Lucis Trust / Weltumfassender Guter Wille

1922/1932 
Der Lucis Trust ist 1922 in den USA gegründet worden. Er versteht sich als Welt- dienst-Organisation zur Förderung rechter menschlicher Beziehungen und weltweiter Zusammenarbeit. Massgebend sind dabei besonders die Lehren von Alice Ann Bailey, geboren 1880 in Manchester und gestorben 1949 in New York.
Alice A. Bailey war ursprünglich Mitglied der Theosophischen Gesellschaft Adyar. Sie erhielt dann angeblich von Djwhal Khul, einem «geheimen Meister» oder Mahatma, die 24 Bücher über Esoterische Psychologie diktiert. Der «geheime Meister», so wird erklärt, lebte in einem physischen Körper im Himalaya und arbeitete mit Alice A. Bailey durch telepathische Kontakte. Das habe ihre Arbeit vor den gewöhnlichen Durchgaben von Medien ausgezeichnet. Während dieser Zeit kam es zu Spannungen und 1920 zu einer Spaltung der Theosophischen Gesellschaft. Alice A. Bailey gründete mit ihren Anhängern den Lucis Trust.

Nach ihren Vorstellungen erfreuen sich die Menschen auf Erden der Hilfe einer Hierarchie bewusster unsichtbarer Wesen, die auch das Neue Zeitalter vorbereiten. An der Spitze der Hierarchie steht Jesus, überragt von Buddha. Theosophische Lehren herrschen vor.

Der Lucis Trust umfasst folgende Tätigkeitszweige:

– Die Arkanschule mit Zentralstellen zur Schulung für erwachsene Menschen in Meditationstechnik und zur Entwicklung des geistigen Potentials in New York, London, Genf, Buenos Aires.

– Die Leihbibliotheken mit esoterisch-okkulten Büchern.

– Der Lucis Verlag zur Herausgabe der Bücher von Alice A. Bailey.

– Die Dreiecksarbeit mit Dreiergruppen, die durch Denkarbeit die Kraft des Gedankens und des Gebets verwenden, um Licht und guten Willen für die ganze Menschheit anzurufen.

– Der 1932 gegründete Weltumfassende Gute Wille zur Herstellung rechter menschlicher Beziehungen durch die praktische Anwendung des Prinzips des Guten Willens zur Unterstützung des esoterischen Standpunktes hinsichtlich der Errichtung der neuen besseren Weltordnung (Literaturherausgabe, Kommentare, Studienkurs).

In Genf wird jeweils an Pfingsten eine jährliche Konferenz der Arkanschule durchgeführt. Der Weltumfassende Wille sucht die Zusammenarbeit mit andern Organisationen, die wie er «zur Welteinheit, Stabilität und rechten menschlichen Beziehungen beitragen.» Er unterstützt u.a. die UNO und alle «Übergangsaktivitäten», die ins neue Zeitalter des Friedens und der Einheit führen.