Erfahrungsbericht zur Yogaschule Heinz Grill – Eine Aussteigerin berichtet

18.1.1998

Etwa 1992, mit 26 Jahren, nahm ich an einem Yogakurs teil. Der Lehrer, ich nenne ihn einmal Max, fiel mir durch seinen besonders liebevollen Umgang mit den Übenden auf. Er schien keine Vorbehalte gegen, aber auch keine besonderen Symphathien für irgendeinen der Übenden zu entwickeln und sein Leben ganz und gar dem „Yoga“ hinzugeben.

Seine sanfte Art mochte ich gerne und ich besuchte den Lehrer bald privat. Dabei standen auch immer Gespräche über den Yoga und das konkrete Yogaüben im Vordergrund. Dieser Lehrer machte mich mit Heinz Grill bekannt und ich fuhr dann auch einmal in ein Yogaseminar, das irgendwo in einem privaten Haus abgehalten wurde. Nach der Ankunft fingen wir gleich mit dem Yogaüben an – ich fühlte mich sehr steif und unbeweglich von der Fahrt und bekam sofort Kopfschmerzen. Nach dem Yogaüben kündigte Max den Vortrag von Heinz Grill an – der Vortrag würde „unser Leben verändern“ – oder so ähnlich drückte er sich aus. Heinz Grill kam dann und fing langsam an, zu uns zu sprechen. Er hatte für mich tatsächlich eine sehr starke Ausstrahlung, die ich mit den Worten „hell“ und „freudig“ beschreiben würde. Gleichzeitig muß ich dazu sagen, daß ich an bestimmten Orten (z.B. der Orden in Taizé, Frankreich) oder bei anderen, vorwiegend religiös orientierten, Menschen oft eine anziehende Ausstrahlung fühle – bisher habe ich aber keine als so überwältigend erlebt wie die von Heinz Grill. Heute erkläre ich mir dies so, daß eben eine „anziehende Ausstrahlung“ – was auch immer dies ist – kein Indiz für Wahrheit, Stimmigkeit oder Richtigkeit sein muß. Die damals empfundene „Ausstrahlung“ hat sicher zu meinem beginnenden Interesse beigetragen.

Herr Grill begann in dem ersten Vortrag gleich sehr ernsthaft und eindringlich zu reden. Wie immer kamen sicherlich auch in diesem Vortrag etwas spöttische bis ironische Bemerkungen, wie: „Man überlege sich doch einmal, was man da überhaupt macht…“ oder „Aber das ist für den modernen Menschen sicherlich viel zu anstrengend…“ Die Betonung von „Anstrengung“ und der Notwendigkeit des „ernsthaften Arbeitens und Schauens“ durch Heinz Grill war mir durch meine spezifische Sozialisation vertraut und ich dachte mir:

„Wer so eine unbequeme Lehre präsentiert, der kann nicht lügen“.

Mit dieser Einstellung blieb ich dann an der Sache dran. Bei den nächsten Besuchen in der Yogaschule untersuchte ich den Umgang mit den Finanzen und ich konnte feststellen, daß Geld nicht im Vordergrund stand. Die Teilnehmerbeträge für ein Wochenende beliefen sich auf 50,- bis 70,- DM, was wirklich nicht viel ist. Dieser Umgang mit dem Geld überzeugte mich damals davon, daß wirklich „Selbstlosigkeit“ im Spiel sein müsse. Auch heute kann ich nicht sagen, daß ich durch meinen Heinz Grill-Exkurs finanziellen Verlust gemacht habe; im Gegenteil, durch das Abhalten von eigenen Yogakursen kam das Geld wieder herein. Allerdings arbeiten einige Menschen, eher Frauen, freiwillig ganztags in der Yogaschule. Ob sie dafür bezahlt werden, wage ich zu bezweifeln. Diese Menschen werden, falls dies wirklich der Fall sein sollte, finanziell ausgebeutet.

In späteren Kursen wurde dann in den Vorträgen Gewicht auf die Arbeit „für andere“ gelegt. Das hat mich sehr berührt – es war von Herrn Grill mit einer sehr tiefen Dringlichkeit präsentiert worden – auch das fiel bei mir damals in das Muster: „Wer so etwas Schwieriges präsentiert, der kann es nur ernst meinen und richtig liegen.“

Auch damals gab es einmal einen Mann in einem Kurs, der den Vortrag von Heinz Grill als „Gehirnwäsche“ bezeichnete – eine Reaktion darauf im Kurs blieb aus. Man schwieg, und auch Heinz Grill schwieg und lächelte. Die Stimme dieses Mannes wurde einfach überhört, nicht diskutiert, beiseite gelegt – als wenn es nie gesagt worden wäre. Später – nach dem Kurs – habe ich den Mann, der die Bemerkung mit der „Gehirnwäsche“ machte, nochmals angesprochen. Wir haben uns recht locker unterhalten und wir wünschten uns nach dem Gespräch gegenseitig Glück für unseren „spirituellen Weg“. Damals war klar, daß ich bei Heinz Grill näher einsteigen wollte.

Als nächstes machte ich die „Ausbildung“: ein etwa vierwöchiges Programm zur Yogalehrerin. Die TeilnehmerInnen waren während des ganzen Tag eingespannt und hatten kaum eine freie Minute. Freie Zeiten (z.B. ein freier Nachmittag) gab es nicht. Man konnte sich auch nicht einfach aus der Gruppe entfernen, z.B. um kleine Besorgungen zu tätigen. Tabellarisch führe ich einmal einen solchen Ausbildungstag vor:

5.00 Uhr Aufstehen
5.30 Uhr Andacht mit Yoga
6.30 Uhr Frühstück
7.30 Uhr – 10.00 Uhr Arbeitsaufgaben: Spülen, Putzen, Kräutersammeln, Aufräumen, Malerarbeiten
12.00 Uhr Yoga
12.15 Uhr Essen
12.45 Uhr Arbeitsaufgaben: Spülen
13.00 Uhr Yoga oder Ausflug in die Berge
16.00 Uhr Stilles Lernen, Lektüre, Hausaufgaben
18.00 Uhr Abendessen
18.45 Uhr Arbeitsaufgabe: Spülen
19.30 Uhr Vortrag: Heinz Grill
21.30 Uhr Ruhezeit

So oder so ähnlich ging es vier Wochen lang. Die Mahlzeiten waren durchweg ohne Zucker, ohne viele Süßspeisen, ohne Fleisch und Fisch, ohne viel Salz, ohne schwarzen Tee, ohne Kaffee oder etwa Alkohol. Statt dessen gab es Getreide, etwas Gemüse und Salat. Durchweg waren die Mahlzeiten knapp bemessen – sicherlich mußte man in diesem Bereich sparen.

Interessanterweise gab es in dieser Zeit keine Diskussionsgruppen, in denen man kontrovers diskutiert hätte. Man war – so sehe ich es heute – „auf Linie“, denn „diskutieren“ war ein Schimpfwort für Heinz Grill und der „innere Prozeß“ konnte sich ganz ohne Worte vollziehen (1).

Also schwieg man. Bedrückenderweise sind für mich in dieser Zeit auch keine Freundschaften entstanden – so sehr waren alle auf sich selbst fixiert.

Eine ganze Zeit lang versuchte ich, mich in der Gruppe zu etablieren und einzugewöhnen. Regelmäßig besuchte ich Heinz Grill in Bad Häring, Österreich – dabei hörte und beobachtete ich vieles. Heute kann ich nur noch anekdotenhaft erzählen, was mich stutzig machte und schließlich zur Loslösung bewegte. Hier möchte ich einige Punkte aufzählen und kommentieren:

Die besondere Wichtigkeit der Beziehung zu H. Grill wurde immer betont. Heinz Grill sagte einmal, wir hätten auch vier Wochen mit ihm Segeln fahren können, das hätte den gleichen positiven Effekt auf die Seele. (Das wäre mir rückblickend auch lieber gewesen). Demgegenüber seien manche Menschen im Materiellen so verhaftet, die könnten ihn gar nicht ertragen. Auch dann, wenn er gar nichts sage.

Wir, die Yogalehrer und -lehrerinnen, waren also Auserwählte und etwas Besonderes. Wir, das sagte Heinz, seien für ihn nicht austauschbar. Dabei störte mich nur, daß Heinz sich gar nie über private oder persönliche Dinge mit uns unterhielt. Auf den langen Wanderungen in den Bergen, die oft unternommen wurden, wäre ja Zeit dafür gewesen. Ich hatte das Gefühl, daß er mich gar nicht kennt – und auch nicht kennen will. Denn das „Persönliche“ stand laut Heinz Grill immer im Gegensatz zum „Geistigen“ (2). Es hatte für ihn keinerlei Bedeutung. (Ich habe mittlerweile gemerkt, daß das Persönliche sehr wohl wichtig sein kann, nämlich dann, wenn man einen religiösen oder spirituellen Weg authentisch leben möchte.)

Ich war also mit dem merkwürdigen Gegensatz konfrontiert, eine „Auserwählte“ zu sein, die aber niemanden interessiert – jedenfalls nicht, wenn es „persönlich“ wird. Aber was bleibt jenseits dessen denn noch?

Auch die engen Schüler von Heinz Grill betonten die Wichtigkeit der Beziehung zu ihm:

Wenn man Heinz Grill verlassen würde, hätte das lebenslange (und auch noch in folgenden Inkarnationen) negative Konsequenzen, das wäre „gar nicht absehbar“ – so schlimm. Und man käme über eine Trennung von Heinz Grill auch gar nicht weg, weil die „Verbindung ja in der Seele angelegt“ sei. So würde Heinz Grill des öfteren nachts Telefonanrufe bekommen von Menschen, die sich von ihm gelöst hätten und damit in ihr blindes Unglück gerannt seien.

Auch Heinz Grill selbst sagte einmal: „Wer mit mir in Konflikt kommt, kommt mit allem in Konflikt.“

Dazu kann ich nur sagen, daß ich das nicht so erlebe. In meiner letzten Zeit an der Yogaschule war ich vielmehr verstört, durcheinander und verschlossen. Nach meiner Trennung von der Yogaschule ging es mir erst sehr schlecht – dazu später mehr – aber danach ging es mir sehr viel besser.

Die Ausgestiegenen „wirkten“, so Heinz Grill, „mit ihren Begierden (o.ä.) in die Schule hinein“. Damit waren die Aussteiger Schuld an allem, was in der Yogaschule danebenging – besonders aber an der schlechten Stimmung und der bedrückenden Atmosphäre. Eine Aussteigerin, die vormals im sehr engen Kontakt zu Heinz Grill stand, sagte einmal zu ihm, daß er die Probleme im Haus unabhängig von den Aussteigern sehen müsse. Man könne die Probleme nur da lösen, wo sie seien. Diese Haltung lehnte Heinz Grill rundweg ab und er beharrte auf seiner These, daß die „Aussteiger“ so negativ „hineinwirkten“.

Damit ersparte er sich natürlich auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem, was die Menschen im Haus wirklich so bedrückte, nämlich der ganze Zwang sich in ein diffuses „Geistige“ hineinzuentwickeln, ohne persönlich, gefühlsmäßig oder menschlich sein zu dürfen.

Denn auch das Wort „Gefühl“ war ein Reizwort für Heinz Grill. Gefühle hätten – so H. Grill, auf dem geistigen Weg keine Berechtigung; der geistige Weg sei mehr als ein „romantisches Abbrennen von Räucherstäbchen“. Das ging soweit, daß eine sehr ernsthafte Schülerin von H.Grill, die mir bekannt war, keine Musik mehr hörte, ihre „weltlichen“ Freundschaften aufgab, keine sexuellen Beziehungen mehr einging und sich auch von eigenen Erfolgen im Beruf distanzierte – dies erschien ihr alles als zu „gefühlshaft“.

Aussteiger waren in Heinz Grills Jargon immer auch „Verleumder“. In einem Brief an seine Yogalehrer und -lehrerinnen vom 24.2.94 vergleicht er Aussteiger oder Menschen, die sogar noch mit ihm in Kontakt stehen (und sich möglicherweise nur minimal von ihm distanzieren) mit Mördern. Deutlich wird in diesem Brief auch der ablehnende Umgang mit Gefühlen und Emotionen.

Eine weitere Art des Umgangs mit Aussteigern ist der, ihnen Krankheiten zu wünschen. Nach meinem Ausstieg kursierte ein Gebet unter den AnhängerInnen, in dem diese für die Aussteigerlnnen um Krankheit bitten sollten. (Ein späterer Aussteiger berichtete mir davon.) Dies hat mich persönlich sehr belastet. Glücklicherweise wurde ich nach meinem Ausstieg nicht schwer krank – ansonsten hätte ich das vielleicht noch als „gerechte Strafe“ aufgefaßt.

Heinz Grill gab an, mit Yogananda (Autor von „Biographie eines Yogi“) und Sai Baba (derzeitiger „Avatar“ in Indien) auf einer spirtuellen Stufe zu stehen. Er nannte es die „Atma-Verwirklichung“. Rudolf Steiner sei auch ein Verwirklichter gewesen – nur auf einer anderen Stufe (ich erinnere mich nicht mehr genauer). Einmal regte Heinz Grill an, daß wir uns andere spirituelle Gruppen und Richtungen anschauen sollten – allerdings eher mit der Blickrichtung, warum diese Gruppen in die „Irre gehen“; es gab dabei nicht das Ziel, eine Verständigung herzustellen und Toleranz zu üben. Aus der Sicht von Heinz Grill waren alle anderen Lehren lebendiger Lehrer und Lehrerinnen irgendwie inadäquat – außer die von Sai Baba. Lediglich verstorbene Lehrer (z.B. Yogananda) und Heilige (z.B. Theresa von Avila) hatten eine Bedeutung.

Konkrete gemeinsame Unternehmungen oder Diskusssionen mit anderen Gruppen gab es nicht – das deutet aus meiner Sicht auf eine Abkapselung der Gruppe hin.

Gegen Ende meiner Zeit mit Heinz Grill fühlte ich mich verstört, verwirrt und verschlossen. Ich hatte das Gefühl, daß ich so niemandem helfen konnte. Die selbstlose Ausrichtung für „andere etwas tun zu wollen“, die ich noch immer richtig fand, konnte ich gar nicht umsetzen. Ich spürte, daß ich den anderen Menschen in dieser Zeit gar nichts zu geben hatte:

Meine Gefühle waren mir fremd, ich war mir fremd. Daß ich diese ursprüngliche selbstlose Ausrichtung nicht umsetzen konnte, das machte mich nachdenklich.

Am Rande bekam ich mit, wie ein Ehemann einer netten Hausfrau, die Yogalehrerin werden wollte, nach fünfstündiger Anfahrt zur Yogaschule nicht mit seiner Frau sprechen durfte. Die Frau war im Haus bei einem Vortrag von H. Grill. Der Ehemann hatte sich anscheindend Sorgen um seine Frau gemacht. Ohne etwas erreicht zu haben, wurde er fortgeschickt. Für mich war das ein Zeichen für die Kälte und Verschlossenheit der Menschen in der Yogaschule. Warum durfte so ein simples Gespräch zwischen Eheleuten nicht stattfinden? War das zu weltlich oder zu gefährlich?

Es hat mich sehr nachdenklich gemacht, weil der Vorfall zeigt, daß auf einer ganz konkreten Ebene eben keine Nächstenliebe oder Wärme gelebt wurde.

Ein anderes Mal hörte ich, wie ein sehr enger Schüler von Heinz Grill sagte, daß man froh sein könne über die vergitterten Fenster der Yogaschule (am Fenster waren eiserne Ziergitter angebracht) – man könne nie wissen, ob Angriffe gegen die Yogaschule kämen. Auch das war für mich ein Zeichen dafür, daß die Schülerinnen und Schüler schon fast einem kollektiven Verfolgungswahn unterlagen. Auch dieser Vorfall hat mich bewogen, mit der Schule zu brechen.

Schließlich habe ich die Yogaschule verlassen – dabei habe ich schriftlich die Auseinandersetzung mit Heinz Grill gesucht. Meine Briefe blieben unbeantwortet. Deshalb habe ich jetzt auch keine Scheu, etwas über die Yogaschule zu veröffentlichen, ohne der Yogaschule vorher die Gelegenheit zur Kenntnisnahme gegeben zu haben.

Ich möchte nochmal klar sagen, für alle, die in der Gruppe sind, für alle, die vielleicht hineingehen wollen und für die Ausgestiegenen:

Diese Yogaschule hat mir geschadet, sie hat mich nicht gestärkt. Ich habe in der Zeit den Kontakt zu mir selbst, meinen FreundInnen und meiner Liebesbeziehung (Trennung) verloren. Nach meiner Loslösung ging es mir besser, ich habe meine alten Freundschaften neu aufleben lassen, wieder Kontakt zu mir selbst bekommen und ich habe auch einen spirituellen Weg gefunden, der mir das Selber-Denken nicht verbietet, der es mir ermöglicht, mich selbst anzunehmen und zu lieben und anderen zu helfen.

Die Yogaschule Heinz Grill zeichnet sich für mich aus durch

– eine starke Betonung von Heinz Grill, dessen Worte überhaupt nicht hinterfragt werden dürfen,
– fehlende Möglichkeiten für eine offene Kritik,
– Tendenzen zum Verfolgungswahn bei H. Grill und seinen engen Anhängern,
– fehlender Austausch mit anderen Gruppen,
– mangelnde Toleranz gegenüber anderen Gruppen,
– Abwertung des Persönlichen und von Gefühlen bis hin zur Entpersönlichung,
– Abwertung und „Verfluchung“ von Aussteigern,
– Abwertung von Sexualität, Sinnlichkeit und allem Weltlichen bis hin zur totalen Entfremdung.

Meine Einschätzungen von H.Grill sind sicherlich subjektiv und möglicherweise nicht immer ganz zutreffend – vielleicht verkenne ich auch die geistige Dimension des H.Grill. Dennoch habe ich gelernt, daß mir die Freiheit selbst zu denken, absolut zusteht. Keine Gesetzgebung der Welt und keine „religiös-spirituelle“ Richtung kann und darf mir das abnehmen.

Ich hoffe, daß dieser Text die Schüler und Schülerinnen von Heinz Grill dazu ermutigt ihre ureigensten Rechte wieder wahrzunehmen:

Nämlich selbständig zu Denken und zu Handeln, d.h. die Meinungs- und Religionsfreiheit für sich selbst in Anspruch zu nehmen und das zu tun, was ein nicht unbedeutender Religionsstifter der westlichen Welt vorschlug:

Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst und liebe deine Feinde.

Prof. Dr. B. Grom, 1994, Gutachten zur Frage, ob Vertreter der Yogaschule Heinz Grill in kirchlichen Häusern Kurse anbieten können; von der: Beratungsstelle für Religions- und Weltanschauungsfragen, Postfach 101909, 86009 Augsburg.

1 „Aufgrund seiner geistigen Erfahrung deutet Grill das Gleichnis vom ungerechten Verwalter (Lk 16, 1-13) gegen alle Bibelwissenschaft als Ermahnung zum ’natürlichen Denken‘ und zum Meiden ‚aller Arten von Diskussionen'“ (Gl 49-52). (Aus: Gutachten zu Grill, Prof. Dr. B. Grom, 1994.)

2 Der „Reinigungsprozeß“, den das Einswerden mit der kosmischen Liebe erfordert, soll nach H. Grill das Haften am Individuellen, Emotionalen und Materiellen reduzieren. Auch die Beziehung zu Freunden, Angehörigen und Lebenspartnern soll „vom Besitzdenken gelöst“ werden (GL 70). Für H. Grill ist nun das Einswerden des höheren Selbst mit der kosmischen Liebe so sehr ein „Alleinsein im Geiste“ jenseits von weltlichen Gefühlen, daß Partnerschaft und Ehe wie eine Konzession an das niedere Selbst erscheinen und damit abgewertet werden. (Aus: Gutachten zu Grill, Prof.Dr.B.Grom, 1994.)

A.B., Website: www.eigenewegefinden.de

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