Wyda
Andere Namen: Druiden-Yoga; Yoga der Kelten
Wyda soll den Ursprung bei den Druiden der Kelten haben, die zwischen ca. 800 v. Chr. bis 500 n. Chr. stark verbreitet waren. Die Druiden bildeten die geistige Elite der Kelten und waren als Geistliche, Lehrpersonen und Heilende tätig. Die Druiden gaben ihr Wissen mündlich weiter, weshalb es keine schriftlichen Überlieferungen gab, ausser denjenigen von den Römern, die über die Druiden schrieben. Wyda ist eine europäische Yoga-Art, die den Körper und den Geist in Einklang bringen soll. Diese körperliche und spirituelle Praxis sollen die Druiden täglich ausgeführt haben.
Sie benutzten sie für die Wiederherstellung der Einheit mit der Natur, damit sie durch diese Befreiung des Selbst nach «Gwenwyd», der «Weissen Welt» gelangen. Somit treten sie nicht in «Abred» ein, der für die Druiden die Wurzel alles Leides war. Wyda war dazu da, Abred zu durchbrechen.
Aljoscha Schwarz und Ronald Schweppe haben das Wyda wiederentdeckt, als sie einen Iren kennenlernten. Sie brachen mit der Traditionen der Druiden und schrieben das Wissen der alten druidischen Geheimlehre auf, um es davor zu bewahren, in Vergessenheit zu geraten. Die beiden Deutschen lernten den Iren Lliam O’Donnell zufällig kennen. In dessen Familie wurde dieses Übungssystem über Generationen weitervermittelt. Lliam O’Donnell gab sein Wissen an Schweppe und Schwarz weiter, die sich nach dem Zusammentreffen sehr für die Druiden und die keltische Kultur interessierten.
Die Praxis ist in den Bereich der Esoterik einzuordnen. Wyda wird auch als esoterische Schulung von Körper, Geist und Seele beschrieben. Die Durchführenden glauben, dass der Mensch im Einklang mit der Natur lebt und bedienen sich dazu passend des Animismus. Dieser besagt, dass alle Lebewesen, Pflanzen und natürliche Phänomene von einer spirituellen Kraft durchdrungen sind.
Der Schamanismus, der für die Druiden eine grosse Rolle spielte, ist in diesem Gebiet ebenso vertreten. Für das Ausführen des Wyda glaubt man daran, dass der Mensch drei Energiefelder besitzt: Das Vitalfeld, das Emotionalfeld und das Mentalfeld. Praktizierende gehen davon aus, dass das Vitalfeld im Bauchbereich ist und von dort aus alle körperlichen Funktionen gelenkt werden. Das Emotionalfeld sei im Brustbereich und aus ihm entstehen die Gefühle. Das Mentalfeld befinde sich im Kopfbereich und soll die Energiequelle für unsere geistige Funktion sein. Durch das Mentalfeld könnten wir Entschlüsse fassen und Erkenntnisse ermöglichen.
Wyda ist eine Yoga-Art. Diese führt man meistens in der Natur durch. Dabei kann man Energietöne singen, Energiemuster aufzeichnen und als Unterstützung auch Naturelemente benutzen. So kann man zum Beispiel einen Kreis mit Steinen und Gräsern bilden. Das Ziel von Wyda ist, dass die drei Energiefelder harmonisieren und sich der Energiekreis schliessen kann. Somit soll für ein inneres und äusseres Gleichgewicht gesorgt sein und man wird ruhig und geduldig. Wyda soll zu Stärke, Harmonie und Vereinigung führen. Es gibt viele verschiedene Übungen. Unter anderem ist die «Druidenfaust» ein wichtiges Element mehrerer Übungen. Dabei werden die Fäuste zusammengebracht, wobei sich die Daumen an der Kuppe berühren.
Da es keine älteren schriftlichen Überlieferungen gibt, weiss man nicht, wie genau die Druiden diese Art von Yoga praktiziert haben. Jede Person kann so die eigenen Präferenzen einfliessen lassen, weshalb eine originale oder einheitliche Anwendung schwierig ist.