Ahmadiyya Muslim Mission

Die als «Qadiani» bezeichnete Mehrheit der Ahmadi-Muslime hat ihr religiöses Zentrum in Rabwah (Pakistan). Das gegenwärtige Oberhaupt der Bewegung, der vierte Nachfolger des Gründers, lebt allerdings in London. Die «Ahmadiyya-Bewegung des Islam», die 1989 ihr Zentenarium feiern konnte, ist heute eine eigenständige Religionsgemeinschaft, die weltweit verbreitet ist. Sie zählt sich zwar immer noch zum Islam bzw. ihre Vertreter erheben sogar den Anspruch, die richtige Richtung des Islam zu sein. Damit erwarben sie sich die Feindschaft führender Muslime.

Durch ihren Dschihad-Begriff unterscheidet sich die Ahmadiyya-Bewegung von islamistischen Richtungen, die darunter vor allem den «heiligen Krieg» gegen alles Nicht-(streng)-Muslimische verstehen, und vom Islam der Frühzeit, der Dschihad als heiligen Kampf gegen Heiden, d.h. Götzendiener, verstand. Die Ahmadi-Muslime verstehen Dschihad als «Anstrengung» auf dem Weg Gottes. Dazu gehören für sie die rein individuellen Bemühungen, vor allem aber auch die friedliche Missionierung. Das wichtigste Mittel dabei ist die Verbreitung des Korans. Unterdessen liegen ganze oder Teil-Übersetzungen in über 50 Sprachen vor. Je heftiger die Verfolgung ist, desto eifriger werden Koranübersetzungen produziert.

Obwohl die Bewegung als Ganzes von den anderen Muslimen abgelehnt wird, benützen viele die Ahmadi-Koran-Übersetzungen, allerdings ohne den beigefügten Kommentar.

In Deutschland leben etwa 60 000 Ahmadis, die sich in 10 Moscheen und 80 Zentren treffen. In der Schweiz wurde die bis jetzt einzige Moschee in Zürich 1962 eröffnet. Praktisch in jedem Kanton gibt es ein Zentrum oder eine Gruppe, denen die etwa 700 Ahmadi-Muslime angehören.

Ahmadiyya Muslim Mission
Mahmud Moschee
Forchstr. 323
8008 Zürich-Balgrist
Tel. 01 381 55 70

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