Divine Light Zentrum

Swami Omkarananda, der Leiter des DLZ, wurde am 25.12. 1928 in Südindien geboren. Lange Jahre lebte er als Mönch im Ashram Swami Sivananda im nordindischen Rishikesh. 1966 liess sich Swami Omkarananda auf Einladung einer Schweizerin im Brühlberg-Quartier in Winterthur/CH nieder. Er gründete und leitete das Divine Light Zentrum. Liegenschaftskäufe und die Massierung von Anhängern führten zu Spannungen mit der Umgebung. In der Folge kam es zu einer grossen Zahl vom DLZ eingeleiteter Prozesse und schliesslich 1975 zu einem von irregeleiteten Anhängern verübten Sprengstoffanschlag. Swami Omkarananda wurde als Mitverantwortlicher gerichtlich verurteilt, jedoch wurde später dieses Urteil stark kritisiert. Ein Kreis von wenigen hundert Anhängern hat ihm auch während des Gefängnisaufenthaltes (1979–1985) und der anschliessenden Landesverweisung (bis zum Jahr 2000) weiterhin als geistigen Lehrer betrachtet. Omkarananda hielt sich bis zu seinem Tod im Januar 2000 in Europa auf. Er hat Indien – und damit auch den Ashram seiner Anhänger in Rishikesh – seit 1966 nicht mehr gesehen.Das kleine Zentrum in Deutschland ist von Stühlingen (Baden) nach Büsingen, einer deutschen Exklave bei Schaffhausen, verlegt worden. Kleine Aussenstellen befinden sich auch in Höchst/A und an einzelnen anderen Orten. Die Spannungen in Winterthur sind abgeklungen.

Das DLZ widmet sich nach eigenen Aussagen der «geistig-religiösen Arbeit nach der Lehre des Evangeliums». Allerdings spielen für Swami Omkarananda auch die Veden eine wichtige Rolle. Aufgabe ist es, das Göttliche in uns zu verwirklichen. Nach Swami Omkarananda vollzieht sich diese Verwirklichung besonders durch die Meditation, vor allem durch die Mantra-Meditation. Das Mantra ist eine heilige Silbe, z.B. OM (= Silbe für das Göttliche). Indem OM meditiert wird, verwirklicht sich OM (das Göttliche) im Menschen.