Ukrainisch-Orthodoxe Kirche (Patriarchat von Kiew)

Im Jahr 1992 erklärte Metropolit Filaret von Kiew (*1929) den Austritt aus der Russisch-Orthodoxen Kirche nachdem sich Bischöfe in der Ukraine mehr Selbständigkeit forderten. Nach einem kurzzeitigen Zusammenschluss mit der Ukrainischen Autokephalen Orthodoxen Kirche, war die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche (UOK) wieder unabhängig unterwegs.

Nach mehreren Leitungswechseln trägt Filaret seit dem Jahr 1995 das Amt des Metropoliten. Im Jahr 1997 erteilte ihm die Russisch-Orthodoxe Kirche einen Kirchenbann. Nach der Jahrausendwende waren die bestehenden  orthodoxen Kirchen um eine Zusammenarbeit bemüht. Mit Zunehmenden Konflikten zwischen Russland und der Ukraine änderte sich auch das Befinden der Kirchen. So wurde im Jahr 2017 auch der Zutritt der Kathedrale der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche in Simferopol (auf der Halbinsel Krim) durch Russland verwehrt.

Im Jahr 2018 zählte die UOK 35 Eparchien, 4807 Gemeinden und mehrere Diözesen im Ausland.

Deutschland: etwa 110’000 Gläubige

Laut einer Bevölkerungsumfrage im Jahr 2016 bekannte sich 45.7 % der ukrainischen Bevölkerung der UOK.

In der Schweiz sind keine orthodoxen Gemeinden der Ukrainsch-Orthodoxen Kirche vorhanden. Für die Schweiz geografisch am naheliegendsten, ist die Gemeind ein München.

Ukrainisch-Orthodoxe Kirche
Innere Wiener Straße 1
DE-81667 München
http://www.ukrainisch-orthodox.de/index-de.htm

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