Prophetischer Dienst Pierre Neyer

Pierre Neyer wurde ums Jahr 1960 geboren und ist in einer katholischen Familie aufgewachsen. Beruflich war Neyer eine Zeitlang als Polizist tätig, dann nahm er eine Stelle als Sozialdetektiv an.

Im Jahr 1986, als er noch im Polizeidienst stand, bekehrte sich Neyer zu einem pfingstlich-charismatisch geprägten Christentum und schloss sich einer Freikirche an. Hier begründete er seinen eigenen Gebetskreis und wurde prophetisch tätig. Später sah Neyer bei sich neben einer prophetischen auch eine apostolische Gabe und gründete seinen eigenen Dienst.

Im Jahr 2013 begann Neyer mit der Gründung von eigenen Hausgemeinden. Im Herbst 2016 existierten in der Schweiz vier Hausgemeinden in Altnau, Biel, Bischofszell und Büren an der Aare. Vier Jahre später, im Herbst 2020, finden sich in der Schweiz noch drei Hausgemeinden in Biel, Büren an der Aare und Rorschacherberg.

Pierre Neyer rechnet sich zur apostolischen Bewegung innerhalb der Pfingstbewegung, welche die Einführung der fünf Ämter Apostel, Prophet, Lehrer, Hirte und Evangelist in der Gemeinde fordert. Sich selbst sieht Pierre Neyer sowohl in einem apostolischen als auch einem prophetischen Dienst.

Betont wird von Neyer Lehre der geistlichen Vaterschaft: Die Gemeinde soll sich in Hausgemeinden sammeln, die von geistlichen Vätern geleitet werden.

Daneben lehrt Neyer perfektionistische Thesen, etwa, dass seine Anhängerinnen und Anhänger keine Sünder mehr sein könnten – sogar wenn sie Taten begehen würden, die in der Bibel als Sünde gesehen werden -, oder dass seine Gefolgsleute zu gewaltigen Wundertaten in der Lage wären resp. bald sein würden.

Eine wichtige Rolle spielen auch apokalyptische Erwartungen, so versteht sich Pierre Neyers Bewegung als „Endzeitarmee Gottes“.

Positionen der Wort-des-Glaubens-Bewegung vertritt Pierre Neyer in medizinischen Fragen, so hat er in einer Predigt dazu aufgefordert, nicht mehr auf die Diagnosen des Arztes zu hören. Wer proklamiere, nicht krank zu sein, werde auch nicht krank.

Die Anhängerinnen und Anhänger von Pierre Neyer sammeln sich in Hausgemeinden.

Pierre Neyer fordert, dass dem Leiter der jeweiligen Hausgemeinde, dem geistlichen Vater, der Zehnte gezahlt wird.

Pierre Neyer ist im pfingstlich-charismatischen Bereich umstritten, nicht zuletzt deshalb, weil er andere Bewegungen und Gemeinden scharf zu kritisieren und heilsgeschichtlich abzuwerten pflegt. Wurde er in früheren Jahren von Freikirchen noch gelegentlich als Referent eingeladen, scheint das heute kaum mehr der Fall zu sein.

Problematisch sind Neyers Forderung nach Gehorsam und ein recht explizites Kritikverbot, z.B. in folgender Aussage über seine Predigten: „Und ich kann dir sagen, wenn von hundert Predigten du eine nicht annehmen kannst und sie ablehnst, dann ist das schon der Tod.“ (Predigt: Das Wort wird bitter durch unsere eigene Bitterkeit).

Umstritten ist Neyer auch für seine Sicht seiner Anhängerschaft als „Endzeitarmee Gottes“, von der er Radikalität und Aggressivität erwartet: „Die neutestamentliche Gemeinde muss aggressiv werden. … Wir brauchen dieses aggressive Verhalten. Das heisst nicht, dass wir Kirchen niederbrennen. … Aber es braucht eine maskuline Gemeinde, die Regierungen konfrontiert.“ (Predigt: Gott muss alles Fleisch umbringen, Teil 1).

Weitere umstrittene Züge sind eine Neigung zu Verschwörungstheorien und zu problematischen prophetischen Aussagen. So hat Neyer etwa dem Islam den baldigen („wir werden das erleben“) totalen Zusammenbruch vorausgesagt. Schon jetzt, so Neyer, sei in muslimischen Ländern eine christliche Erweckung im Gang, die von den Medien totgeschwiegen würde. Letzteren misstraut Neyer völlig: „Alles, was du in den Medien hörst, ist manipuliert. Alles. Wirklich alles. Alles, was nicht im Interesse der Nation ist, wird manipuliert“. (Predigt: Wird die Welt untergehen, Teil 2)

In der Schweiz drei Hausgemeinden in Biel, Büren an der Aare und Rorschacherberg

Pierre Neyer
Prophetischer Dienst Schweiz
Mättenmatt 1a
4312 Magden
https://www.prophetischerdienst.ch/

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