Mennoniten

Andere Namen: Täufer, Alttäufer

Die Mennoniten sind aus den Täufern der Reformationszeit herausgewachsen. Nach turbulenten Entwicklungen um Endzeitpropheten und den von Täuferpredigern geleiteten Umsturz in Münster samt Versuch der Errichtung des Tausendjährigen Reichs 1534/35, ordnete der ehemalige katholische Priester Menno Simons (1496–1561) die Täuferbewegung neu und wies sie einen unpolitischen, pazifistischen Weg. Nach ihm benennen sich die Täufer als Mennoniten.

Die Gemeinden in der Schweiz waren bis ins 19. Jahrhundert hinein der Verfolgung durch die eidgenössischen Stände ausgesetzt, was zu Fluchtbewegungen führte. Aus Mennonitengemeinden, die aus dem Bernischen ins Elsass flohen, haben sich die Amishen entwickelt.

Seit dem 19. Jahrhundert treffen sich die Mennonitengemeinden in der Schweiz zum gegenseitigen Austausch, woraus sich die Konferenz der Mennoniten der Schweiz KMS entwickelt hat.

Im Jahr 1925 wurde in Basel die Mennonitische Weltkonferenz MWK (Mennonite World Conference) begründet.

Die Entwicklung der Mennoniten in der Schweiz war in den letzten 30 Jahren leicht rückläufig. Während sich im Jahr 1990 noch 14 Gemeinden mit insgesamt 2’700 Mitgliedern zur Konferenz der Mennoniten in der Schweiz gerechnet haben, sind es heute noch 13 Gemeinden mit zusammen 2’300 Mitgliedern.

Die Mennonitengemeinden halten sich bei allen bereits angedeuteten Unterschieden an die Heilige Schrift. Wichtig sind ihnen der Glaube an Christus, die Rechtfertigung allein aus Glauben und die Nachfolge Jesu Christi. Sie lehnen den Eid ab.

In der Schweiz wird die grundsätzliche Betonung der Wehrlosigkeit bei gleichzeitiger Bejahung des Zivildienstes unterschiedlich betont. Die Konferenz zählt sich zu den historischen Friedenskirchen und fördert die aktive Teilnahme an gewaltfreien friedensfördernden Initiativen.

Die Mennoniten sind in selbständigen, vom Staat unabhängigen Einzelgemeinden organisiert, die sich am Bild der neutestamentlichen Gemeinde orientieren. Viele üben Kirchenzucht. Die Gemeindeleitung liegt (in der Regel) in den Händen von Ältesten, Predigern und Diakonen.

Mennonitengemeinde Basel-Holee
Holeestrasse 141
4054 Basel
http://www.mennoniten-basel.ch/

Evangelische Mennoniten-Gemeinde (Alttäufer) Bern
Schosshaldenstrasse 43
3006 Bern
https://www.mennoniten-bern.ch/

Mennonitengemeinde Brügg
Poststrasse 3a
2555 Brügg
http://www.bruegg-menno.ch/

Eglise évangélique mennonite de Courgenay
Le Borbet 38
2950 Courgenay
https://www.menno-courgenay.ch/

Alttäufergemeinde Emmental
http://emmental.menno.ch/

Standort Langnau:
Kehrstrasse 12
3550 Langnau

Standort Bowil:
Aebnit
3533 Bowil

Communauté anabaptiste (Mennonite) La Chaux-d’Abel
La Chapelle
2333 La Chaux-d’Abel
http://chaux-dabel.ch/

Église mennonite évangélique des Bulles
Les Bulles 17
2300 La Chaux-de-Fonds
http://www.mennobulles.ch/

Evangelische Mennonitengemeinde Kleintal
Église Évangélique Mennonite du Petit-Val
https://mennopetitval.com/

Standort Moutier:
Rue Neuve 33
2740 Moutier

Standort Moron:
Hameau de Moron
2712 Le Fuet

Standort Les Ecorcheresses
Le Perceux 25
2748 Les Ecorcheresses

Evangelische Mennonitengemeinde Schänzli
Pestalozzistrasse 4
4132 Muttenz
https://www.menno-schaenzli.ch/

Evangelische Mennonitengemeinde Sonnenberg
Eglise Evangélique Mennonite du Sonnenberg
https://www.menno-sonnenberg.ch/

Standort Tramelan:
Rue des Prés 21
2720 Tramelan

Standort Les Mottes:
Les Mottes
2362 Montfaucon

Standort Le Jean Guy
Le Jean Guy
2720 La Tanne

Église évangélique mennonite EEMT
Chemin de Belfond 37
2710 Tavannes
https://www.eemt.ch/

Église Évangélique Mennonite de la Vallée de Delémont
Fenatte 2
2854 Bassecourt

Église Évangélique Mennonite du Vallon de Saint-Imier
Route Principale 19
2612 Cormoret
http://www.eemvs.ch/

Weltweit wurden im Jahr 2009 insgesamt 1,6 Millionen Mennonitinnen und Mennoniten in 82 Ländern gezählt.

Die Konferenz der Mennoniten in der Schweiz umfasst zurzeit 13 Gemeinden mit ca. 2’300 Mitgliedern.

Konferenz der Mennoniten der Schweiz
Worbstrasse 220B
3073 Gümligen
https://www.menno.ch/

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