Brahma Kumaris World Spiritual University (BKWSU)

Brahma Kumaris ist eine weltweite spirituelle Bewegung, die sich der persönlichen Transformation und der Erneuerung der Welt widmet. Gelehrt wird Raja Yoga (Königs-Yoga), mit dem Ziel, das ursprünglich angelegte menschliche Potential für eine sinnvolle und positive Lebensgestaltung zu entfalten. Als spirituelle Bewegung gibt es die Brahma Kumaris in Indien seit den 30ger Jahren. Die Organisation wird von Frauen geleitet. Die Brahma Kumaris sind aktiv in Gebieten wie Persönlichkeits­entwicklung, Weltfrieden, Interreligiösem Dialog, Bewusstsein und Umwelt. Sie bieten Workshops und Kurse im Bereich Meditation und Spiritualität, und zu Themen wie «Positives Denken», «Umgang mit Stress», «Werte im Gesundheitswesen» u.a. an. Diese Seminare richten sich sowohl an die Allgemeinheit, als auch an einzelne Berufsgruppen. In Europa ist Brahma Kumaris seit 1970 präsent. Die Raja Yoga Lehre umfasst sowohl die Vermittlung eines spirituellen Wissensgutes als auch einer Meditationspraxis.

Der Blick nach Innen durch Meditation und das Erkennen der größeren Zusammenhänge im Licht des Karma-Gesetzes sind zwei wichtige Fundamente im Raja Yoga. Dabei steht die direkte, eigene spirituelle Erfahrung und die Umsetzung eines erweiterten Verständnis’ im Alltag im Vordergrund.

Die Geschichte von «Om Mandali», der ersten Gemeinschaft, aus der die heutigen Raja-Yoga-Schulen hervorgingen, beginnt 1937 in Hyderabad/Sindh, im heutigen Pakistan. Der damals 60-jährige, wohlhabende Diamantenhändler Lekhraj Kripalani (geb. 1876) sah in Visionen einen grundlegenden Wandel auf die Welt zukommen und erkannte, dass er eine wichtige Aufgabe dabei haben würde, Menschen zu inspirieren, sich darauf vorzubereiten und ihr Leben zu verändern. Den gegenwärtigen kritischen Zustand der Welt geprägt von Kriegen, Umweltzerstörung, Hunger, Klimawandel, wirtschaftlichen und sozialen Krisen hatte er damals bereits vorausgesehen und in einer sehr bildhaften Sprache zum Ausdruck gebracht. Die äussere Welt ist ein Abbild des kollektiven Bewusstseins. Eine Veränderung im Großen kann darum auch nur bei uns selbst, in unserem eigenen Bewusstsein, Denken und Handeln beginnen: „Wenn ich mich verändere, verändert sich die Welt“. «Brahma Baba» oder einfach «Baba», wie Lekhraj liebevoll genannt wurde, entwickelte eine besondere Ausstrahlung. Sein Leben nahm eine radikale Wendung; er verkaufte sein Unternehmen und widmete fortan Vermögen und Zeit seiner spirituellen Berufung. Man kann vom Beginn einer Reformbewegung in Indien sprechen. Es gab viele, die kamen und bei ihm blieben, darunter vor allem junge Frauen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollten und sich weigerten, bereits im Teenageralter verheiratet zu werden. Das war revolutionär und gefiel vielen Vertretern der konservativen Gesellschaft nicht, so dass die Bewegung vielen Angriffen ausgesetzt war.

Die Teilung Indiens 1947 machte bald danach einen Umzug der Gruppe aus dem nun islamischen Pakistan nach Indien notwendig. Dort begann eine schwierige Phase für die Gruppe, die nun auf dem Berg Abu im Aravali-Gebirge in Rajasthan mittellos von vorn beginnen musste. Nach einer Zeit des sehr einfachen Lebens kamen Spenden zusammen, mit denen ein Haus gekauft, Unterkünfte hergerichtet und ein Ashram (klösterliche Yoga-Schule) aufgebaut wurde. Darin lebte und meditierte die nun ca. 100 Mitglieder zählende Gemeinschaft.  Sie vertieften ihre Erfahrungen in der Meditation und verbrachten viel Zeit in kontemplativer Stille und Rückzug in die Natur. Bald gaben sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen auch an andere weiter. Es entstand ein spirituelles Zentrum, das viele Interessenten von weit her in seinen Bann zog: «Madhubhan» (Honigwald). In den 60er Jahren war die Bewegung bereits in ganz Indien verbreitet. Der Organisation wurde der Name «Brahma Kumaris» (Töchter Brahmas) gegeben, denn Brahma Baba hatte bereits zu Lebzeiten vorausschauend die administrative Leitung vollständig in die Hände einer Gruppe von Frauen gelegt, was für Indien sehr ungewöhnlich war.  Als er im Januar 1969 sein sterbliches Kostüm verließ, war Raja Yoga bereits über Indien hinaus in Hong-Kong angekommen. Es folgten ab 1970 Europa, Australien, die USA und weitere Länder in der ganzen Welt.

Gegenwärtig (2016) besteht das Leitungsgremium aus Dadi Janki, Dadi Gulzar und Dadi Ratan Mohini («Dadi» bedeutet ältere Schwester), alle drei zur Gründergeneration gehörend. Trotz ihres hohen Alters – Dadi Janki ist 101-jährig – halten sie fast täglich Vorträge und sind bei wichtigen spirituellen Ereignissen international vertreten.

Die Organisation zählt heute weltweit etwa eine Million Mitglieder bzw. Studenten und unterhält in den meisten Ländern der Erde ein oder mehrere Center. Sie werden durch Spenden und Beiträge getragen und bieten – ebenfalls auf Spendenbasis – Unterweisungen in Meditation und Raja Yoga an, sowie spirituelle Retreats um verschiedene Themen.

Das grundlegendste Bestreben von Brahma Kumaris ist es, Menschen zu helfen, ihre Perspektive der Welt von materiell zu spirituell zu verändern. Es geht dabei nicht, wie die Bezeichnung «Raja Yoga» vermuten lassen könnte, um Körperübungen oder um eine Fortführung des klassischen geistigen Yoga nach Patanjali, sondern um die meditative Kultivierung des Geistes und des Seelenlebens, die auch eine Transformation von Charakter und Verhalten mit sich bringt. Das Ziel ist es, sich zu authentischen, selbstbestimmten, verantwortungsbewussten Menschen zu entwickeln, die ihr Handeln an Werten wie Liebe, Friedfertigkeit und Verbundenheit mit einem größeren Ganzen ausrichten. Unter anderem wird eine vegetarische Ernährung befürwortet, sowie eine einfache, wenig auf materiellen Errungenschaften ausgerichtete Lebensweise, die für die persönliche spirituelle Entwicklung förderlich ist. Es handelt sich um eine Form der Meditation, in der man das Bewusstsein, eine Seele zu sein, kultiviert. Dabei stellt man sich die Seele als einen bewussten, lebendigen Lichtpunkt vor. Die Seele hat eine natürliche Verbindung zur Höchsten Seele, einer ursprünglichen, göttlichen Quelle jenseits von Raum und Zeit.  Es geht darum, sich immer wieder daran zu erinnern, wer wir wirklich sind, und zu wem wir gehören: „Man Mana Bhav“!

Von der kleinen Om Mandali Gruppe über die Institution der Brahma Kumaris bis hin zu den westlich ausgerichteten Raja-Yoga-Centren hat  die Bewegung über die Jahre immer wieder Anpassungen an sich verändernde Umstände vollzogen, ohne dabei ihr Wesen zu verändern. Neben der meditativen Bewusstseinsarbeit gibt es ein ganzheitliches Engagement in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Tätigkeitsfeldern. Neben laufenden Angeboten wie Meditationen in den Centern, dem Raja Yoga-Grundkurs, einer monatlichen weltweit synchronisierten Meditation für den Weltfrieden, sowie regelmäßigen Workshops, Seminaren und Vorträgen, entstanden seit den 80er Jahren internationale Aktivitäten in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft. Dazu gehören Friedensarbeit, Konferenzen, Aktionen wie «Million Minutes for Peace», «Global Cooperation for a Better World» und «Just-A-Minute»; oder Projekte wie «Werte im Gesundheitswesen», Indiacare, Solar One (ein von Deutschland gefördertes solarthermisches Kraftwerk in Indien) und eine Umweltgruppe.  Zusätzlich werden internationale Retreats wie «Peace of Mind» in Mount Abu oder «Call of Time» in Oxford angeboten. Zielgruppen sind dabei engagierte Menschen aller Berufsgruppen, die eine Auszeit nutzen möchten, um sich innerlich auszurichten, damit sie ihre Verantwortung gegenüber sich selbst und der Gesellschaft noch bewusster wahrnehmen können.

Brahma Kumaris
Sihlquai 257
CH-8005 Zürich
Tel.: +41 (0)1 273 40 34

Brahma Kumaris
Grande Rue 46
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E-Mail: zurich@ch.brahmakumaris.org

Brahma Kumaris
Helblinggasse 9/1
A- 1170 Wien

Brahma Kumaris World Spiritual University
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Mt. Abu 307501
Rajasthan
India

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46 S. Middle Neck Rd. Great Neck
NY 11021
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