Chrischona-Gemeinden

1840 gründete Christian Friedrich Spittler (1782–1867), der Sekretär der «Deutschen Christentumsgesellschaft», die Pilgermission St. Chrischona bei Basel. Sein Nachfolger, Carl Heinrich Rappard, führte die vierjährige evangelistisch biblisch-theologische Ausbildung ein. Heute studieren im Prediger- und Missionsseminar St. Chrischona hauptsächlich Männer aus der Schweiz und aus Deutschland. Nach der Ordination dienen die Absolventen im eigenen Werk, auf den eigenen Missionsfeldern oder in weiteren Gemeinden und Missionsgesellschaften. Die 1909 gegründete Bibelschule für Frauen vermittelt eine zwei- bzw. dreijährige Ausbildung für den Gemeinde- oder Missionsdienst. 1925 wurde das Diakonissen-Mutterhaus dem Werk angegliedert. 1869 sind in der Schweiz die ersten Versammlungen gegründet worden (Chrischona-Gemeinschaften). In Deutschland wurde ab 1878 besonders in Hessen, Saarland und vereinzelt in Süddeutschland mit der Bildung eigener Gemeinschaften begonnen. Im Elsass begann die Arbeit 1913. Ein grosser Teil der Chrischona-Gemeinden in der Schweiz ist freikirchlich geprägt. Zahlreiche Versammlungsbesucher sind gleichzeitig Mitglieder der Landeskirchen. Die Gemeindeleitung liegt in den Händen des Predigers und des Brüderrates. An der monatlichen Vereinsversammlung der Pilgermission nehmen die Bezirksvorsteher teil. Die Chrischona-Gemeinden haben mit andern zusammen das Erbe des Pietismus übernommen. Sie stehen auf der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz. Das Gemeinschaftswerk sieht seinen Auftrag in der Evangelisation und Gemeinschaftspflege. Dementsprechend ruft es die Menschen zur Bekehrung und Wiedergeburt, zur Heiligung und zur Ausrichtung auf die Wiederkunft Jesu Christi auf. In der Schweiz sind die Chrischona-Gemeinden Mitglied des

Verbandes evangelischer Freikirchen und Gemeinschaften in der Schweiz (VFG), in Deutschland gehören sie dem Gnadauer Gemeinschaftsverband an. Zum Gemeinschaftswerk gehören fünf Stadtmissionsarbeiten im südlichen Afrika. Eine eigene Missionsarbeit in Äthiopien musste 1977 aufgegeben werden. Seither arbeiten die Missionare der Chrischona-Mission in Verbindung mit der Deutschen Missionsgemeinschaft in Kenia, in Äthiopien, in Benin, im südlichen Afrika, in Chile und Peru. Enge Kontakte bestehen auch zur Überseeischen Missions-Gemeinschaft (Fortsetzungswerk der 1865 von Hudson Taylor gegr. «China-Inlandmission»). Darüber hinaus stehen ehemalige Seminaristen und Bibelschülerinnen im Dienst von über 30 Missionsgesellschaften.

Chrischona-Magazin

CH: 101 Gemeinden und 110 eigene Kapellen, ca. 6 000 eingeschriebene Mitglieder, davon sind etliche gleichzeitig Mitglied der Evangelischen Landeskirche (Doppelmitgliedschaft); ca. 10 000 Gottesdienstbesucher

D: 54 Gemeinden, ca. 9000 Gottesdienst- und Veranstaltungsteilnehmer. Die meisten sind auch Mitglied der Evangelischen Landeskirchen

F: 14 Gemeinden, ca. 1000 Gottesdienstbesucher

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