Qendra islame shqiptare Schaffhausen

Die albanisch islamische Gemeinschaft der Moschee Mekka in Schaffhausen nehme ich heute in den Fokus und freue mich darüber berichten zu dürfen.

Der Kontaktaufbau war sehr einfach und man fand auch bald einen geeigneten Termin, an dem ich das Haus besichtigen und den Imam interviewen durfte.

Die Moschee an der Simmerstrasse 44 in Schaffhausen ist leicht auch über öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen. Von außen wirkt sie recht unscheinbar und den Häusern der Nachbarschaft angeglichen. Ein schlichtes graues Haus ohne imposante Verzierungen und Schnörkel. Beim Herangehen sieht man keinen Grossparkplatz, doch hinter dem Haus hat es noch ein paar versteckte Parkflächen. (Auf Nachfrage sagte man mir später, man könne aber ein paar Meter entfernt beim Waldfriedhof gratis parkieren.) Im Übrigen ist die Moschee Rollstuhlgängig.

Mein Eintreffen ist wie immer ein wenig zu früh und man hört rege Unterhaltungen, die aus einem unteren Geschoss hervorgehen.

Der Imam Veseli Nimetulla ist ein noch junger (32), aus Mazedonien stammender Mann, der sehr freundlich wirkt. Er, der erst seit 2015 in dieser Moschee als Imam tätig ist, und meine Wenigkeit beginnen also mit dem Interview.

Sie liegt auf zwei Etagen verteilt und hat einen eigenen lebendigen Stil. Elegant, aber nicht überladen. Simpel und einfach gehalten. Bei den Gebeten ist es in der Regel so, dass die Männer oben beten und die Frauen per Direktübertragung von Kameras auf Bildschirme einen Stock tiefer. Somit können letztere auch problemlos ihre Kinder mitnehmen. Ausserdem erkenne ich Stühle, die gedacht sind für beeinträchtigte, die nicht mehr kniend beten können. Der Imam sagt, dass bei jedem Besuch der Moschee von körperlich Benachteiligten man darauf setzen kann, dass Jeder Jedem hilft und er dies auch sehr wertschätzt an den Leuten. Auf die Frage welchem architektonischen Modell man sich angelehnt hat, ist die Antwort sehr ernüchternd. Es wurde kein spezieller Architekt gewählt oder etwa frisch gebaut, sondern von den Adventisten 2012 abgekauft und mit Hilfe aller Mitglieder zur Moschee umgestaltet und ein wenig umgebaut. Ein Architekt der Gemeinde hat wohl beraten und dafür gesorgt, dass die Statik beispielsweise nicht beeinträchtigt wird, doch der Stil an sich ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitglieder. Ich finde dies sehr beeindruckend.

Die Moschee hat ein Fassungsvermögen von 250 Personen, welches freitags meist auch voll ausgeschöpft wird. Der Gebetsraum der Männer hat zwei Eingänge, genau wie jener der Frauen. Bei einem davon gibt es eine kleine Infoecke, in der man sich einen albanischen Jahreskalender und Sachbücher kaufen, wie auch etwas für den guten Zweck spenden kann. Es gibt hier in dieser Moschee jedoch keine Gebetskleidung zu finden, da dies ja eine albanische Moschee ist. Männer tragen hier mindestens bis zum Ellenbogen und den Knien bedeckt Kleidung und die Frauen bis zum Handgelenk und den Knöcheln damit sich jeder auf sein Gebet konzentriert und nicht abgelenkt wird vom anderen Geschlecht. Der Imam schätzt an der Ambiente seiner Moschee vor allem die ruhige Spiritualität, die sie ausstrahlt.

Im Anschluss an diesen Besuch der Moschee selbst habe ich die Möglichkeit mich noch mit einem der Mitglieder zu unterhalten.

Es ist ein verheirateter Vater von drei Kindern, der mir gerne noch ein paar Sachen erzählt. Die islamische Gesellschaft wurde 2002 in Schaffhausen gegründet. 2003 wurde die erste Mekka Moschee gemietet in der Rhystrasse 1, Schaffhausen, und hier an der Simmerstrasse 2012 dann gekauft. Auf die Frage, was er an Aktivitäten schätzt oder zu ergänzen weiss, erzählt er mir vom Treffpunkt unten im Hause. Er sei meist Abends geöffnet. Die Anwesenden seien meist Männer, obwohl er für alle offen wäre. Es sei Gelegenheit zum Kaffee trinken, Schach spielen und Gespräche führen. Die Anwesenden seien alle 20plus vom Alter her. Auch bestätigt mir der gute Herr das oben schon erwähnte. Ich lasse es mir nicht nehmen eine andere Sichtweise als die des Imams im Interview noch zu beleuchten und frage Ihn nach den 5 Säulen des Islam und wie er denke, dass er und seine “Glaubensbrüder” im Befolgen davon eingestellt sind. Er schätzt sich und die anderen auf einer Skala von 1-10 auf eine 7-8.

Ich schliesse hier meinen Bericht und verbleibe mit einer neuen Erfahrung. Empfehlen kann ich diese Moschee jedem, der den Glauben des Islams in albanischer, einfacher Art erleben möchte, ohne viel Brimborium.

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