Self Realization Fellowship (SRF) und Kriya Yoga Schulen

Yogananda, mit bürgerlichem Namen Mukunda Lal Ghosh (1893–1952), trat von seinen spirituellen Neigungen geführt 1914 in einen Mönchsorden ein (Mönchsname Yogananda, «Glückseligkeit des Yoga»). Er fand in einer Erfahrung spontaner Wahlverwandtschaft seinen Guru Yuktesvar, der ihm den Titel Paramahamsa verlieh, und gründete 1917 in Ranchi eine Yoga-Schule. 1920 reiste er zu einem Kongress in die USA, wo sein Vortrag über indische Spiritualität und Wissenschaft lebhaften Beifall fand. Yogananda blieb in den USA, hielt Vorträge in grossen Auditorien, gründete 1925 in Los Angeles die Self-Realization- Fellowship (S.R.F.). 1935 reiste er über Europa nach Indien, traf sich dort u.a. mit Mahatma Gandhi und Ramana Maharshi und kehrte nach dem Tod seines Meisters Yukteshvar über England zurück in die USA, wo er in Kalifornien das Zentrum in Encinitas gründete. In den USA und Europa entstanden nun S.R.F.-Zentren, die Kriya-Yoga lehren. Yogananda starb 1952 in Kalifornien. Kriya-Yoga, ein «Essenz-Yoga» oder «Tat- Yoga», will eine Konzentration und Kombination aller Yoga-Arten sein und bei intensiver Meister-Schüler-Beziehung stufenweise höhere Einsicht vermitteln. Spürt die individuelle Seele bei jedem Schritt die Einheit mit der allumfassenden Seele, dann befindet sie sich im Zustand des Kriya-Yoga. So wird auch gesagt, Jesus sei ein Kriya-Yogi gewesen, da er sagte: «Ich und der Vater sind Eins. Er war in jedem Augenblick und in jeder Handlung mit Gott vereint.» Die Kriya-Yoga Technik beinhaltet u.a. Atem-, Körper- und Konzentrationsübungen. Durch seine berühmte «Autobiographie eines Yogis» brachte Yogananda Hunderttausenden von Menschen die Spiritualität des Kriya-Yoga nahe. Die S.R.F. will den ursprünglichen Kriya-Yoga, wie ihn Yogananda lehrte, in sog. Lehrbriefen weitergeben. Nach zwei Jahren des Studiums kann der Schüler in den Kriya-Yoga eingeweiht werden. Zentren und Meditationsgruppen sind, ausser in Afrika, auf allen Kontinenten vertreten, auch im deutschsprachigen Raum. Jeden Sommer gibt es eine grössere Zusammenkunft in Los Angeles, welche neben Vorträgen auch Pilgertouren an die Orte, wo Yogananda gewirkt hat, anbietet, und jeweils von ca. 3000–4000 Personen besucht wird. In Nürnberg existiert eine Zweigstelle, welche u.a. auch die deutschsprachige Literatur von Yogananda vertreibt. Im deutschsprachigen Raum zählt S.R.F. etwa 18 Meditationsgruppen und Meditationskreise.

Yogananda betrachtete sich als der Letzte in der Reihe der Kriya-Yoga-Gurus. Nach seinem Tod sollte ein Präsident das Werk verwalten, eine hochentwickelte Seele, die als Kanal für Yogananda dient. Insofern kennt die SRF keine Nachfolgegurus. Nach dem Tod von Yogananda sind jedoch nach und nach eine Reihe von (neuen) Gurus aufgetreten, welche sich auf Yogananda berufen und seine Guru-Linie fortsetzen. Alle Meister in der Tradition von Yogananda haben ihrerseits einen lebenden Guru und berufen sich auf Babaji, Lahiri Mahasaya, Sri Yukteswar und Paramahansa Yogananda (mit Ausnahme von Marshall Govindan, der sich direkt auf Babaji beruft). All diese nicht mehr zum S.R.F. gehörenden Gruppen in der Tradition des Yogananda treten unter eigenem Namen auf und werden im Folgenden separat besprochen.

Frau Erika Bush
Trottenstr. 92
CH-8037 Zürich
Tel.: +41 (0)1 272 95 17

Self Realization Fellowship
3880 San Rafael Avenue
Los Angeles
California 90065
USA

Gemeinschaft der Selbstverwirklichung (Self Realization Fellowship)
Laufamholzstr. 369
D-90482 Nürnberg

Hannes Peroutkah
Ober-Piesting 22
A-2753 Markt Piesting
Tel.: +43 (0)263 34 24 68

www.yogananda-srf.org