Vereinigung Apostolischer Christen Schweiz

Nach längerem Vorspiel wurde 1954 der schweizerische Apostel Otto Güttinger aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Dem Ausschluss waren Spannungen im Saarland, an denen Güttinger beteiligt gewesen war, vorausgegangen. Ebenso bedeutsam waren frühere Vorschläge zur Reorganisation des Stammapostelamtes durch Apostel Ernst Güttinger, den Vater von Otto Güttinger, sowie die Kritik an der «Botschaft» des Stammapostels J.G. Bischoff, er werde Christi Wiederkunft noch erleben. Otto Güttinger gründete die Vereinigung Apostolischer Christen, denen heute als Nachfolger von Apostel Erwin Kindler Walter Baltisberger vorsteht.

Dem Apostelamt kommt die gleiche Bedeutung zu wie in der Neuapostolischen Kirche. Das Stammapostelamt wird jedoch abgelehnt.

Ab 1956 haben sich der Vereinigung verschiedene weitere (vor allem australische und südafrikanische) Abspaltungen der NAK angeschlossen. Theologisch hat sich die Vereinigung allmählich geöffnet. Sie will nicht mehr die einzig wahre Kirche sein. Taufe und Abendmahl werden als Sakramente gefeiert. Über das sog. Sakrament der Versiegelung wird unter den freien Aposteln zur Zeit verhandelt, da es nicht mehr als eindeutig biblisch begründet gilt. Vom Anspruch, die einzig wahre Kirche zu sein – ein Anspruch, den sie von der NAK erbte – distanziert sich die Vereinigung immer deutlicher. Die Aufnahme in die Evangelische Allianz und in die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen wird nun geprüft.

Die Versöhnung mit der NAK wäre nach wie vor erwünscht. Gespräche mit der NAK sind deshalb im Gange. Ein Haupthindernis für die Versöhnung ist immer noch die sog. Botschaft des seinerzeitigen Stammapostels Bischoff, deren Wahrheitsgehalt für viele NAK-Mitglieder unbestritten bleibt. Weitere Gesprächspunkte betreffen die Versiegelung und den Exklusivanspruch der NAK.

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