkeit hervorgerufen durch die massive Unterdrückung durch die chinesische Regierung. Zudem gibt es Hinweise, dass Falun-Gong-Anhänger in der Schweiz unter chinesischen Touristen missionieren.

Freunde von Falun Gong Schweiz
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