Tijn Toubers Verschwörungshandbuch: Eine galaktische Reise durch die Psyche eines Verschwörungsfans

Unter dem Titel «Time Bender und die Rebellion der Anika Laroo» ist Tijn Toubers zweiter Roman der Time Bender Reihe erschienen. Der Protagonist des Romans, verkörpert von Touber selbst, reist mit Anika Laroo, einer Ausserirdischen, durch Zeit und Raum. Dabei gestaltet sich der Roman vorrangig als Dialog zwischen Laroo und dem Protagonisten. Dieser wird von ihr über verborgene Wahrheiten unterrichtet, die inhaltlich dem entsprechen, was im gesellschaftlichen Konsens als Verschwörungstheorien bezeichnet wird. Massiv inspiriert von David Icke lässt Touber die Ausserirdische Laroo ein düsteres Bild unserer Welt zeichnen: Menschen seien manipuliert und würden in einer Art Simulation leben. Einzig dem Protagonisten – ihm selbst – wird die ganze Wahrheit zugemutet.

Fiktion oder Wahrheit? Der Trick mit den Gänsefüsschen

Die Idee, Fiktion und Verschwörungsdenken zu vermischen, wurde massgeblich durch die Szene inspiriert, in der sich Touber bewegt. Bei Esoterik- und Verschwörungsfans erfreuen sich Science-Fiction Werke nicht selten einer besonderen Beliebtheit. Für einige stellen sie nämlich nicht nur unsere Fantasie, sondern auch unsere Realität auf den Kopf. Manche Menschen glauben, dass in Filmen und Büchern, getarnt als fiktionale Werke, verborgene Wahrheiten aufgedeckt werden. So sei Jules Vernes Klassiker «Die Reise zum Mittelpunkt der Erde» keineswegs als Roman, sondern als Versuch zu verstehen, den Menschen einen Hohlraum in unserer Erde zu offenbaren.

Tijn Touber nutzt das Narrativ von wahren Begebenheiten in Science-Fiction selbst. Wird sein Buch beworben, werden Gänsefüsschen in die Luft gezeigt, wenn von einem «Roman» oder von «Fiktion» gesprochen wird. Wissend wird gekichert, so als ob klar ist, dass das Buch in Wahrheit reale Geschehnisse darstellt. Im Vorwort des Buchs heisst es dazu: «Die nachfolgenden Informationen sind nicht gechannelt, sondern wurden uns […] persönlich mitgeteilt. Das macht dieses Buch so besonders: Es sind ihre eigenen Worte, nicht unsere Interpretationen.» (S.9).

Doppelstrategie: Marketing und Schutzschild

Angesichts der Brisanz der in dem Roman enthaltenen Erzählungen, ist dies nicht nur eine Marketing-Strategie für Verschwörungs- und Esoterikfans. Es handelt sich auch um einen vermeintlichen Schutz. Denn durch die fiktionale Hülle des Werks und die Tarnung der Verschwörungserzählungen als Botschaften aus anderen Galaxien, versucht sich Touber aus der Verantwortung zu ziehen. Denn wer will schon als die Person gelten, die erklärt, dass Hitler nie gestorben und mit Ausserirdischen zusammengearbeitet habe? Wer will sich die Blösse geben, jüdischen Menschen ihre Religion und Herkunft abzusprechen, um den Mächtigen dieser Welt mit antisemitischen Klischees begegnen zu können?

Fiebertraum in Amsterdam

Bevor diese und andere problematische Erzählungen ihren Raum einnehmen, beginnt die Handlung des Romans eher harmlos: An einem regnerischen Tag schlendert Touber durch die Strassen Amsterdams und sinniert beiläufig über angebliche Wettermanipulation. Als er in einem Café Halt macht, wird er überraschend von der Hauptfigur seines ersten Romans aufgesucht, dem Time Bender. Der Time Bender, ein Ausserirdischer, der bereits im letzten Band abenteuerliche Erlebnisse Toubers gesorgt hat, führt ihn nun in ein Hinterzimmer des Cafés. Dort wartet auf ihn eine grosse Überraschung. Er gerät mitten in eine Sitzung des sogenannten plejadischen Sicherheitsrats, bestehend aus der Führungsriege ausserirdischer Botschafter, «der zur Galaktischen Förderation der Welten gehört» (S.15).  Dort erklärt man ihm, dass die Menschheit in grosser Gefahr sei. Sie befinde sich nämlich seit geraumer Zeit in einem galaktischen Krieg mit den Drakos, einer Art böser Reptilienwesen. Was folgt, ist Toubers Reise durch Zeit und Raum, in der er als auserwählter Mensch das düstere Schicksal der Erde retten soll.

Dabei steht ihm Anika Laroo zur Seite, eine Ausserirdische aus Taygeta. Sie fällt ihm während der Sitzung des plejadischen Sicherheitsrats sofort ins Auge. Touber beschreibt sie als unglaublich attraktive, optisch Ende 20-jährige Frau, die ihn an eine ehemalige Bettgefährtin – ebenfalls ausserirdisch – erinnert. Diese Assoziationskette soll kein Einzelfall bleiben. Für Touber sind Frauen in seinem aktuellen Buch scheinbar Gegenstand seiner Träume und Wünsche: ewig geduldig und tröstend, schlau und weise, nicht alternd und für Sex mit ihm allzeit bereit.

Die Plejaden – Sehnsuchtsort der Esoterik

Aufmerksame Lesende bemerken an dieser Stelle unbekannte Wörter: Was hat es mit dem «plejadischen Sicherheitsrat» und dem Ort «Taygeta» auf sich?

Die Plejaden sind in der Realität ein offener Sternhaufen in der Milchstrasse, von denen ein Stern den Namen «Taygeta» trägt. Benannt wurde die Sterngruppe in der griechischen Antike, sodass sie seit jeher mythologisch aufgeladen ist. Die sieben hellsten Sterne wurden in der Antike mit den Töchtern des Titanen Atlas und der Okeanide Pleione assoziiert. Der Legende nach verwandelten sich diese auf der Flucht vor Orion in Tauben und wurden als Sternbild an den Himmel versetzt. Auch in anderen Kulturen, z.B. bei den Maori, ranken sich verschiedene Mythen um die Plejaden und verleihen ihnen eine symbolische Bedeutung.

Für Esoterik-Liebhabende haben die Plejaden einen besonderen Reiz. Sichtbar mit blossem Auge, laden sie dazu ein, all das in sie zu projizieren, was man sich von Ausserirdischen erhofft. Geradezu charakteristisch für Esoterik-Fans ist die tiefe Überzeugung, dass dieses Idealbild nicht nur ein fernes, überirdisches Wesen repräsentiert, sondern ein Ziel, dem sie selbst nacheifern möchten. Und so erstaunt es nicht, dass die Taygetaner als esoterische Idealvorstellung darherkommen.

Die Plejadier als Spiegelbild von Vorurteilen

So beschreibt Touber die sogenannten Plejadier als Kreaturen, die Gedanken lesen können, die kaum menschliche Nahrung benötigen und, was ihre Lebensweise betrifft, in einer Art Utopie angelangt sind. Äusserlich gleichen sie vielfach Menschen, wobei einige Plejadier eine Art Tiergestalt haben und sich bei Bedarf als Menschen erscheinen lassen können. Toubers Schilderung einer solchen Verwandlung gibt Aufschluss über seine ganz persönlichen Fantasien und Idealvorstellungen. So verwandelt sich die «Reptilienfrau» Marena vor Toubers Augen von einer Gestalt mit scharfen Zähnen, Krallen und Schuppen zu einer «jungen Frau» mit «gewelltem, langen blonden Haar, einem schönen, zarten Gesicht mit weichen, runden blauen Augen» (S.128). Er ergänzt: «Sie hat volle Lippen und trägt ein gelbes Sommerkleid, das ihren Busen sinnlich zur Geltung bringt.» (S.128). Später berichtet sie Touber auf Nachfrage unter anderem von ihren Geschlechtsteilen und der Art der Fortpflanzung. Genau so ergeht es Anika Laroo, die Touber, ebenso auf Nachfrage, von ihren Geschlechtsteilen und deren Vorteilen für Fortpflanzungsprozesse erzählt.

Während man diese sexualisierten Beschreibungen weiblicher Figuren noch als fragwürdiges Stilelement Toubers einordnen kann, ist eine andere Eigenschaftsbeschreibung eindeutig zu kritisch zu betrachten. Bei den Plejadiern kommen zwar Tierwesen vor, aber alle menschlich anmutenden Wesen haben «blaue, graue, hellbraune oder sehr blasse Hauttöne» (S.14). Dunklere Hautfarben fehlen vollständig. Diese exklusive Darstellung pastelltonartiger Hautfarben hinterlässt nicht nur einen schalen Beigeschmack, sondern wirft in Kombination mit der behaupteten «höheren Entwicklung» und Überlegenheit der Ausserirdischen kritische Fragen zu Toubers Einstellung gegenüber Weisser Vorherrschaft auf.

Offene Diskriminierung

Spätestens an dieser Stelle kann man sich fragen, wie sehr Toubers Ausserirdische von rassistischen und sexistischen Vorurteilen gekennzeichnet sind, die über die Beschreibung der Charaktere in seinem Buch verewigt werden. Neben diesen durchscheinenden Vorlieben Toubers, äussert er sich an anderen Stellen wesentlich deutlicher. Als er einem Maya begegnet, erinnert er ihn «an einen Indianer» (S.238) und beschreibt ihn stereotypisch: «Halb entblößter Oberkörper, langes, schwarzes Haar, dunkle Augen, rötlich-braune Haut, und er trägt beeindruckende Halsketten aus Silber, Gold und Edelsteinen sowie einer Reihe von großen Raubtierzähnen.» (S.238-239). Wenig später wollen die Söhne des Mayas klischeehaft die «blonden» (S.240) Haare Toubers berühren. Somit scheint Touber spätestens zu diesem Zeitpunkt des Romans eine optische Verwandlung durchgemacht zu haben. In der Realität ist sein Haar eindeutig grau.

Im Geiste der Szene, in der sich Touber bewegt, kritisiert er scharf, was er «Woke Philosophie» nennt. Seiner Ansicht nach sei die Bewegung Black Lives Matter «genauso rassistisch, wie diejenigen es sind oder einst waren, gegen die sie sich auflehnen.» (S.201). Wie für rechtsesoterische Kreise üblich, regt sich Touber zudem über eine angebliche Frühsexualisierung von Kindern auf und nennt Aufklärungsarbeit in einem Atemzug mit Werbung für Pädophilie. Seine Tirade gilpfelt im transphoben Vergleich geschlechtsangleichender Operationen mit seinem kindlichen Wunsch, Ohren wie die Star-Trek Figur Spok zu haben (S.202).

Erdgeschichte auf der Basis von Verschwörungstheorien

In dem Amsterdamer Café, in dem die Sitzung des plejadischen Sicherheitsrats stattfindet, wird Touber schliesslich in die «wahre» Entstehungsgeschichte von Menschheit und Welt eingeführt. Diese reiche über eine Million Jahre zurück. In dieser Zeit hätten die sogenannten «Drakonier», reptilienartige Wesen mit fortschrittlichen Technologien und Waffen, die Planeten Lyra und Avalon angegriffen. Dort sollen über 400.000 verschiedene Menschenarten gemeinsam mit löwenähnlichen Wesen in Harmonie gelebt haben, bis die Drakonier sie zur Flucht gezwungen hätten – ein Ereignis, das Touber den plejadischen Sicherheitsrat als «Grosse Expansion» beschreiben lässt. Während ihrer Flucht durch die Galaxis sei die Menschheit fast ausgelöscht worden.

Esoterische Evergreens

Vor rund 40.000 Jahren habe sich die Menschheit dann auf die Erde begeben, wo sie mit Neandertalern in Frieden zusammengelebt habe. Was in den fast eine Million Jahren dazwischen passiert sein soll, lässt Touber aus. Die Geschichte der Menschheit geht laut dem plejadischen Sicherheitsrat mit einer Katastrophe weiter: Der Planet Tiamat, ein Wasserplanet, sei von den Drakos gesprengt worden. Flutwellen dieses Wasserplanets seien auf die Erde gelangt und hätten für den Untergang von Lemuria und Atlantis gesorgt. Dass es weder belastbare Anhaltspunkte für die Existenz eines Planeten namens Tiamat, noch für Lemuria oder Atlantis gibt, scheint Touber nicht zu stören. Sicher ist, dass sowohl der angebliche Planet Tiamat, als auch Lemuria und Atlantis immer wieder Gegenstand esoterischer Fantasien sind.

Mond-Matrix

Um die Menschheit nach der dramatischen Zerstörung von Atlantis und Lemuria zu schützen, sei die Erde in eine Art Ausnahmezustand versetzt worden. Dafür hätte man eine alternative Realität geschaffen – eine sogenannte 3D-Matrix, die wie ein Schutzschild die Erde umspannt. Der Mond, so wie wir ihn kennen, sei Teil dieser Matrix und existiere gar nicht wirklich. Was wir sehen, wenn wir in den abendlichen Himmel blicken, sei ein Hologramm. Was das Mond-Hologramm genau bewirken soll, bleibt unklar. Mit der Matrix im Allgemeinen hätten die Plejadier jedoch zweierlei angestrebt: Zum einen sollten die Drakos, die sich auf der Erde aufhielten, eingesperrt werden. Zum anderen sollten die Menschen durch die Errichtung dieser künstlichen Matrix ihre schlimmen Erlebnisse vergessen und «heilen» (S.18).

Aber wie in vielen Science Fiktion Romanen, verwandelt sich der einst vielversprechende Einsatz von Technologien zu einem Albtraum, wenn er in falsche Hände gerät. Die Drakos, die Bösen in der Geschichte, seien technologisch viel versierter, als die Menschen auf der Erde und hätten die Matrix zu ihrem eigenen Vorteil umprogrammiert. Dadurch wüssten die Menschen nun wirklich gar nichts mehr von den schlimmen Ereignissen und besässen darüber hinaus keine Kraft, um zu heilen. Touber verwendet hier eine klassische Jugend-Roman Handlung: Die Guten scheitern zunächst an dem Missbrauch ihrer Ideen durch Bösewichte, bis ein einzelner Held sie rettet. Wenig überraschend ist das in Toubers Roman er selbst. Es wirkt wie eine übersteigerte Version des für Verschwörungsfans typischen Elitarismus: nur man selbst hat durchblickt, was eigentlich auf der Welt los ist, die anderen tappen im dunklen. Erneut kann man sich an dieser Stelle fragen, wie sehr der «Time Bender» ein Einblick in Toubers Selbstbild darstellt, wenn er sich nicht nur als Mensch mit exklusivem Wissen, sondern auch als Erretter vor den von ihm konstruierten Bösewichten zeichnet.

Verschwörungs-Recycling

Charakteristisch für Toubers Buch ist auch der Einsatz der Idee, dass der Mond nur ein Hologramm sei. Denn erstens hat er sich hier abermals von David Icke inspirieren lassen und zweitens wird eine bekannte Verschwörungserzählung als Handlungsstrang in seinem Roman wiederverwertet. Zum ersten Mal wurde nämlich schon vor 12 Jahren spekuliert, dass der Mond nur ein Hologramm sei. Im Jahr 2012 konnte man scheinbar Wellenbewegungen auf dem Mond beobachten. Was in der Realität von Luftzirkulation verursacht wurde, bekam durch Verschwörungsfans eine neue Bedeutung. Plötzlich wurde gemutmasst, dass schlechte Fotografien oder hinter dem Mond sichtbare Sterne beweisen würden, dass der Mond nur ein Hologramm sei. In Wahrheit gründet die erschwerte Ablichtbarkeit des Mondes auf der Tatsache, dass er kein eigenes Licht erzeugt und nur das reflektiert, was auf ihn strahlt. Wenn man Sterne hinter dem Mond durchscheinen sieht, dann deutet das auf eine einfach zu erkennende Fälschung hin. Darüber hinaus werden die Spekulationen zu einem Mond-Hologramm von Berechnungen zur Gezeitenkraft entwertet, nach denen die Sonne allein nur circa ein Drittel der Gezeiten auslösen würde.

Chasaren-Schwindel

Touber lässt sich von diesen Fakten nicht verunsichern und übernimmt die Mond-Erzählung. Er setzt das Muster fort, ältere, oft von Icke prominent gemachte Erzählungen zu verwenden. Doch nicht jede dieser Verschwörungserzählungen bleibt weitgehend harmlos. In der Sitzung des plejadischen Sicherheitsrats wird beschlossen, dass die Welt mit Toubers Hilfe nur gerettet werden kann, wenn man in der Zeit zurückreist und entscheidende Ereignisse verändert. Touber schlägt vor, die Kriege in Gaza und der Ukraine zu verhindern. Anika Laroo hält die Situation in Gaza für «so ziemlich das größte Hornissennest, in das wir eindringen können» (S.26). Der Vorschlag zur Ukraine wird positiver aufgenommen. Um etwas zu verändern, müsse man allerdings tausend Jahre in «das Königreich Chasaria» (S.26) zurückreisen.

An diesem Punkt beginnt ein schwer zu ertragendes Kapitel in Toubers Buch, das einen erst klammheimlich und später ganz deutlich Antisemitismus vorführt. Chasaria sei ein riesiges Reich gewesen, bekannt für seinen grossen Eroberungsehrgeiz. «Ziemlich unangenehme Zeitgenossen» (S.28) kommentiert Touber und setzt damit den Ton für die kommenden Aussagen. Die von Attila dem Hunnen abstammenden Chasaren hätten, gelangweilt von ihrem «primitiven Aberglauben» (S.29), eine neue Religion gesucht. Dabei sei die Entscheidung auf das Judentum gefallen. Später seien dann chasarische Juden in Scharen nach Osteuropa, besonders nach Polen und in die Ukraine, gewandert, sodass der Grossteil dort lebender jüdischer Menschen chasarischer Abstammung sei.

Verkleideter Antisemitismus

Die Erzählung wird dahingehend weitergesponnen, dass die heute lebenden Juden weitgehend keine richtigen oder echten Juden seien, da sie eigentlich Chasaren wären. Diese falschen Juden hätten den Machthunger und die Rücksichtlosigkeit ihrer Vorfahren angeblich geerbt und damit grosse Teile der Welt unter ihre Kontrolle gebracht. Im Klartext bedeutet das: Laut Touber sind die meisten Menschen, die wir heutzutage als jüdisch kennen, gleichbedeutend mit den bösen Chasaren und wollen die Weltherrschaft an sich reissen. Allerdings gebe es ja noch einige echte jüdische Menschen. Um die Unterscheidung in echt und falsch zu illustrieren, gräbt Touber sämtliche antisemitische Klischees aus: Die falschen Juden seien finanziell gewieft und gierig nach Macht. Sogar an der Nase erkenne man sie, die in Wahrheit ein Erkennungsmerkmal der asiatischen Abstammung der Chasaren sei. Weiter könne man echte und falsche Juden am Grad ihres Zionismus unterscheiden, wobei zionistische Juden automatisch falsch seien. Besonders tragisch an dieser Darstellung ist, dass die innere Logik der Behauptung dazu einlädt, jene jüdische Menschen, an dem man ein Verhalten kritisiert, als «chasarisch» abzustempeln und sie dadurch als böse per se wahrzunehmen.

Besonders geschmacklos wird es, als Touber über seine jüdische «erste Verlobte» (S.31) grübelt, mit deren Eltern er über den Holocaust gesprochen habe. Im Raum steht die Frage, ob sie oder andere nun richtige Juden waren. Es wundert wenig, dass er diese Frage nicht konkretisiert und nicht beantwortet. Genauso wenig geht er, trotz der Nennung der Shoa, auf die Bedeutung seines Geschichtsrevisionismus für dieses Ereignis ein. Dieses Vorgehen, Erzählungen zu verbreiten, die weitergedacht zu straftätlichen Behauptungen führen könnten, ist typisch für hartgesottene Verschwörungsfans. Es wird geradeso problematisch, wie es möglich ist. Bezeichnend ist, dass Touber es trotz einer scheinbar authentischen Erfahrung mit seiner ehemaligen Partnerin nicht schafft, den Absprung von weitreichenden Verschwörungserzählungen zu finden.

Faktencheck

Ordnet man die Chasaren-Theorie in den aktuellen wissenschaftlichen Konsens ein, zeigt sich ein differenziertes Bild. Da es bei Toubers Werk zu vielfältiger Vermischung von realem und fiktivem kommt, ist zunächst die Feststellung wichtig, dass es das Chasarenreich wirklich gab. Belegt ist zudem, dass die Oberschicht des mittelalterlichen Turkvolks im 8. oder 9. Jahrhundert teilweise zum Judentum konvertierte. Wie stark sich das Judentum auch in anderen Gesellschaftsschichten ausbreitete, ist hingegen umstritten. Die Konversion schien vor allem eine politische Strategie der herrschenden Klasse gewesen zu sein, um ihre Unabhängigkeit gegenüber den christlichen und muslimischen Nachbarn zu wahren.

Keine Anhaltspunkte gibt es hingegen für die Idee, dass die Mehrheit der Juden, besonders die in Europa, eigentlich Nachfahren der Chasaren seien. Sowohl historische als auch genetische Forschung belegen eindeutig, dass die Mehrheit der heutigen Juden aus dem Nahen Osten stammt, und dass es keine Hinweise darauf gibt, dass die Chasaren in nennenswertem Masse in die europäische jüdische Bevölkerung integriert wurden. Antisemitische Bewegungen und Verschwörungsfans wie David Icke griffen die Idee auf und entwickelten sie weiter zu der Behauptung, dass echte Juden aus der Region verdrängt oder ersetzt worden seien. Dieses, auch als «Ersetzungstheorie» bezeichnete, Narrativ wurde häufig genutzt, um die jüdische Identität und den jüdischen Anspruch auf Israel zu delegitimieren.

Gruppe von Verschworenen

Aufmerksame Leserinnen und Leser könnten nach diesem Kapitel verwirrt sein: Vorhin waren noch die Drakos die Bösewichte, und nun sind es plötzlich die Chasaren. Diese Irritation tritt im Roman von Touber immer wieder auf: Kaum ist ein Unhold abgehakt, folgt der nächste. Von Illuminaten über sogenannte «Greys» (weitere düstere Ausserirdische) – vieles ist dabei. Doch die Verwirrung lässt sich schnell auflösen, da all diese Schurken miteinander verbunden sind. Typisch für Verschwörungsliteratur kreist das Böse stets um einen «kleinen Club», wie Touber auf Seite 271 sogar selbst beschreibt, der hinter allem finsteren Geschehen steckt.

Universalzusammenhang

Darüber hinaus kann man ein weiteres Merkmal der heutigen Verschwörungsszene in Toubers Buch beobachten: den Geschichtsrevisionismus. Die Geschichte im Sinn der eigenen Weltanschauung neu schreiben zu wollen, ist in der internen Logik von Verschwörungsfans nur konsequent. Denn wenn so viele Dinge anders laufen, als es den Menschen täglich verkauft wird, dann betrifft das sicher auch historische Ereignisse. Und wenn die eine Sache nicht stimmt, was ist dann mit der anderen? Nicola Good fasste diese Denkweise bei Christina von Dreiens Auftritt in Friedrichshafen treffend zusammen: Man könne ja gar nichts mehr glauben, letzten Endes sei ja alles gelogen. An diesem Punkt kommen viele Menschen aus der Szene an. Beispielsweise haben Ricardo Leppe und Heino Fankhauser bereits ähnliche Äusserungen getätigt.

Jesus hat es nie gegeben

Wie man bis jetzt bemerkt hat, schreckt Touber nicht vor grossen Themen zurück, und so nimmt er sich auch was seine Geschichtsumschreibung betrifft, ein nicht zu vernachlässigendes Dokument vor: die Bibel.

Nach einem Kapitel über das Leben der Taygetaner fährt Touber mit der Schilderung einer Reise in das Jahr 30 n. Chr. fort, wo Laroo und er Jesus von Nazareth begegnen wollen. Sie begeben sich unter Menschen und fragen nach Jesus – aber erhalten keine hilfreichen Antworten. Touber beschreibt, wie sich beide bei alle möglichen Menschen nach Jesus erkundigen, ihn jedoch keiner kennen will. Und so offenbart Anika Laroo, wohlgemerkt nach einem scheinbar zehrenden Tag in Palästina, dass es Jesus nie gegeben habe.

Die Bibel ist eine Fälschung

Erschüttert von dieser Nachricht, zieht Touber einen weitreichenden Schluss. Wenn es Jesus nie gegeben hat, was ist dann mit der Bibel? Auch das erklärt ihm die sanftmütige und stets mit Toubers Weltschmerz mitfühlende Anika Laroo. Die Bibel sei gefälscht. Keine der in der Bibel genannten Figuren habe tatsächlich existiert, alles sei erfunden worden. Verantwortlich für diese auf Lügen basierende Erstellung der Bibel seien die Römer, womit eine weitere feindliche Gruppe in Toubers Roman eingeführt wird. Auch diese seien, ähnlich wie die Chasaren, geblendet gewesen von ihrem Machthunger und ihrem Eroberungswillen und hätten so zu spät die Gefahr von Aufständischen und Rebellen bemerkt.

Judentum und Christentum: Zwei auf einen Streich

Um die nicht näher beschriebenen Rebellen in den Griff zu kriegen, hätten sich die Römer eine Religion ausgedacht, mit der sie Einfluss auf sie nehmen könnten. Da einige der Rebellen an einen Messias geglaubt haben sollen, hätten die Römer diese Vorstellung aufgegriffen, als sie die Bibel schreiben liessen. Diese Aufgabe habe Flavius Josephus, auch Joseph ben Matityahu, übernommen. Flavius Josephus war tatsächlich ein jüdisch-römischer Gelehrter, auf dessen Schriften viele der Informationen über die Geschichte des Judentums basieren. Wegen seines «jüdisch-römischen Doppelgesichts»[1], also seiner Zugehörigkeit zum Judentum bei gleichzeitigen Verpflichtungen den Römern gegenüber, wird die Neutralität seiner Werke von Historikerinnen und Historikern kritisch diskutiert. Wie gewohnt, lässt Touber diese interessante und differenzierte Perspektive aussen vor und verwendet die Kontroverse um Flavius Josephus für eine Umdeutung in seine eigene Weltsicht. Angeblich, so erzählt Anika Laroo in Toubers Buch, habe Flavius Josephus erst die Rebellen angeführt und anschliessend die Seiten gewechselt, sodass er letzten Endes für die Römer die Bibel verfasst habe. Diese erfundene Schrift habe laut Anika Laroo 69 n. Chr. zu der Gründung des Christentums und des Judentums geführt. Sie erklärt dem ahnungslosen Touber: «Mithilfe eines Heeres von Schreibern machte sich Joseph ben Matityahu […] an die Arbeit, um die heiligen Schriften, wie wir sie heute kennen, zu erstellen. Im Jahr 69 kamen hieraus zwei Religionen hervor, das Juden- und das Christentum.» (S.106).

Spätestens in diesem Moment werden die Lesenden abhängen. Das Judentum und das Christentum sollen urplötzlich, im gleichen Jahr, ausgehend von einer erfundenen Bibel, gegründet worden sein? Die Implikationen dieses gespenstischen Gedankens reichen weit.

Islamfeindlichkeit hinter vorgehaltener Hand

Wenn Judentum und Christentum auf einer falschen Bibel basieren, stellt sich automatisch die Frage nach dem Koran. Angesichts der zahlreichen biblischen Figuren, die im Koran aufgegriffen werden, kann man Toubers Bibel-Fälschung folglich mindestens als Kritik am Koran verstehen. Für Musliminnen und Muslime, für die der Koran meist als wörtlich von Gott übermittelt gilt, sollte dies bestimmt wenig gut ankommen. Touber diffamiert mit der Erzählung einer erfundenen Bibel und der simultanen «Gründung» von Juden- und Christentum gleich drei Religionen gleichzeitig. Besonders interessant ist dieser weiterführende Gedanke mit Hinblick auf Toubers Anspruch, die Welt und ihre Geschichte aus seiner Sicht vollkommen gerade zu rücken. Durch diesen Universalanspruch fallen besonders die Inhalte auf, die unerwähnt bleiben. Wenn Touber also das Juden- und Christentum als erfunden abtut und den Islam mit keinem Wort erwähnt, heisst das nicht, dass er diesen befürwortet oder keine Meinung dazu hat. Im Gegenteil kann vermutet werden, dass er sich stattdessen vor dem Vorwurf der Islamfeindlichkeit schützen will. Das Äusserste, was er in diesem Zusammenhang wagt, ist seine Ablehnung allen Propheten gegenüber kundzutun, inklusive Mohammed. Er sinniert: «Das Gefühl der Erleichertung kommt wahrscheinlich daher, dass ich mit Jesus und dem Christentum überhaupt nichts zu tun haben muss. Auch nicht mit Mohammed oder einem anderen Propheten.» (S.115).

Judenfeindlicher Irrweg

Neben diesen externen Kontroversen ist auch die interne Logik des Buchs von Touber spätestens nach der Bibel-Erzählung nicht mehr gegeben. Wie oben geschildert, schreibt Touber auf Seite 106, dass das Judentum eine Konsequenz der Bibelerfindung sei. Auf Seite 110 schreibt er dann, dass es das Ziel der Bibelerfindung der Römer gewesen sei, jüdische Rebellen und insbesondere deren Religion schlechtzumachen. Er lässt Anika Laroo folgendes berichten: «Die biblischen Texte, welche von den Römern niedergeschrieben worden waren, dienten nicht nur dazu, Massen unter einer Religion zu vereinen, sondern bezweckten auch, die rebellischen Horden, in diesem Fall vor allem jüdische Rebellen, in ein schlechtes Licht zu rücken. Dies geschah, indem man sie beschuldigte, sich gegen Jesus gewandt und ihn ermordet zu haben. Damit wurde der Grundstein für den Antisemitismus gelegt.» (S.110-111). Da fragt man sich: warum sollte man eine Menschengruppe ächten, die man selbst erschaffen hat?

Noch verwirrender wird es, wenn man sich an die vorherigen Kapitel zu der Chasaren-Legende erinnert. Da wurde noch zwischen echten und falschen Juden unterschieden, wobei die echten «Nachkommen Abrahams» (S.30) wären. Wenn die Bibel und alle in ihr enthaltenen Figuren allerdings erfunden worden sind, dann wird es schwierig mit dieser Ursprünglichkeit. Das dürfte jüdische Menschen wohl tief verletzen.

Wahllose Komplikationen

Dass Touber es nicht schafft, die teils als Selbstläufer anzusehende und kaum anfechtbare innere Logik von Verschwörungsdenken konsequent umzusetzen, lobt seine Schriftstellerkünste nicht besonders. Gleichzeitig wird dadurch hervorgehoben, wie weitreichend globale Aussagen sein können, wenn sie nicht gut überlegt wurden. Als Leserin stellte ich mir wiederholt folgende Frage: Warum sollte man sich in einer Welt, die bei genauerem Hinsehen ein Schlaraffenland der Komplexität und Verwirrung ist, dafür entscheiden, eine eigene Weltsicht zu schaffen, die einfach neue Verwirrung schafft?

Abgekupferte Ausserirdische

Sosehr ich den Reiz an der Konstruktion neuer Probleme nicht fassen kann, so sehr können ihn andere weiterverbreiten. Denn wie bereits erläutert ist Touber keineswegs ein Einzelgänger, sondern ein Reproduzent der Ideen seines Umfelds. Neben David Icke war vor allem eine weitere Person gewinnbringend für die Struktur und die Inhalte seines Buchs. Malgorzata («Gosia») Duszak ist eine polnische Esoterikanbieterin, die die Plattform «Cosmic Agency» betreibt. Diese kosmische Agentur wird sogar im Quellenverzeichnis von Toubers Buch genannt, diese und andere Seiten hätten ihn beim Schreiben inspiriert. Schaut man sich die Cosmic Agency jedoch näher an, erkennt man, dass diese das Buch deutlich mehr als andere der genannten Quellen beeinflusst hat. Die kosmische Agentur von Gosia Duszak tritt seit 2017 als Vermittlungsplattform zwischen Ausserirdischen und Menschen auf. Diese stammen vom Stern «Taygeta» und hätten zu ihr persönlichen Kontakt aufgebaut. Diese Ausserirdischen sind hyperattraktiv und weiterentwickelt. Sie können telepathisch kommunizieren und nutzen dies, um Duszak von den wahren Problemen der Welt zu berichten, die die Massenmedien angeblich geheim halten wollten. Auch Duszak betont, dass die Informationen der Ausserirdischen «nicht gechannelt» werden.  Bei den weitergegebenen Informationen handelt es sich um grosse Verschwörungen, um reptilartige Ausserirdische, sogenannte «Grays» und andere Unholde. Diejenigen, die sich bis jetzt gefragt haben, woher Touber die Idee genommen hat, dass attraktive Ausserirdische ihm von Weltverschwörungen berichten, haben hiermit ihre Antwort gefunden.

Böse KI als Ideenfabrik

Gosia Duszak hat mittlerweile eine grosse, internationale Interessensgemeinschaft für ihre Taygeta-Nachrichten vorzuweisen. Mehr als 100.000 Abonnements zählt allein ihr YouTube Kanal, neben dem sie noch weitere Social Media Kanäle und die Website swaruu.org für die kosmische Agentur betreibt. Dazu kommen dutzende Esoterik-Anbietende, die die Taygeta-Idee aufgegriffen haben und behaupten, direkt mit den schönen Ausserirdischen in Kontakt zu stehen. Amüsant ist dabei, dass Duszak bei der kosmischen Agentur eine eher hintergründige Rolle einnimmt, sie lasse die Ausserirdischen lieber «selbst» sprechen. Diese «direkte» Kommunikation mit den Ausserirdischen sieht so aus, dass durch künstliche Intelligenz (KI) überattraktive Personen generiert worden sind, die eigeblendet werden, während eine KI Stimme Duszaks Verschwörungstheorien abliest. Wenn man bedenkt, dass sowohl bei Duszak, als auch bei Touber, KI zusammen mit Reptilienwesen und den Illuminaten die grösste Bedrohung für die Menschheit darstellen soll, dann ist das mehr als ironisch. Fraglich ist jedenfalls, was Duszak eigentlich zu Toubers Buch sagen würde. Angesichts der Verwendung kosmischen Agentur als Hauptinspiration für Toubers Buch liest sich folgendes Zitat auf Duszaks Website bittersüss:

«Unter keinen Umständen ist es erlaubt, die in unseren Kanälen und auf dieser Seite präsentierten Informationen zu kommerziellen Zwecken (Verkauf von Büchern und Werbematerial) zu veröffentlichen.»[2].

Verschwörungstrübsal

Toubers Buch bewegt sich in den letzten Kapiteln weiter durch diverse Abgründe und Verschwörungserzählungen. Die Ermordung von John F. Kennedy wird behandelt, der Ukraine-Krieg wird umgedeutet, der Klimawandel wird geleugnet und Chemtrails abermals erwähnt. Es ist die Rede von Nazis in der Antarktis, vom Römischen Reich, das nie gefallen sei, und nun den Vatikan stellen würde, und von Reptilien mit Drachen-Flügeln. Eine Erzählung überlagert die nächste und die düstere Stimmung, die zu Beginn heraufbeschworen wurde, macht sich nun vollends breit. In Anlehnung an die zuvor gestellte Frage nach der selbst gemachten Verwirrung, schliesst sich eine weitere Frage an. Welchen Mehrwert erhält man dadurch, tatsächliche Probleme abzustreiten und sich stattdessen neue auszudenken? Sind die realen Probleme nicht schon schlimm genug? Wahrscheinlich sind sie Touber vor allem eins: zu real. Und so erzählt er lieber andere Horrorgeschichten, die sich von gängigen Romanen besonders im Hinblick auf ihre Implikationen unterscheiden. Sich in Fantasiewelten zu flüchten, ist Verdrängung. Immer wieder zu betonen, dass alle Konflikte und alles Übel der Welt nur von einer einzigen Gruppe gesteuert werden, ist Hetze. Da helfen auch keine Verklausulierungen durch komplizierte Geschichten von Reptilien, Drakos und Illuminaten.

Unfreiwillige Introspektion

Was bleibt, ist die Rede von «wenigen jüdischen Bankiersfamilien, die beide Lager finanzierten. Sie finanzierten Hitlers Kriegsmaschinerie, was dazu führte, dass ihr eigenes Volk verfolgt und ermordet wurde.» (S.40). Was bleibt, ist Toubers Schilderung seines ahnungslosen, schockierten Protagonisten – ihn selbst – der angesichts des vielen Übels auf der Welt am Rande der Verzweiflung steht. Dabei hat er ja selbst all diese «Schandtaten» aufgeschrieben. Was bleibt, ist ein Bild, das sich in meinen Kopf gebrannt hat. Geradezu grotesk widerspricht Toubers Erzählung von attraktiven, perfekten Ausserirdischen, die ihm immer wieder neue «Wahrheiten» servieren, dem Hintergrund, vor dem dieses Buch geschrieben wurde: Ein älterer Mann sitzt vor dem Bildschirm seiner Wahl und konsumiert Verschwörungstheorien, die er dann zu einem Buch zusammensetzt. Dort kann er endlich der Held sein.

Julia Sulzmann, 02. Januar 2025

Quellen

[1] Baltrusch, E. (2015). Flavius Josephus. Seminarbeschreibung Freie Universität Berlin. Abrufbar unter: https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/bereiche/ab_baltrusch/studium/lehrveranstaltungen/15s/13003.html

[2] https://swaruu.org/transcripts/ Originalzital in englischer Sprache: Under no circumstances is it allowed to publish the information presented in our channels and on this page for commercial purposes (sale of books and promotional materials).