Sahaja Yoga

Sahaja Yoga ist eine neohinduistische Bewegung und deren Meditationstechnik. Der Sanskrit-Terminus sahaja meint „einfach“, „natürlich“.

Die Sahaja-Yoga-Bewegung geht zurück auf Sri Mataji Nirmala Devi (bürgerlich Nirmala Srivastava, 1923-2011). Nirmala Devi wuchs als Nirmala Salve in einer protestantischen Familie auf, war im Alter von 17 bis 19 Jahren Mitglied des Ashrams von Mahatma Gandhi, studierte dann zwei Jahre Medizin, heiratete 1947 den späteren Regierungsbeamten und UN-Funktionär Chandrika Prasad Srivastava.

In den frühen 70er Jahren tauchte Nirmala Devi im Umfeld von Osho, damals noch Bhagwan Rajneesh auf. Osho-Jünger sehen sie als ehemalige Osho-Schülerin. Nirmala Devi lässt durchblicken, dass Osho ihr in diesem und in einem früheren Leben nachgestellt habe. In einem früheren Leben sei sie Sita gewesen, Osho der wilde Ravana, der Sita entführte. Wie immer man dieses Verhältnis von Niurmala Devi zu Osho auch deuten will, SM hat in späteren Jahren immer wieder vehement vor Osho und seinen Jüngern gewarnt. Nachdem sie wahrscheinlich schon bei Osho Shaktipat, die mystische Form der Enegieübertragung kennen gelernt hatte, widmete sie sich nun bewusst der Kundalini-Shakti – jener göttlichen Energie, die zuunterst an der Wirbelsäule darauf wartet, geweckt zu werden, um dann durch die verschiedenen Energiezentren des Körpers, die Chakras, aufzusteigen. Nirmala Devi erlangte angeblich auch Heilungsfähigkeiten.

Im Jahr 1970 begründete Nirmala Devi Sahaja Yoga in Nargol/Indien.

2003 richtete Nirmala Devi den „World Council for the Advancement of Sahaja Yoga“ mit damals 19 Mitgliedern unter ihrer Führung ein. Dieses Gremium mit zurzeit 31 Mitgliedern leitet heute die Bewegunmg.

Von ihren Anhängern wird Nirmala Devi als Inkarnation des Heiligen Geistes verehrt. Nachdem Gott als Vater seinerzeit in Krishna in der Welt präsent war, nachher als Sohn in Jesus, weilte er schliesslich, so der Glaube von Sahaja Yoga, in Nirmala Devi als Heiliger Geist unter den Menschen.

Schon 1970 soll das grösste spirituelle Ereignis dieses Universums stattgefunden haben, als nämlich Nirmala Devi auf einem Strand nördlich von Mumbai das oberste Chakra (Scheitelchakra) öffnete und damit allen Menschen die Möglichkeit schenkte, ihre Kundalini-Kraft zwanglos und in ihrer ganzen Dynamik zu erfahren und damit ihre Einheit mit dem göttlichen Selbst zu erleben. Diese neue Möglichkeit beschreibt sie als Selbstverwirklichung, von allen Religionen angestrebt, aber erst jetzt durch sie ohne Anstrengung durch Sahaja-Yoga erreichbar. Diese mühelose Selbstverwirklichung ist ihr Geschenk an die Menschheit und gleichzeitig die erste Begegnung des Menschen mit der Wirklichkeit, mit dem eigenen göttlichen Selbst.

Mühelos ist die Selbstverwirklichung, weil einerseits die göttliche Mutter Nirmala Devi das Ziel erreicht und das Tor geöffnet hat, und weil sie andrerseits auch die göttliche Kraft in den Menschen weckt. Diese göttliche Kundalini-Kraft oder dieser Heilige Geist heilt und führt über alle Sorgen hinaus in endloses Glück. Wie aber kann Kundalini im Wurzelchakra an der Basis der Wirbelsäule erwachen und zwanglos aufsteigend sich entfalten? Die Hingabe an die Meisterin und eine Art mystische Gedankenfreiheit lösen gemeinsam das eigene unglückliche und wahngebundene Ego auf und lassen Reinheit, Unschuld und das göttliche Selbst aufleuchten.

Nirmala Devi verdient restlose Hingabe und Verehrung, weil sie als grosse Meisterin des Kundalini-Yoga und Heilerin von einem indischen Seher schon vor 2000 Jahren angekündigt worden sei. Sie werde, so heisst es in dieser Prophezeiung, durch blosse Berührung Menschen heilen und alten Menschen neue Jugend schenken. Auch im Johannes-Evangelium sieht Sahaja-Yoga Nirmala Devi vorausgesagt. Alles was das Neue Testament über den Heiligen Geist sagt, versteht Sahaja-Yoga zugleich auch als Aussage über Kundalini und NIrmala Devi. In Nirmala Devi ist der Geist erschienen, der die Menschen nach Joh. 16,13 in die volle Wahrheit führt. Kein Wunder, dass Nirmala Devi noch höher geschätzt wird als Christus.

Nirmala Devi gilt als Inkarnation der Adi Shakti, der ursprünglichen göttlichen Kraft, d.h. als Verkörperung der Gottheit schlechthin. Was immer in anderen Religionen als Gott verehrt wird, bündelt sich in dieser einen Gestalt der Nirmala Devi. So wird am Fest für Krishna Nirmala Devi als Krishna verehrt. Nirmala Devi gilt als höchster Gott und Schöpfer der Welt. Was immer mit ihr in Berührung kommt, wird heilig, z.B. das Wasser, mit dem man ihr die Füsse wusch, oder Haare aus ihrem Kamm.

Dem Bild von Nirmala Devi gebührt höchste Verehrung. Es wird mit speziellen Riten verehrt und die Jünger meditieren täglich davor. Schon kleine Kinder müssen die Bedeutung dieses Bildes kennen lernen. In den Kleinkinder-Internaten in Indien, Italien und Tschechien, denen die Eltern auf Weisung von Nirmala Devi ihre Kinder schon in frühen Jahren während Monaten oder Jahren anvertrauen, gelten Kinder, die vor dem Bild von Nirmala Devi schreien, als von dämonischen Mächten besetzt.

Nirmala Devi war eine der umstrittensten hinduistischen Meisterinnen, u.a. wegen ihrer Ansprüche bezüglich der eigenen Bedeutung, wegen massiver Eingriffe ins Privatleben ihrer Schülerinnen und Schüler, wegen der umstrittenen Kleinkinder-Meditationen, wegen Drohungen gegenüber Aussteigenden und wegen diskriminierender Aussagen zur Homosexualität.

Als Gottheit schlechthin habe Nirmala Devi – so berichten es ehemalige Mitglieder von Sahaja Yoga – immer recht gehabt. Alles, was sie tue, auch wenn es grausam erschien, sei als Ausdruck der Liebe zu ihren Jüngern gewertet worden. Als Gottheit kenne sie alle Menschen und wisse, was ihnen dient. Nirmala Devi greife deshalb mitunter massiv ins Leben ihrer Jünger ein. So würden diese oft von Nirmala Devi nach ihrer göttlichen Weisung zu Paaren gefügt. Manche so gefügte Ehe wurde aber, wie Ex-Mitglieder berichten, nachher auf göttliche Weisung hin auch wieder getrennt. Nirmala Devi gab vor zu wissen, was ihre Schülerinnen und Schüler brauchen. In kritischer Sicht spielte Nirmala Devi Schicksal, ganz wie es einer Gottheit oder besser: der Gottheit zusteht.

Nirmala Devi wurden auch zahlreiche Wunder – vor allem Heilungen – zugeschrieben. So soll sie auch Krebs und Aids geheilt haben. Wenn sie wollte, konnte sie nach der Meinung ihrer Jünger auch Kriege in Frieden verwandeln.

Bilder von Nirmala Devi mit eigenartigen Lichteffekten zeigen angeblich das wunderbare Aufleuchten ihrer göttlichen Kraft. Nirmala Devi konnte, so wurde nach Aussage von Ehemaligen behauptet, diese Kraft auch gegen ehemalige Jünger und Kritiker einsetzen. Austretenden habe Nirmala Devi gelegentlich unheilbare Krankheiten prophezeit.

Homosexualität wurde von Nirmala Devi, so berichten es Kritiker, als Zeichen von dämonischer Besessenheit gedeutet.

In der Schweiz existieren Meditationszentren in Basel, Bellinzona, Bern, Delsberg, Genf, Lausanne, Locarno, Lugano, Münchenstein, Neuenburg, Nyon, Pruntrut, Winterthur, Zug und Zürich.

Sahaja Yoga Schweiz
http://www.sahajayoga.ch/

Meditationszentrum Basel
Falknerstrasse 4
4001 Basel

Centro di meditazione Bellinzona
Sala per riunioni del Patriziato di Carasso
Via Galbisio 2
6503 Bellinzona-Carasso

Meditationszentrum Bern
Villa Stucki
Seftigenstrasse 11
3007 Bern

Centre de méditation Delémont
Rue du Haut-Fourneau 36
2800 Delémont

Centre de méditation Genève
Rue Ferrier 1
1202 Genève

Centre de méditation Lausanne
Chemin de Beau-Rivage 2
1006 Lausanne

Centro di meditazione Locarno
Spazio Elle
Piazza G. Pedrazzini
6600 Locarno

Centro di meditazione Lugano
Viale S. Franscini 20
6900 Lugano

Meditationszentrum Münchenstein
“Walzwerk”
Tramstrasse 56
4142 Münchenstein

Centre de méditation Neuchâtel
Chemin de la Plaine 5
2013 Colombier

Centre de méditation Nyon
Rue Saint-Jean 1
1260 Nyon

Centre de méditation Porrentruy
Rue de Lorette 1
2900 Porrentruy

Meditationszentrum Winterthur
Schulgasse 3
8400 Winterthur

Meditationszentrum Zug
Steinhauserstrasse 51
6300 Zug

Meditationszentrum Zürich
Viaduktbogen 16
Viaduktstrasse 55
8005 Zürich

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