Spiritual Portal

Älterer Name: Ashram Shambaly

Das Spiritual Portal ist eine Nachfolgeorganisation der neoschamanistischen Gemeinschaft Ashram Shambaly, die vom Russen Konstantin Rudnev gegründet wurde. Ashram Shambaly galt als eine äusserst kontroverse Gemeinschaft und ehemalige Mitglieder berichteten von diversen Missbrauchsformen. Im Jahr 2013 wurde Rudnev wegen versuchten Drogenhandels, Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu elf Jahren Haft verurteilt und im September 2021 wieder entlassen. Im März 2025 wurde er in Argentinien jedoch erneut festgenommen und ist noch heute inhaftiert. Neben Menschenhandel und Internetkriminalität werden ihm «Ritual Pornografie» und «systematisches Hungernlassen» vorgeworfen.

Das Spiritual Portal scheint von seiner Ehefrau Tamara Saburova geleitet zu werden. Auf dem hauseigenen YouTube-Kanal spricht sie zum Publikum und erteilt Ratschläge und Weisheiten.

Auch andere Personen, die früher mit Ashram Shambaly in Verbindung standen, verweisen nun auf das Spiritual Portal. Dazu gehört Aayla Shaman, eine Neoschamanin, die in Deutschland tätig ist.

In der Schweiz wurden an öffentlichen Orten Werbeflyer für das Spiritual Portal aufgelegt. Ob diese durch Aayla Shaman verteilt wurden, oder ob es weitere für das Spiritual Portal aktive Personen in der Schweiz gibt, ist nicht bekannt.

Das Spiritual Portal produziert diverse Sendungen und Videos, die auf YouTube unter dem Namen «Spiritueller Kanal» veröffentlicht werden.

In der animierten Videoserie «Star Messenger» wird der sogenannte «Supreme Priest of Sirius» von einem intergalaktischen «Council» auf die Erde geschickt, um die Welt zu retten. Der «Supreme Priest of Sirius» sieht aus wie das Abbild von Konstantin Rudnev. Zudem bezeichnete sich Rudnev selbst vermehrt als Ausserirdischer vom Planeten Sirius.

Das Abbild von Rudnev taucht unter verschiedenen Namen auf und wird als «erleuchteter Weiser» bezeichnet. Oft wird er gemeinsam mit Jesus, Buddha oder verschiedenen Engeln abgebildet.
Das Spiritual Portal bedient sich also christlicher, buddhistischer, schamanischer und esoterischer Motive.

Zu den Themen « Family», «Tantra», «Love», «Wealth», «Health», «Protection», «Predestination», «Super-Abilities» und «Female Power» bietet das Spiritual Portal eine Auswahl an selbstproduzierten Videos, Büchern und Symbolbildern.

Das Spiritual Portal veranstaltet «Online Courses», «Webinars» und «Retreats». Die meisten Angebote scheinen online stattzufinden, meist in Form von wöchentlichen YouTube-Videos. Es gibt ein Kontaktformular mit spezifischen Fragen an die interessierte Person. Über das Formular kann offenbar persönlicher Kontakt zu den Menschen hinter dem Spiritual Portal hergestellt werden.

Weiter wird eine «Individual Session» in Form einer Zoom-Sitzung angepriesen. Das «Online-Ritual» soll zwischen 15 und 40 Minuten dauern.

Unter der Rubrik «Magic Objects» werden Talismane und Amulette angepriesen. Sie sollen den Menschen angeblich Kraft geben, sie beschützen und ihnen zu Glück und Erfolg verhelfen. Auch das Berufs- und Liebesleben soll durch sie optimiert werden. Ein Webshop ist jedoch nicht zu finden. Es scheint, als müsse zuerst der persönliche Kontakt hergestellt werden, bevor Interessierte die Möglichkeit erhalten, die «Magic Objekts» einzukaufen.

Die Finanzierung des Spiritual Portals ist nicht transparent dargelegt. Die Preise für Seminare oder Einzelsitzungen werden nicht im Voraus angegeben.

Bei den YouTube-Videos wird vermehrt Werbung geschaltet.

Das Spiritual Portal ist umstritten wegen seiner Verbindung zur stark kritisierten ehemaligen Gemeinschaft Ashram Shambaly und deren inhaftiertem Führer Konstantin Rudnev.

Das Spiritual Portal verspricht seiner Kundschaft explizit Gesundheit, Reichtum, Liebe, Anerkennung, Fruchtbarkeit und weitere positive Erlebnisse, wenn seine Angebote wahrgenommen werden. Die Gefahr besteht, dass so mit der Hoffnung vulnerabler Kundschaft gespielt wird. Wenn eine Person sich wegen eines gesundheitlichen Problems dem Spiritual Portal zuwendet und so medizinische Hilfe vernachlässigt wird, können diese Versprechen gravierende Folgen mit sich ziehen.

Der YouTube-Account «Spiritueller Kanal» verfügt über 4040 Followers.

Die Anzahl Video-Aufrufe reichen von 72 bis zu maximal ca. 5’000.

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