Schweizerische Pfingstmission (SPM)

Die Schweizerische Pfingstmission ist der grösste und älteste der pfingstlerisch-charismatischen Gemeindeverbände in der Schweiz. Zur SPM fanden sich Gemeinden zusammen, die ab 1907 durch die Wirksamkeit pfingstlerischer Missionare in der Schweiz entstanden waren. Diese ersten Pfingstgemeinden waren in den ersten Jahrzehnten ihrer Existenz organisatorisch gänzlich autonom. Die Notwendigkeit einer übergemeindlichen Struktur, die 1935 zur Gründung eines Verbandes führte, ergab sich wesentlich aus dem Wunsch der einzelnen kleinen Gemeinden, Missionare aussenden zu können, wozu sie alleine nicht in der Lage waren. Noch immer wird aber in der SPM die Autonomie der Lokalgemeinde gross geschrieben. So ist jede Gemeinde in der Verwaltung ihrer Finanzen und in der Entlöhnung des Predigers frei. Die Ordination von Predigern ist aber Sache des Verbandes, dem seit 1997 Max Schläpfer als Präsident vorsteht. Frauen können als Pastoralassistentinnen Lehrfunktionen wahrnehmen, die Ordination zu Pastoren, welche befugt sind, Gemeinden zu leiten, ist aber Männern vorbehalten. Die SPM erlebte im Laufe des 20. Jahrhunderts ein kontinuierliches Wachstum – insbesondere innerhalb der sozialen Schicht des Kleinbürgertums –, verstärkt noch im Jahr 1993, als eine Mehrheit der Gemeinden des damals Konkurs gegangenen Verbandes der Freien Christengemeinden (FCG) zur SPM stiess. Die lokalen Gemeinden machen in ihrer jeweiligen Benennung nur zum Teil vom Begriff Pfingstmission Gebrauch. Zum Teil führen sie den Titel «Freie Christengemeinde», oder andere Namen, wie die grösste Lokalgemeinde der SPM, das Christliche Zentrum Buchegg in Zürich. In Lehrfragen gibt es, wegen der Autonomie der Lokalgemeinden, zwischen einzelnen SPM-Gemeinden durchaus Unterschiede. In grundlegenden Fragen besteht aber Einigkeit: In der Tradition der Erweckungsbewegung lehrt die SPM die Unfehlbarkeit der Bibel und die Notwendigkeit einer bewussten, biographisch eindeutigen Entscheidung für Gott, im Gefolge des Baptismus wird die Kindertaufe verworfen und Erwachsenentaufe (ab 16 Jahren) durch Untertauchen praktiziert. Spezifisch pfingstlerisch ist die Lehre der Geistestaufe, eines auf die Bekehrung folgenden Erlebnisses, das nach Ansicht von SPM-Theologen üblicherweise genau datierbar und «in der Regel» von Zungenrede, einem Sprechen in unverständlichen Silben, begleitet ist, welches als Wirkung des Heiligen Geistes gedeutet wird. Das Erlebnis der Geistestaufe gehört zum normalen Glaubensweg dazu und wird von SPM-Mitgliedern deshalb gesucht. Voraussetzungen zum Empfang der Geistestaufe sind Bekehrung, Heiligung, Glaube, Gehorsam und Gebet. Heiligung wird heute, so der gegenwärtige Präsident der SPM, Max Schläpfer, «in der SPM als kontinuierlicher Prozess der Umgestaltung des Charakters gemäss den biblischen Vorgaben, sowie Gehorsam und Umsetzung der biblischen Lebensprinzipien für jeden Bereich des Lebens (z.B. Familie, Ehe, Arbeit, Sexualität, Zeiteinteilung, geistlicher Dienst etc.) verstanden». Von neuen Strömungen innerhalb der Pfingst- und charismatischen Bewegung blieb auch die SPM nicht unbeeinflusst, so wurde in den letzten Jahren das Modell der Zellgemeinde, der Einbindung der Mitglieder in kleine Gruppen zur gegenseitigen glaubensmässigen Unterstützung, aufgenommen und weiterentwickelt.

CH: 70 Gemeinden, 9 500 Mitglieder

Schweizerische Pfingstmission
Hofwiesenstrasse 141
CH-8057 Zürich
Tel.: +41 (0)62 832 20 10

www.pfingstmission.ch