Lectorium Rosicrucianum / Internationale Schule des Goldenen Rosenkreuzes

Die Initianten zur Gründung des Lectorium Rosicrucianum sind die Brüder Z.Wim Lee- ne (geb. 1892) und Jan Leene (Jan van Rijckenborgh) (geb. 1896).  Sie traten im Mai 1924 in die Rosicrucian Fellowship (Rosenkreuzer-Gemeinschaft) von Max Heindel (s.o.) in Amsterdam (NL) ein. Am 24. Dezember 1930 nahm die Gemeinschaft auch Henriette Stok-Huizer (Catharose de Petri), geb. 1902, auf. Nach einer längeren Entfremdungsphase, die 1919 mit dem Tod Heindels begann, löste sich um 1935/36 das Lectorium Rosicrucianum, das – unter anderem Namen – seit 1933 ganz unter der Leitung der Gebrüder Leene stand, von der Rosicrucian Fellowship. 1938 starb Z.W. Leene. Die Leitung der Gemeinschaft übernahmen sein Bruder J. Leene und H. Stok-Huizer.  Während des 2. Weltkrieges wirkte die Schule im Geheimen. Nach Beendigung des Krieges begann eine starke Expansion. Seit 1949 ist die Schule auch im deutschsprachigen Raum tätig. Am 17.7.1968 starb Jan van Rijckenborgh. Die Leitung des Lectoriums fiel nach einigen Spannungen an Catharose de Petri. Seit ihrem Tod, 1990, liegt die Leitung des Lectorium in den Händen eines internationalen 13-köpfigen Gremiums.

Das Lectorium Rosicrucianum will eine christliche Mysterienschule sein und verbindet dazu gnostisches, astrologisches, theosophisches, anthroposophisches und traditionell christliches Gedankengut. Der Kosmos ist, nach Meinung der Schule, zweigeteilt in eine gute, göttliche (statische) Welt, die sich durch Heilsgestalten für den Menschen bemerkbar macht, und eine schlechte, irdische, polare (dialektische) Welt, in der die Menschen leben. Der Mensch ist aber nicht gänzlich Teil jener materiellen Welt, sondern er trägt einen Funken des göttlichen Lebensprinzips in sich. Die Aufgabe des Menschen ist es, diesen göttlichen Teil in sich zu befreien und damit von der irdischen Ordnung in die göttliche zu wechseln. Dazu ist aber eine «fundamentale Umkehr», welche das Lectorium «Transfiguration» nennt, notwendig. Diese Transfiguration wird erreicht durch das sog. «Endura», womit das Übergehen in das göttliche Selbst, wo der Kreislauf Tod – Leben überwunden ist, gemeint ist. Dies wird einerseits durch Verzicht auf Alkoholika, Fleisch, Nikotin, Drogen, Fernsehen, politische Betätigungen, durch massvolles Leben, andererseits durch das Erkennen der zwei Welten und das Anstreben der göttlichen Ordnung durch Selbstübergabe an das Christusprinzip erreicht, wobei die regelmässige Teilnahme an Tempeldiensten und Konferenzen helfen soll.

Pentagramm

Weltweit etwa 15 000 aktive Mitglieder in 70 Ländern

CH: ca. 1000

D: 4000

A: 200

Lectorium Rosicrucianum
Bakenessergracht 11–15
NL-2011 JS Haarlem
Tel.: +31 (0)23 532 38 50
E-Mail: contact@lectoriumrosicrucianum.org

Lectorium Rosicrucianum
Foyer Catharose de Petri
CH-1824 Caux
Tel.: +41 (0)21 963 52 41

www.rosycross.org