World Mission Society Church of God

Name in Deutschland: Gemeinde Gottes des Weltmissionsvereins

Die «World Mission Society Church of God» entstand im Jahr 1985 in Südkorea als Abspaltung der «Witnesses of Jesus Church of God».

Die «Witnesses of Jesus Church of God» wurde im Jahr 1964 begründet vom Koreaner Ahn Sahng-hong (1918-1985). Ahn Sahng-hong wuchs in einer buddhistischen Familie auf, bekehrte sich aber 1947 zum Siebenten-Tags-Adventismus und wurde bei den STA getauft. Einige Jahre wirkte Ahn Sahng-hong in den STA mit, entwickelte dann aber eigene Endzeit-Lehren, so erwartete er die Wiederkunft Christi zuerst im Jahr 1967 und dann im Jahr 1988. 1962 wurde Ahn Sahng-hong aus den Siebenten-Tags-Adventisten ausgeschlossen.

Nachdem Ahn Sahng-hong im Jahr 1985 verstarb – drei Jahre vor dem erwarteten Endzeitdatum 1988 -, kam es zu einer Spaltung in der Bewegung. Eine Gruppe unter Chang Ghil-Jah trennte sich von der «Witnesses of Jesus Church of God» und entwickelte eigene Lehren: Ahn Sahng-hongs Tod wurde als Himmelfahrt gedeutet, und Ahn Sahng-hong als wiedergekommener Christus. Deshalb ersetzte die Abspaltung in ihrem Namen Jesus durch Ahn Sahng-hong und nannte sich «Witnesses of Ahn Sahng-hong Church of God».

Zudem erklärte sich die Leiterin der Abspaltung, Chang Ghil-Jal, zur «Himmlischen Mutter», zu «Gott-Mutter», die zusammen mit «Gott Vater» das Götterpaar bilden würde, das mit dem biblischen Plural «Elohim» für Gott gemeint sei. Wegen dieser Interpretation des Gottesnamens Elohim wurden die Mitglieder der «World Mission Society Church of God» auch als Elohisten bezeichnet.

Im Jahr 1997 wurde der Name «World Mission Society Church of God» angenommen, gleichzeitig begann die Mission im Ausland.

Gott wird als Götterpaar gesehen, dessen einer Teil Chang Ghil-Jal als «Gott-Mutter» darstellt.

Die Menschen werden als gefallene Engel verstanden, die durch die Riten der «World Mission Society Church of God» wieder in den Himmel zurückfinden könnten.

In adventistischer Tradition wird der Sabbat gefeiert. Die christlichen Feste werden abgelehnt.

Das Gewinnen von zehn neuen Mitgliedern gilt als Voraussetzung, um das himmlische Ziel zu erreichen.

In den Gottesdiensten sitzen Frauen und Männer getrennt. Frauen haben beim Gebet ihren Kopf zu bedecken.

Besondere Bedeutung hat die Passa-Feier, insbesondere zur Aufnahme neuer Mitglieder.

Mitglieder beachten drei festgelegte tägliche Gebetszeiten.

Die World Mission Society Church of God ist missionarisch äusserst aktiv. Geworben wird jeweils in Zweierteams, z.B. an Universitäten.

Typischerweise werden Angesprochene motiviert, sich noch am selben Tag taufen zu lassen und ein spezielles Aufnahme-Passa zu feiern.

Von Mitgliedern wird die Zahlung des Zehnten und weiterer Opfer erwartet.

Die World Mission Society Church of God wird kritisiert wegen ihrer intensiven Missionierung, die von vielen als Druck erlebt wird.

In der Vergangenheit wurden Mitglieder aufgefordert, sich von Ehepartnern, die nicht Mitglied werden wollten, scheiden zu lassen.

Dem Vernehmen nach wird von freundschaftlichem Kontakt zu Aussenstehenden abgeraten. Freundschaften sollten nur innerhalb der World Mission Society Church of God gepflegt werden.

Die Gemeinschaft behauptet, weltweit mehrere Millionen Mitglieder zu haben. Kritische Fachleute rechnen mit ca. 100’000 Angehörigen weltweit.

In der Schweiz sind Missionarinnen und Missionare aktiv, die sich als Studierende aus Korea ausgeben.

World Mission Society Church of God
50, Sunae-ro, Bundang-gu,
Seongnam-si,
Gyeonggi-do
Republic of Korea
https://watv.org/

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