OM Haidiyakhandi Foundation, Stiftung zur Förderung von Frieden und Harmonie, Babaji-Zentren

Der Inder Sri Babaji (auch Sri Herakhan-Bagaji und in deutschen Texten Babadschi genannt) wirkte von 1970 bis zu seinem Tod im Jahre 1984 im nordindischen Haidakhan. Er wird als Inkarnation des mystischen Maha Avantar Babaji verehrt. Sein Geburtsdatum und seine Herkunft sind unbekannt, was seine Person noch zusätzlich in ein göttliches Geheimnis tauchte. Babaji (s.o.) erscheint und verschwindet wieder – so will es der Mythos – je nach Belieben schon seit Jahrhunderten. Im Moment ist innerhalb der Bewegung noch keine neue Inkarnation des Babaji aufgetreten. Die Faszination dieses von Mythen umrankten jungen Inders ohne viel Bildung, aber mit offensichtlichem Charme, lockte eine grosse Schar indischer und westlicher Verehrer – darunter viele Verehrerinnen – nach Haidakhan, in ein kleines Dorf im nördlichen Indien, wo Babaji lebte, seinen Ashram baute und seine Schüler empfing. Deshalb tragen alle Organisationen weltweit den Namen Haidakhan oder Babaji. Weltweit gibt es einige tausend Mitglieder und ein Mehrfaches an Sympathisanten. Um 1980 sind die Organisationen in Deutschland und der Schweiz entstanden, z.B. das «Zentrum der Einheit» auf Schweibenalp im Berner Oberland. Hier werden nebst den eigentlichen Babaji-Lehren auch Kurse in verwandten Gebieten wie Naturheilkunde, Spirituelle Kunst, Geistheilen etc. angeboten, ohne Bindung an eine bestimmte Religion. Aber der hinduistische All-Eins-Gedanke bleibt für das Leben im Zentrum unverzichtbar.

Die religiöse Welt Babajis ist geprägt von der traditionellen Shiva-Spiritualität, angereichert mit der auch im Hinduismus schon lange bekannten Aussicht auf ein bevorstehendes Ende der Welt. (Dahinter steht eine Theorie von sich stetig verschlechternden Zeiten, wir leben im schlimmsten, im Kali-Zeitalter). Babaji war überzeugt von der immensen Kraft der alten Feuerzeremonie, die dem Gläubigen hilft, die Nöte der Endzeit zu lindern. Das Wissen um die Unvermeidlichkeit des Kampfes – das alte Riesenepos, das Mahabharata, ist ein einziges Bekenntnis zu dieser tragischen Einsicht – rückte Babaji in die Nähe faschistischer Kampfverherrlichung. Dass er im gleichen Atemzug sich zur Einheit aller Menschen, zum «ewigen Gesetz» der Wahrheit, Einfachheit und Liebe bekennt, verwundert nur den, der die hinduistische religiöse Welt noch nicht als Einheit aller Gegensätze verstanden hat. Das scheinbar Unvereinbare reicht sich im Hinduismus die Hand. Bhakti und Karma-Yoga, die Liebe zu Gott und die selbstlose Arbeit und der Dienst am Nächsten waren für Babaji. wegleitend. Alle Zentren pflegen die einfache Lebensführung, eingebunden in tägliche Arbeit und in den Gottesdienst mit vedischen Feuer- und Tempelzeremonien. Die Organisation ist einfach und wenig strukturiert. Der Präsident des indischen Vereins ist gleichzeitig Oberhaupt und spiritueller Leiter weltweit. In zahlreichen Ländern der westlichen Welt gibt es heute Zentren und jedes Land hat eigene Publikationen.

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