Die Gesellschaft für inneres Wachstum des Sri Sri Ravi Shankar

Die «Gesellschaft für inneres Wachstum» möchte unser «Leben zu einer Feier werden lassen.» Um dieses Ziel zu erreichen, bietet sie diverse Seminare und Lehrgänge und Kurse an: Der Kurs «Die heilende Kraft des Atmens», ist «der ideale Einstieg in die Lehren von Sri Sri Ravi Shankar» und vermag zusammen mit der Methode des sog. Sudarshan Kriya «alle Zellen mit Sauerstoff zu versorgen», negative Gefühle, «als Giftstoffe im Körper abgelagert», aufzulösen und den Geist in seiner Mitte ruhen zu lassen. Die Sahaja Samadhi Meditation führt uns zum Frieden und Glück, das wir eigentlich schon in uns tragen, «nur durch ein paar Wolken von Stress und Belastung verdeckt. Diese Wolken werden durch die Sahaja Samadhi Meditation vertrieben.» Die Fortgeschrittenenkurse der «Kunst des Lebens» führen mit Meditation, Eintauchen in die innere Stille, Tanz, Feier und Musik in jene «dynamische Frische,» die nach dem Kurs weiterwirkt als Erfolg im Leben. Abgerundet wird das Glücksverwirklichungsprogramm durch eigens organisierte Lachgruppen: «Die Kunst ist zu lachen, was Dir auch zustossen mag»; «wenn nichts da ist, worüber wir lachen können, brauchen wir nur unseren eigenen Geist zu betrachten und schon können wir lachen.» Diese Empfehlungen wecken im Kritiker die Frage, ob die Lachgruppen ihre Kunst so weit beherrschen, dass es ihnen auch gelingt, über «Seine Heiligkeit» Sri Sri Ravi Shankar und dessen Glücksverwirklichungsprogramm zu lachen. Wenn ja, würde die Gesellschaft für inneres Wachstum alle Regeln der üblichen Gurubewegungen durchbrechen. Ravi Shankar wurde 1956 in Bangalore, Südindien, in einer wohlhabenden Familie geboren. Seine Jugend war – wie die Bewegung betont – geprägt durch den Geist des Jahrtausende alten vedischen Wissens und die Botschaft der christlichen Nächstenliebe. Er hat – wie man sich unter den Anhängern erzählt – schon im Alter von vier Jahren die Bhagavadgita rezitieren können und mit 8 Jahren das Studium der klassischen vedischen Literatur begonnen. Ende der 70er Jahre verbrachte er zwei Jahre (mit Unterbrüchen) in der TM-Bewegung auf dem Seelisberg in der Schweiz (s. Kap. Transzendentale Meditation). Unter seinen Schülern finden sich frühere Schüler von Maharishi Mahesh Yogi. Seit 1982 entwickelte er – «inspiriert durch eine Zeit der Stille» – die Kunst-des-Lebens-Kurse und bietet sie weltweit an. Die innert wenigen Jahren auf- gebauten 12 europäischen Zentren zeigen zusammen mit dem produktiven Panchagiri Verlag mit seinen vielen Buchtiteln (z.B. «Gott liebt Spass»), dass Ravi Shankar mit seiner Mischung aus indischem Vedanta (das Absolute ist der Wesensgrund jedes Menschen) und moderner Glücksuche und Freude am Spass eine attraktive und einträgliche Form einer zeitgenössischen Spiritualität gefunden hat. Dass dieser Spass auch zu denen findet, die im Moment nichts zu lachen haben, dafür sorgen die verschiedenen Sevaprojekte, humanitäre Aktionen und Organisationen, vornehmlich in Indien. Das deutsche Zentrum ist in einem ehemali- gen Kurhotel im Schwarzwald (mit Quellensaal!) untergebracht und bietet seit Beginn des Jahres 2000 Ayurveda-Kurse an.

Stella Dupuis
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Dr. Eberhard Baumann
Akademie Bad Antongast
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