Evangelische Täufergemeinden (ETG)

Andere Namen: Bund der Gemeinden Evangelisch Taufgesinnter (bis 1992), Neutäufer, Fröhlichianer, Nazarener

Im Jahre 1831 setzte die aargauische Regierung Samuel Heinrich Fröhlich (1803–1857), Vikar in Leutwil/CH, ab, weil sie seine erwecklichen Predigten als Schwärmerei verurteilte. Fröhlich sammelte in der Schweiz, in kleinerem Ausmass auch in Süddeutschland und im Elsass, eigene Gemeinden. 1839/40 trug der Schlossergeselle Johann Denkel Fröhlichs Anschauungen in seine ungarische Heimat, wo eine Reihe von «Nazarener»-Gemeinden entstanden. Durch Auswanderer bildeten sich auch in den USA Taufgesinnte-Gemeinden. Sie nennen sich Apostolic Christian Church (Nazarean).

Der zur Gemeinde gehörende Evangelische Missionsdienst betreut und unterstützt ca. 100 Missionare auf verschiedenen Kontinenten. – Der 1985 gegründete Bund der Evangelischen Täufergemeinden dient der Koordination und der Förderung des Gemeindelebens. Jede Gemeinde ist selbständig und wird von Ältesten und Lehrbrüdern, mehrheitlich Laien, betreut. Sie fühlt sich dem weltweiten Leib Christi zugehörig. Voraussetzung zur Mitgliedschaft wie auch zur Teilnahme am Abendmahl sind Bekehrung, Wiedergeburt sowie der Gehorsam dem Wort Gottes und Jesus Christus gegenüber. Die ETG üben die Gläubigentaufe. Den Mitgliedern wird, wenn kein Zivildienst besteht, der waffenlose Militärdienst empfohlen. Der Eid wird verworfen.

Info Freuet Euch

CH: 23 Gemeinden, ca. 2 000 Mitglieder

D: 11 Gemeinden, ca. 1 500 Mitglieder

F: 2 Gemeinden

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