Die Neokatechumenale Bewegung (NK)

Die Bewegung der Neokatechumenaten entstand 1964 in den armen Vorstädten von Madrid. Kiko Arguello, der Gründer des «Weges», lebte mit den Bewohnern der Barackensiedlungen zusammen. Von Anfang an stand an der Seite von Kiko Arguello die ehemalige Ordensfrau Carmen Hernandez.

Bis zum Umzug nach Rom im Jahr 1968 nannten sich die entstandenen Gemeinschaften «Kiko-Familien». In Rom fand die Bewegung einflussreiche Förderer bei der katholischen Kirche. Die offizielle Anerkennung wurde 1990 durch Johannes Paul II. gewährt.

Der Neokatechumenale Weg ist in Stufen gegliedert. Diese Stufen werden aber nicht veröffentlicht und sind auch den Neokatechumenaten bis zum Moment des Durchlaufens der Stufen unbekannt. Auf jeder Stufe gibt es Kontrollen und Prüfungen. Das Ziel der Stufe muss erreicht werden. Wer eine Prüfung nicht besteht, muss die Stufe wiederholen. Der Weg dauert zwischen siebzehn und zwanzig Jahren.

Das grosse Ziel der Bewegung ist die Mission, die Verwirklichung einer neuen Evangelisation in einer säkularisierten Welt, in der die christlichen Werte, der Glaube und das Gebet fast verloren gegangen sind. Die Bewegung versteht sich als Retterin ‹wahrer› christlicher Werte in einer vom moralischen Untergang bedrohten Welt.

Kiko versteht sich selber als Nachfolger-Apostel des Petrus. Für viele in der Bewegung ist Kikos Wort unfehlbar. Neokatechumenaten-Mitglieder leben in Gütergemeinschaft. Der Alltag ist geprägt durch Gebet, Gespräche über Bibeltexte, gemeinsame Eucharistiefeiern, die vorbereitet werden müssen, und weitere religiöse Aufgaben, die von der Bewegung vorgeschrieben werden.

Im Anschluss an das II.Vatikanische Konzil, das von Papst Johannes XXIII. 1962 einberufen worden war, bildeten sich innerhalb der offiziellen Kirche verschiedene Gruppierungen von und für Laien. Auch der «Neokatechumenale Weg» entstand als Folge des Konzils. Die Bewegung der Neokatechumenaten hat sich seit der Gründung in der ganzen Welt verbreitet und zählt heute etwa 92 Missionsstützpunkte , die Leitung besteht aus den Gründern Kiko Arguello und Carmen Hernandez und dem italienischen Priester Mario Prezzi, einem ehemaligen Comboni-Missionar, der 1992 Diözesanpriester der Diözese Rom wurde.

Weltweit: ca. 13 000 Gemeinden

Zitat: Der Papst [Franziskus] zog die Neokatechumenalen dabei dreifach an den Ohren, läßt ihren liturgischen Sonderformen und Mißbräuchen jedoch freien Lauf.

(http://www.katholisches.info/2014/02/05/papst-franziskus-zieht-neokatechumenat-an-den-ohren-laesst-ihnen-aber-liturgische-narrenfreiheit/ ,vom 5.2.14)

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