Naqschbandiyya

Der indische Sufi-Orden der Naqschbandiyya geht auf Baha‘ ad-Din Naqschband (1318–1389) zurück. Der Naqschbandiyya gilt als ein nüchterner Orden, der nichts für künstlerische Tätigkeiten übrig hat.

Er unterscheidet sich von anderen Orden durch den schweigenden Zikr. Für die Naqschbandiyya ist charakteristisch, dass sie nicht lange Perioden der Abtötung, sondern seelische Läuterung pflegen, sowie Suhbat, die intime Unterhaltung zwischen Meister und Schüler, die auf höchster geistiger Ebene geführt wird.

Im Verlauf ihrer langen Geschichte zeigte sich, dass der Orden, obwohl er mystisch ist, immer an der Politik interessiert war, weil er die Erziehung der herrschenden Klasse als seine Verpflichtung ansah.

Es gibt mehrere Gruppierungen, die sich zu den Naqschbandi zählen.

Scheikh Nazim (Muhammad Nâzim ‚Adil al-Haqqânî an-Naqschiband) ist einer der heutigen reisenden Sufilehrer. Vor allem in Europa hat sich eine Schülerschaft gebildet, die von ihm regelmässig besucht wird. Normalerweise ist er einmal jährlich in der Schweiz.

www.naqschibandi.de

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