Positives Denken

Wer feststellen will, welche Fragen gesellschaftlich virulent sind und diskutiert werden, ist nicht schlecht beraten, einen Blick in die Bestseller-Listen für Sachbuchtitel zu werfen. Aktuelle Fragen finden dort, wenn sie denn mehr sind als nur ein Medienwirbel, ihren baldigen Niederschlag. Daneben gibt es Themen, die sich seit Jahren und Jahrzehnten immer wieder in den Sachbuch-Charts finden.

Ein solches Beispiel ist das Positive Denken. Entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf der Basis von Vorläuferbewegungen im 19. Jahrhundert findet die Idee, dass der Mensch durch bewusst positive Gedanken, Formeln und Bilder sein Leben, seine Gesundheit und sein Umfeld positiv verändern kann, immer wieder Autorinnen und Autoren, die sie in ein zeitgemässes Kleid hüllen, und stets von neuem eine interessierte Leserschaft, welche hofft, mit gutem Willen und gutem Denken die Probleme des Lebens angehen zu können.

Entstanden ist das Positive Denken in Bewegungen, welche zu den Quellen der heutigen Esoterik zählen, weshalb das Positive Denken im Rahmen der Esoterik-Szene eine wichtige Rolle spielt, obwohl es von den Grundlehren der Esoterik eigentlich nur zwei teilt: Die Vorstellung des Primats des Geistes über die Materie und die Annahme, dass Gleiches Gleiches anzieht. Alle anderen typisch esoterischen Grundvorstellungen – die Vernetztheit allen Seins, die Notwendigkeit von Transformation und Spiritualisierung, die theosophische Fassung der Reinkarnationslehre mit zugehöriger Karmavorstellung, das Rechnen mit der Existenz aufgestiegener Meister, das Channeling – sind fürs Positive Denken keine Voraussetzung. Manche esoterische Grundlehre würde, wenn sie denn konsequent gedacht würde, mit einer folgerichtig durchgezogenen Theorie des Positiven Denkens gar in Konflikt geraten (wenn ich meine Realität beliebig beeinflussen kann, wie kann ich da Karma abtragen?).

Nichtsdestotrotz – warum, wird noch zu fragen sein – erfreut sich das Positive Denken in esoterischen Kreisen grosser Beliebtheit und gehört zu den meistgefragten Teildisziplinen. So widmet das „Grosse Praxisbuch der Esoterik“, im Jahr 1992 herausgegeben von Diane von Weltzien im Goldmann Verlag, dem Positiven Denken gut 50 Seiten und lässt bekannte Vordenker dieser Bewegung wie Norman Vincent Peale, Joseph Murphy, Erhard F. Freitag und Kurt Tepperwein zu Wort kommen.

Die Beliebtheit des Positiven Denkens im Bereich der Esoterik wird auch daran deutlich, dass prominente Autoren der alternativ-spirituellen Szene, die eigentlich von anderen Ecken der Esoterik herkommen, mitunter auch Werke veröffentlichen, die das Positive Denken propagieren. Ein aktuelles Beispiel wäre das schweizweit bekannte Jenseits-Medium Pascal Voggenhuber: Voggenhuber machte seine Ausbildung am spiritualistischen Arthur Findlay College in England und ist weltanschaulich nach wie vor dem englischen Spiritualismus verbunden. In seinem neuesten Werk „Zünde dein inneres Licht an“ (Giger-Verlag Sep- tember 2014) vertritt Voggenhuber die aus dem Positiven Denken stammende Idee, dass das Denken des Menschen über Resonanzwirkungen die Realität beeinflussen könne.

Doch das Positive Denken wirkt über die Esoterik-Szene hinaus, so trifft man seine typischen Vorstellungen auch in Bewegungen jenseits des engeren Bereichs der Esoterik, z.B. im Schamanismus, in der Hexenbewegung oder der rituellen Magie. Hexenrituale in Hexenbüchern und auf Hexenwebsites machen von Positivem Denken oft so grosszügigen Gebrauch, dass die Leserschaft sich fragt, wo da nebst Positivem Denken, verstärkenden Formeln und Visualisierungen überhaupt noch Platz für Zauber im eigentlichen Sinne bleibt. Ähnliches gilt für die rituelle Magie: Wo Vordenker der Magie versuchen, deren Wirkung zu beweisen, finden sich recht oft Vorstellungen, die aus dem Umfeld des Positiven Denkens geschöpft sind, so beim vielleicht bekanntesten Magier Deutschlands, Ralph Tegtmeier alias Frater V.D., der in seiner „Schule der Hohen Magie“ vorschlägt, die Magie als Einwirkung des Bewusstseins aufs Unbewusste und von dort auf die Realität zu verstehen. Magische Rituale haben nach Tegtmeier vor allem einen Sinn: die Wirkung des Positiven Denkens zu verstärken, indem der Einfluss des Bewusstseins aufs Unbewusste vergrössert wird. Insgesamt ergibt sich der Eindruck, dass die Beschwörungen der traditionellen Magie, die sich an Geistwesen richteten und modernen Magiern mitunter zu rustikal oder zu theologisch erscheinen, heute durch Beschwörungen des eigenen Unbewussten ersetzt werden, welches über einen Mechanismus, der dem Positiven Denken analog ist, die Realität beeinflussen soll.

Der Einfluss des Positiven Denkens ist aber nicht bei Bewegungen stehengeblieben, die der Esoterik nahe stehen, wie das von Schamanismus, Hexenbewegung und Magie gesagt werden könnte. Auch Strömungen, welche der Esoterik betont und ostentativ kritisch gegenüberstehen, haben sich von den Autoren des Positiven Denkens beeinflussen lassen. So stellt das Positive Denken die einzige Praxis aus den Vorläuferbewegungen der Esoterik dar, welches auch in Teilen des freikirchlichen Christentums gepflegt wird. Dort tritt das Positive Denken als „(Wort-des-)Glaubens-Bewegung“, oder als „Positive Confession“ auf, verbindet Positives Denken mit freikirchlichem Christentum, führt aber genau dieselben Praktiken aus, wie sie auch im Positiven Denken üblich sind, etwa Affirmationen und Visualisationen. Wort-des-Glaubens-Lehren sind in sog. Migrationsgemeinden weit verbreitet, sie werden von der überwältigenden Mehrheit der freikirchlichen Gemeinschaften asiatischer, afrikanischer oder südamerikanischer Herkunft mehr oder minder ausgeprägt vertreten und praktiziert. Da es sich bei den Migrationsgemeinden um diejenige Richtung des Christentums han- delt, welche in der Schweiz zur Zeit zahlenmässiges Wachstum verzeichnen kann, ist davon auszugehen, die Bedeutung des Positiven Denkens für freikirchliches Christentum in den nächsten Jahren noch wachsen wird, obwohl die grossen Freikirchenverbände den Wort-des-Glaubens-Lehren meist sehr kritisch gegenüber stehen.

Werke des Positiven Denkens werden aber nicht nur von Menschen gelesen, welche den genannten weltanschaulichen Bewegungen angehören. Titel der Vordenker des Positiven Denkens finden sich auch in Bücherregalen von kirchlich oder säkular geprägten Menschen. Wer mal in einem Spital gearbeitet hat, kann davon berichten, auf wie vielen Patiententischchen sich Werke von Peale, Murphy, Carnegie, Freitag, Franckh & Co. gefunden haben. Und wer in der Jugendarbeit tätig ist, macht die Erfahrung, wie verbreitet einzelne Vorstellungen aus dem Positiven Denken heute sind. So berichtete ein Pfarrer, dass er seine Konfirmandinnen und Konfirmanden einen Brief an ein zukünftiges Patenkind schreiben liess. Zahlreiche dieser Schreiben waren gespickt mit Tipps aus dem Umfeld des Positiven Denkens. Positives Denken ist nach wie vor (oder gar zunehmend) eine Herausforderung für Theologie und Seelsorge.

Manche der Voraussetzungen des Positiven Denkens sind uralt, andere entstammen erst dem 19. und 20. Jahrhundert:

– Magie und Hermetik: Die Vorstellung, dass Worte machtvoll sind und Realitäten schaffen können, findet sich in der einen oder anderen Form bereits in frühen Hochkulturen. So ging bereits die Magie der Antike davon aus, dass gesprochene Formeln ihren Inhalt Realität schaffen können (wenn diese Spruchmagie auch neben anderen Formen der Magie wie Beschwörungen von Geistwesen und Analogiezauber steht, die mit Positivem Denken weniger gemein haben). In der Hermetik der hellenistischen Zeit wird der Grundsatz formuliert, dass Gleiches Gleiches hervorbringt, der eine der Quellen für die Gesetze der Anziehung resp. der Resonanz darstellt, welche sich in der Positives-Denken-Literatur finden.

– Die Philosophie von Aufklärung und Idealismus: Die Betonung der Bedeutung des Subjekts in der Philosophie des 18. Jahrhunderts und die Feststellung, dass die Wahrnehmung nicht die Welt an sich, sondern nur deren Rekonstruktion durch das Subjekt zeigt, finden zusammen mit dem amerikanischen

– Optimismus und Fortschrittsglauben, der als Lebenshaltung von Pionieren den einzelnen Menschen als Urheber seines Schicksals und als Schmied seines Glückes sieht, im amerikanischen

– Transzendentalismus, etwa eines Ralph Waldo Emersons (1803-1882): Emerson lehrt, dass die menschliche Seele mit Gott in Übereinstimmung kommen kann und so ihr gottgegebe- nes Potenzial zu entfalten in der Lage ist, das sie zur Erreichung höchster Ziele befähigt.

– Die Hypnose- und Suggestionsforschung, etwa eines Emile Coué, zeigt die Wirkung veränderter Einstellungen des Menschen auf sein Befinden. Aus diesen Quellen gewinnt die

– Neugeist-Bewegung (New Thought Movement) die Vorstellung, dass menschliches Denken die Realität verändern kann, etwa durch das in der Neugeist-Bewegung erstmals formulierte „Gesetz der Anziehung“, dass ein bestimmtes Denken gleichgeartete Realitäten produziert.

– Norman Vincent Peale (1898-1993), ausgebildeter Methodisten-Pastor, dann Pfarrer einer niederländisch-reformierten Gemeinde in New York, Vertreter des theologischen Liberalismus, schafft erstmals den Begriff des Positiven Denkens, etwa im Titel seines Hauptwerks „The Power of Positive Thinking“ erschienen 1952, in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Die Kraft positiven Denkens“ herausgekommen im Jahr 1960. Norman Vincent Peale geht davon aus, dass Gedanken Realitäten schaffen, wenn sie mit Gott in Übereinstimmung sind.

– Joseph Murphy (1895-1981), amerikanischer Chemiker, Religionswissenschaftler, Philosoph, Jurist, Esoteriker, schreibt 1963 sein Hauptwerk „The Power of the Subconcious Mind“ (deutsch „Die Macht Ihres Unterbewusstseins“, 1967). Murphy bringt den Terminus des Unterbewussteins als Erklärung für die Wirksamkeit des Positiven Denkens ein.

– Dale Carnegie (eigentlich Carnagey, 1888-1955), amerikanischer Vertreter, Schauspieler, später Rhetorik-Trainer. Sein Hauptwerk „How to Stop Worrying and Start Living“ (deutsch: Sorge dich nicht – lebe!“) erschien im Jahr 1948. Carnegie präsentiert eine nichtreligiöse, unesoterische Variante des Positiven Denkens und erfreut sich deshalb in betrieblichen Weiterbildungen grosser Beliebtheit.

– Kurt Tepperwein, geboren 1932, absolviert zuerst eine Schreinerlehre, arbeitet dann als Unternehmensberater, seit 1973 in Deutschland als Heilpraktiker zugelassen. Tepperwein publiziert Lebenshilfebücher, die vom Positiven Denken regen Gebrauch machen. Umstritten ist Tepperwein wegen der Publikation eines vermeintlich unfehlbaren Roulette-Systems und infolge einer Verurteilung wegen Führens falscher akademischer Titel im Jahr 2005.

– Erhard F. Freitag, 1940 in Memel geboren, dem Vernehmen nach erst als Verkäufer tätig, dann als Heilpraktiker, gründet im Jahr 1974 das Institut für Hypnoseforschung in München und publiziert 1983 sein Hauptwerk „Kraftzentrale Unterbewusstsein“. Freitag bezeichnet sich als „offiziellen Lehrbeauftragten von Dr. Joseph Murphy“ und wirkt nach Skandalen um Therapeuten seiner Praxis seit 2002 in Fruthwilen TG.

– Pierre Franckh, geboren 1953, deutscher Schauspieler und Autor, veröffentlicht im Jahr 2005 sein Hauptwerk „Erfolgreich wünschen“. Franckh vertritt die These, dass durch richtiges Denken und Wünschen nach einem „Gesetz der Resonanz“ das Gewünschte eintreten würde.

– Rhonda Byrne, australische TV- Drehbuchautorin, produziert im Jahr 2006 Film und Buch unter dem Titel „The Secret“ (in der deutschen Aus- gabe mit englischem Titel, aber der deutschen Übersetzung als Untertitel „Das Geheimnis“). Byrne bezieht sich auf das Gesetz der Anziehung, das schon in der Neugeist-Bewegung propagiert wurde. Positives Denken zieht aufgrund dieses Gesetzes entsprechende Realitäten an. Dieses Gesetz der Anziehung sei schon seit Jahrtausenden bekannt gewesen, aber von den Wissenden als Geheimnis bewahrt worden. Ein Geheimnis macht Byrne vor allem um ihr Geburtsjahr, entsprechend finden sich ganz unterschiedliche Angaben (NNDB und Wikipedia englisch 1945, Wikipedia deutsch 1951, Psiram 1955). Byrnes Fotos auf ihrer Website lassen vermuten, dass das früheste dieser Daten korrekt sein könnte.

– Bärbel Mohr (1964-2010), deutsche Fotoreporterin und Grafikerin, seit 1995 Esoterik-Autorin, publiziert im Jahr 1998 ihren Bestseller „Bestellungen beim Universum“. Obwohl der Titel die Bezugnahme auf eine Form der Transzendenz suggeriert und damit ein vom Positiven Denken unterschiedliches Weltbild nahelegt, geht es bei Mohr um die Methodik des Positiven Denkens, dessen Regeln das korrekte Wünschen beim Universum bestimmen, welches nicht aktiv handelt, sondern bloss mechanisch reagiert. Seit ihrem Krebstod im Jahr 2010 wirkt ihr Mann Manfred Mohr in ihrem Sinne weiter.

Die Lehre des Positiven Denkens ist schnell erzählt: Das Denken des Menschen beeinflusst die Realität um ihn herum. Dabei zeigt sich dieser Einfluss ebenso im materiellen Bereich wie im psychischen, im sozialen wie im wirtschaftlichen. Durch Positives Denken sind physische und psychische Gesundheit, Attraktivität, sozialer und beruflicher Erfolg ebenso zu erlangen wie materieller Wohlstand. Unterschiedliche Ansätze präsentieren die Vordenkerinnen und Vordenker des Positiven Denkens da, wo sie versuchen, dessen Wirkung zu erklären. Bei älteren Autoren wie Norman Vincent Peale spielt hierbei der Gottesbegriff eine Rolle: Positives Denken funktioniert dann, wenn es dem Willen Gottes entspricht. Bei späteren Autoren tritt anderes an die Stelle Gottes, bei Murphy etwa das Unterbewusstsein, bei Franckh und Mohr das Universum als unpersönliche, mechanisch wirkende Macht.

Gerne wird auf Gesetze Bezug genommen, etwa auf das „Gesetz der Anziehung“ (Neugeist, Byrne), oder das „Gesetz der Resonanz“ (Franckh). Trotz unterschiedlicher Namen bewirken diese Gesetze dasselbe: Gedanken ziehen gleichgeartete Realitäten an.

Andere Autoren argumentieren mit esoterisch-philosophischen Überlegungen, so etwa Kurt Tepperwein: „Alles, was ist, sind materialisierte Vor- stellungen, gedachte Tat-Sachen, verwirklichte Gedankenbilder. Erst wenn etwas gedacht ist, kann es in Erscheinung treten. Materie ist nur eine unterschiedliche Erscheinungsform von Energie. Gedanken bewegen und gestalten Energie. Somit ist jeder Gedanke eine Schöpfung und muss sich verwirklichen“ (in Diane von Weltzien, Das grosse Praxisbuch der Esoterik, Goldmann Verlag 1992, s. 398).

In der Literatur zum Positiven Denken nimmt der praktische Teil gegenüber dem theoretischen weitaus den grösseren Raum ein. Dabei werden die folgenden Schritte empfohlen:

1. Der Gedanke / der Wunsch / die Bestellung

Als erstes muss formuliert werden, was erreicht werden soll. Dies kann ein ganzer Satz sein oder auch nur ein Wort, so empfiehlt etwa Joseph Murphy für den Fall, dass Reichtum gewünscht wird, das Wort „Reichtum“ beim Einschlafen auszusprechen: „Schlafen Sie ein mit dem Wort ‚Reichtum‘ auf Ihren Lippen, und Sie werden erstaunt sein über die Wirkung. Bald sollte dann nämlich Wohlstand von allen Seiten überreichlich auf Sie zuströmen“ (Die Macht Ihres Unterbewusstseins, Ramon F. Keller Verlag 1969, s. 119). Der Wunsch kann aber auch schriftlich formuliert werden, was z.B. von Bärbel Mohr und Pierre Franckh empfohlen und von ihrer Leserschaft offenbar auch umgesetzt wird, so finden sich in esoterischen Werken in Brockenhäusern immer wieder Notizzettel mit Wünschen und Bestellungen der ehemaligen Besitzer der Bücher. Im Vordergrund stehen dabei – wenig überraschend – die Themen Gesundheit, Partnerschaft und Beruf.

Egal ob mündlich oder schriftlich, bei der Formulierung des Wunsches sind ein paar Dinge zu beachten, da das Unterbewusstsein resp. das Universum offenbar zu Missverständnissen neigen:

– Der Wunsch muss präsentisch formuliert werden, wie wenn er bereits erfüllt wäre. Pierre Franckh erklärt diesen Sachverhalt so: „Wir wünschen immer in der Gegenwartsform, nie in der Zukunftsform. ‚Ich will glücklich sein’ bringt uns leider eben genau das: das Wollen. Wir werden es weiterhin wollen. Das Universum versteht es so, dass es unser Wunsch ist, etwas zu wollen. ‚Ich bin glücklich’, bringt uns den Zustand, den wir uns eigentlich wünschen.“ (Erfolgreich wünschen, Koha Verlag 2005, s. 33)

– Der Wunsch muss positiv formuliert sein. Pierre Franckh: „Das Universum kennt … die Worte ‚nicht’ und ‚kein’ nicht. Mit der Verneinung kann es nichts anfangen. Ebenso wenig mit dem Versuch, etwas vermeiden zu wollen, also etwas nicht zu tun. Solch ein Wunsch wird fast immer vollkommen gegensätzlich zu unserem wirklichen Wunsch ausgeführt. Das Universum filtert nämlich die Worte ‚kein’ und ‚nicht’ einfach aus dem Bestellformular heraus und führt es so aus, als würden wir uns genau dies so wünschen. … Etwas vermeiden zu wollen geht also nicht. Aber wir können das Gegenteil davon entstehen lassen. Wir müssen uns also mit der positiven Entsprechung beschäftigen. Der Befehl, der dort ‚oben’ verstanden wird, müsste eigentlich lauten: ‚Ich bin gesund’ … Richtig gewünscht müsste es lauten: ‚Ich habe Arbeit. Ich bin glücklich in meiner Beziehung. Ich habe alles, was ich brauche.’“ (Erfolgreich wünschen s. 38f.)

2. Der Glaube / das Vertrauen

Positives Denken kann, hier sind sich seine Vertreter einig, nur funktionieren, wenn es von unerschütterlichem Glauben an seine Erfüllung begleitet wird. Erst dieses unbedingte Vertrauen löst die Anziehung aus, lässt die Resonanz schwingen und hilft dem Universum auf die Sprünge. Ohne jede Überzeugung Dahingesagtes bewirkt nichts. Nur tiefgeglaubte Wünsche realisieren sich. Glaube ist dabei ganz bewusst als „glauben an“ verstanden, als Für-wahr-Halten. Glaube, Vertrauen, ist die bewusste Selbstüberzeugung von der Gewissheit, dass das Gewünschte eintreten wird. Rhonda Byrne formuliert es so: „Glauben umfasst Handeln, Sprechen und Denken, als ob Sie bereits empfangen hätten, wonach Sie gefragt haben. Wenn Sie die Frequenz aussenden, dass Ihr Traum realisiert ist, dann wird das Gesetz der Anziehung Umstände, Menschen und Ereignisse in Bewegung setzen, damit Sie das Erbetene erhalten.“ (The Secret, Goldmann Verlag 2007,. s. 88).

Glaube zeigt sich im konkreten Handeln. So schlägt Pierre Franckh vor: „Wünschen wir uns einen Wohnzimmerschrank, so ist es das Beste, den alten Schrank bereits auszuräumen und ihn zu verschenken oder abholen zu lassen. Wir gehen davon aus, dass der Wunsch bereits bearbeitet wird. Wir haben den Schrank bereits ‚gekauft’. Den Schrank gibt es also schon und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der neue Schrank in unserem Wohnzimmer steht. Das So-tun-als-ob bringt das Universum in Zugzwang. Je deutlicher unser Wunsch in unserer Vorstellungskraft bereits vorhanden ist, desto schneller muss das Universum die seltsame Unausgeglichenheit zwischen Gedankenkraft und Realität ausgleichen“ (Erfolgreich Wünschen s. 33f.). Allerdings kennt dieses „So-tun-als-ob“ gewisse Grenzen: „Das bedeutet nicht, dass wir, wenn wir reich sein wollen, bereits vorher schon kräftig Geld ausgeben und unser Konto überziehen sollten. Es bedeutet vielmehr, uns bereits als reich zu fühlen.“ (Pierre Franckh, Erfolgreich wünschen, s. 34f.)

3. Vermeidung von Zweifeln

Angesichts der Bedeutung unerschütterlichen Glaubens für den Erfolg des Positiven Denkens kann nicht erstaunen, dass schon der geringste Anflug von Zweifel den Ausgang zu gefährden vermag. Wer zweifelt, braucht nicht erstaunt zu sein, wenn das Gewünschte sich nicht realisiert. Und dies ist der Hauptgrund dafür, warum viele Menschen mit Positivem Denken nicht den Erfolg haben, den sie sich erhoffen. Erhard F. Freitag formuliert es so: „Du musst also an das, was du willst, auch glauben, sonst geht es in alle Ewigkeit nicht in Erfüllung. Genau da enden die meisten in einer Sackgasse. Doch du musst in deinem Glauben fest sein. Nichts darf dich berühren in deinem Glauben. Nicht in deinem Glauben an die Zukunft, nicht einmal an Gott. In deinem Glauben an dich selbst. Dieser Glaube ist das A und O, wenn du nach Erfolg strebst. (in Diane von Weltzien, Das grosse Praxisbuch der Esoterik, s. 386).

Und Pierre Franckh ergänzt: „Zweifel sind eine weitere Form von Glaubenssätzen, die sich auf das Wünschen sehr negativ auswirken. Will man erfolgreich wünschen, ist es ganz wichtig, den Zweifeln keine Nahrung zu geben, denn zweifeln ist nichts anderes, als an die Nicht-Erfüllung des eigenen Wunschs zu glauben. … Mit dem Zweifel ruft man seine Wünsche, kaum dass sie ausgesandt wurden, wieder zurück. … Viele sagen dann: ‚Ich habe es mir so sehr gewünscht, aber es ist nie eingetreten. Ich habe es ja gleich gewusst.’ – Aber was haben sie gleich gewusst? Sie wussten mit Sicherheit, dass das Wünschen bei ihnen nicht funktioniert. Dieses Wissen sandten sie gleichzeitig mit dem Wunsch hinaus und nahmen ihm damit alle Energie.“ (Erfolgreich wünschen, s. 124ff.)

4. Suggestionen, Affirmationen und Visualisationen

Um den Glauben zu stärken und Zweifel zu vermeiden können Formulierungen oder bildhafte Vorstellungen eingesetzt werden. Die Erfüllung des Wunsches wird ausgesprochen (Suggestion, Affirmation) oder bildlich vorgestellt (Visualisation). Verbreitet sind die im Esoterik-Handel erhältlichen Affirmationskarten, die gern parallel zu Büchern des Positiven Denkens erscheinen. Pierre Francks Affirmationskarten zu seinem Buch „Das Gesetz der Resonanz“ enthalten u.a. die folgenden Affirmationen:

– „Ich erschaffe jetzt das Leben, das ich führen möchte. Meinen Wünschen stehen alle Türen offen.“
– „Aus meiner inneren Weisheit erschaffe ich Reichtum auf allen Ebenen.“
– „Ich liebe jede Zelle meines Körpers und erschaffe mir vollkommene Gesundheit.“
– „Ich bin vollkommen gesund.“
– „Ich bin erfolgreich.“
– „Erfolg ist mein natürliches Umfeld.“
– „Harmonie und Glück bestimmen mein Leben.“
– „Mein innerer Reichtum manifestiert sich jetzt in äusserer Fülle.“
– „Ich bin innerlich und äusserlich reich.“

Zudem bietet der Esoterik-Handel spezialisierte Affirmationskarten-Sets zu bestimmten Themen an, z.B. die Karten „Spirituelles Geldbewusstsein. Ihr täglicher Wohlstandsimpuls“ von Thorsten Weiss. Hier finden sich u.a. folgende Affirmationen:

– „Ich weiss, dass ich die Realität erschaffen kann, die ich möchte.“
– „Ich erreiche meine Ziele und erfülle meine Wünsche und Sehnsüchte.“
– „Geld fliesst unaufhörlich in mein Leben.“
– „Ich bin ein Magnet für Geld.“
– „Mein Geld ist die Quelle alles Guten.“
– „Meine Ersparnisse sind ein Magnet für noch mehr Wohlstand und Überfluss.“
– „Wenn ich tue, was ich liebe, fliessen Geld und Wohlstand frei zu mir her.“
– „Wenn ich dem Weg meines Herzens folge, bin ich immer mit Reichtum versorgt.“

5. Streben nach Harmonie, Vermeiden von Konflikten

Da Positives Denken beinhaltet, kritische Gedanken möglichst auszuklammern, passt das Führen von Konflikten schlecht zur Grundhaltung der Positives-Denken-Autoren. Joseph Murphy schlägt vor, in Konflikten stets Gelassenheit zu wahren. Konflikte sind vom Betroffenen durch falsches Denken verursacht und durch positives Denken zu beheben. Ähnlich empfiehlt Dale Carnegie, sich Auseinandersetzungen zu entziehen und auf andere immer positiv einzugehen. Auch Pierre Franckh berichtet davon, mit Rückzug aus Konflikten positive Erfahrungen gemacht zu haben.

Erfahrungsberichte machen typischerweise einen schönen Teil der Literatur zum Positiven Denken aus. Sie berichten von Heilungen, wiederhergestellten Partnerschaften und erfolgreichen beruflichen Karrieren. Zwar ist vermutlich jeder Leserin, jedem Leser klar, dass Erfahrungsberichte allein kein Beweis für die Richtigkeit einer These sind. Aber durch die Vielzahl der Berichte ergibt sich eine Art Evidenzerlebnis: Was so oft funktioniert, kann nicht falsch sein.

Wie bei anderen Bewegungen, die sich in ihrer Argumentation auf Erfolgsberichte stützen, findet sich auch beim Positiven Denken das Phänomen, dass die Berichte meist episodisch geschildert werden, dass genauere Hintergrundangaben, etwa eine aussagekräftige Anamnese, oft fehlen und dass in der Regel keinerlei Nachkontrollen oder Langzeituntersuchungen stattfinden, so dass letztlich offen bleibt, was sich genau zugetragen hat und wie weit der geschilderte Erfolg von Dauer war.

Aus Erfolgsberichten und Gesprächen mit Anwendern ergeben sich folgende Beobachtungen, die für die enorme Verbreitung des Positiven Denkens mitverantwortlich sein könnten:

– Viele Anwender machen in einer ersten Zeit mit dem Positiven Denken gute Erfahrungen. So ist am Anfang der Beschäftigung mit Positivem Denken nicht selten eine euphorische Phase festzustellen: die Probleme des Betreffenden, vor kurzem übermächtig wirkend, scheinen nun lösbar, und das neu eingeübte positive Denken wirkt auf die Stimmung zurück. Dies führt zu Entspannung und neuer Hoffnung, was sich zu einer eigentlichen Euphorie steigern kann.

– Praktiken der Disziplinierung des Geistes, zu denen intensiv geübtes Positives Denken ja durchaus gezählt werden kann, können sich bei Menschen, die unter quälenden Gedanken leiden, entlastend auswirken.

– Negative, lähmende Gedanken werden aufgebrochen. Das Machbarkeitsdenken des Positiven Denkens kann aus Apathie und Schicksalsergebenheit aufrütteln.

– Das Positive Denken ist eine im Vergleich mit anderen Psychotechniken extrem niederschwellige Methode, es kennt kaum Voraussetzungen, benötigt keine lange Einführung und ist sofort anwendbar.

– Positives Denken ist, obwohl angeblich ungemein wirksam, relativ einfach auszuführen und scheint damit extrem effizient zu sein. So meint Joseph Murphy: „Durch harte Arbeit und im Schweisse Ihres Angesichts zu Reichtum zu kommen, ist eine zuverlässige Methode, Sie früh auf den Friedhof zu bringen. Es ist völlig unnötig, seine Kräfte auf diese Weise zu verschwenden. … Wer sich reich fühlt, wird reich.“ (Die Macht Ihres Unterbewusstseins, s. 119)

– Positives Denken kommt, im Gegensatz zu vielen anderen spirituellen Disziplinen, ohne teure Hilfsmittel aus. Positives Denken ist ausgesprochen kostengünstig.

– Die Praxis kann kann allein geübt werden, die Anleitung einer Lehrperson oder gar eine Einbindung in eine Gruppe sind unnötig.

– Positives Denken ist anschlussfähig für diverse Weltanschauungen (wenn mitunter auch nicht wirklich glatt).

– Zudem ist Positives Denken auf einer theoretischen Ebene kaum falsifizierbar: Bleibt der Erfolg aus, kann immer angenommen werden, dass der Glaube zu schwach war oder in einer Ecke der Seele doch noch ein Hauch von Zweifel lauerte.

Die Beliebtheit und gesellschaftliche Verbreitung des Positiven Denkens haben die psychologische Forschung auf den Plan gerufen, welche in den letzten Jahrzehnten einige Studien zur Auswirkung von optimistischer Geisteshaltung und Selbstvertrauen durchgeführt hat (siehe dazu: Astrid Schütz, Lasse Hoge: Positives Denken. Vorteile – Risiken – Alternativen, Kohlhammer Verlag 2007). Bisher zeigte sich folgendes:

– Optimismus ist in vielerlei Hinsicht hilfreich, insbesondere, wenn es sich um einen situativ und fähigkeitsbezogen berechtigten, realistischen Optimismus handelt.

– In Beziehungen ist eine massvolle Idealisierung des Partners förderlicher als ein betont nüchtern-realistischer Blick aufs Gegenüber.

– Optimisten sind unter Mitmenschen beliebter als Realisten und Pessimisten, Optimismus kann so sozialen Erfolg fördern.

– Eine massvolle optimistische Grundhaltung fördert das Angehen von Problemen, weshalb Positives Denken in der betrieblichen Weiterbildung einen wichtigen Raum hat.

– Optimismus und Vertrauen auf die eigene Fähigkeit hat im medizinischen Kontext meist förderliche Auswirkungen, z.B. in der Rehabilitation nach Operationen.

Allerdings zeigen sich auch Grenzen des Optimismus:

– Nicht jeder Pessimismus ist schlecht (wie der Terminus Zweckpessimismus zeigt). Bei Menschen, die zweckpessimistisch vorgehen, zeigt eine künstliche Förderung des Optimismus durch Positives Denken oft negative Resultate.

– Ein überbordender, schrankenloser, bedingungsloser Optimismus zeitigt in Studien negative Resultate im gesundheitlichen Bereich, etwa durch das Unterschätzen von Gesundheitsrisiken, z.B. des Rauchens, oder der Chance einer Infektion. Festgestellt wurde auch eine erhöhte Rückfallgefahr bei Suchtproblemen wegen der Geringschätzung des Aufwands des Wieder-Aufhörens.

– Massloser Optimismus und übersteigertes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten können zu riskanten Entscheidungen, etwa im Verkehr, beim Sport oder im Glücksspiel führen, dies im Sinne einer Es-wird-schon-gutgehen-Mentalität.

– Grosses Vertrauen auf eigene Fähigkeiten und die Lösbarkeit aller Probleme zeigen dann nachteilige Wirkungen, wenn es darum ginge, sich mit Unveränderbarem zu arrangieren. Hier erschöpfen sich Optimisten gern in sinnlosem, letztlich kräftezehrendem Aktivismus.

– Übersteigerter Optimismus kann zur Negation von Problemen führen und damit Problemlösungen im Wege stehen.

Am Positiven Denken, seinen weltanschaulichen Voraussetzungen, seiner Vorstellungswelt und seinen Auswirkungen wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Kritik laut:

– Der Psychotherapeut Günter Scheich weist in seinem Buch „’Positives Denken’ macht krank. Vom Schwinden mit gefährlichen Erfolgsversprechen“, Eichborn Verlag 1997, auf nachteilige Folgen des Positiven Denkens. Scheich stellt den zahllosen Erfolgsberichten der Positives-Denken-Literatur die negativen Fälle aus seiner Praxis gegenüber, und berichtet von der Verdrängung von Problemen, von Enttäuschung aufgrund unerfüllter Hoffnungen und von Konfliktvermeidung bis zur Selbstaufgabe. Scheich macht deutlich, dass es nicht nur Positives-Denken-Enthusiasten, sondern auch Positives-Denken-Geschädigte gibt.

– Der Journalist und Sektenexperte Hugo Stamm weist in seinem Buch „Achtung Esoterik“ darauf hin, dass das Positive Denken zur Verdrängung negativer Emotionen führt. „Die positiven Denker sind gezwungen, Glück vorzutäuschen und Optimismus zu verbreiten. Gefühle wie Ärger, Angst und Trauer darf es eigentlich gar nicht geben, weil sonst das System des positiven Denkens ins Wanken gerät. Damit klammern sie einen wichtigen Teil der Emotionsskala aus.“ (Achtung Esoterik, Pendo Verlag 2000, s. 63)

– Der Psychologe und Psychogruppen-Experte Colin Goldner weist in seinem Buch „Die Psycho-Szene“, Alibri Verlag 2000, s. 366, auf eine weitere Gefahr hin: „Die Realität wird durch eine ‚rosa-rote Brille’ geschönt. Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit dem Problem des Klienten findet nicht statt; durch die positiv-denkerische Ausblendung und Verdrängung kann es sogar zu dessen Verschärfung kommen.“

– Eine ausgesprochen kritische Bilanz des Positiven Denkens zieht auch der deutsche Sektenexperte Hansjörg Hemminger (in Reinhard Hempelmann et al.: Panorama der neuen Religiosität. Sinnsuche und Heilsversprechen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Gütersloher Verlagshaus 2005, s. 136): „Die Risiken des Positiven Denkens kann man mit dem Stichwort Realitätsverlust zusammenfassen. Zum einen tritt dann Realitätsverlust ein, wenn man die Ziele so hoch ansetzt, dass sie unerreichbar sind. Dann werden Lebensentscheidungen gefällt, die in die Verschuldung führen, menschliche Beziehungen belasten usw. … Ausser- dem gibt es für das Positive Denken angeblich keine unlösbaren Probleme, nichts was auszuhalten oder als unabänderlich anzunehmen wäre. Damit wird ein Teil der Kompetenz, mit Problemen umzugehen, gerade nicht entwickelt. Krank machend wirkt es, wenn Versagen, Unglück und Leid als vom Menschen selbst verschuldet gesehen werden.“

– Die Einwände, die gegen das Positive Denken aus christlicher Sicht nahe liegen, fasst Michael Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen EZW in Berlin zusammen (Materialdienst der EZW Nr. 2/11 s. 72): „Die Besinnung auf Tugenden steht in guter biblischer Tradition … Die Bibel unterstreicht auch die Macht positiver Überzeugungen: ‚Alles ist möglich dem, der glaubt‘ (Mk 9,23). Aus kreuzestheologischer Sicht kommt aber dem menschlichen Scheitern ein besonderer Stellenwert zu, so dass jeglicher Triumphalismus in seine Schranken gewiesen wird. … Weil die Erfüllung christlicher Hoffnungen unter dem eschatologischen Vorbehalt steht, verbietet sich naiv-magisches Positives Denken. Aus biblischer Sicht gehört die Akzeptanz von Grenzen zum Menschensein dazu (Sterblichkeit). Dass ein Leben voller Zufriedenheit auch angesichts von Einschränkungen und Schwächen möglich ist, liegt nicht im Blickfeld der Ideologie des Positiven Denkens.“

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