ICF-Movement

Andere Namen: International Christian Fellowship, ICF Church, ICF-Bewegung

Die ICF-Bewegung entsteht aus überkonfessionellen Lobpreis-Gottesdiensten, die von Gemeindegründer Heinz W. Strupler ab 1990 organisiert werden. Kurze Zeit später gehen daraus mehrere Gemeinden und eine Bibelschule »Institut für Gemeindebau und Weltmission«, kurz IGW, hervor. 1994 übernimmt Leo Bigger von Heinz W. Strupler die Leitung von ICF und gründet 1996 den Verein ICF Church. Als 1999 in Bern und Basel weitere ICF Gemeinden gestartet werden, wird die Mutterkirche zu ICF Zürich umbenannt, während der ganze Verband sich ICF Movement nennt. Die Organisationsstruktur der ICF-Bewegung sieht keine Mitglieder vor und wird durch freiwillige Spenden von Kirchenangehörigen finanziert. Im Jahr 2015 erreicht ICF Zürich wöchentlich 3200 Menschen, aufgeteilt auf sechs verschiedene Standorte (genannt Locations), im und um den Raum Zürich. Die internationale Ausrichtung der ICF Bewegung bringt die Gründung zahlreicher Ableger in Deutschland, Österreich, Tschechien, Niederlande, Israel, Kambodscha und Albanien hervor, wobei im April 2016 51 Gemeinden, verteilt über Europa, gezählt werden. Die ICF-Bewegung ist theologisch der neocharismatischen Bewegung zuzuordnen und legt Grundsatzfragen nach evangelikalem und charismatischem Gedankengut aus. Im Blick auf theologische Positionen und Lehrmeinungen hält sich das ICF jedoch bewusst zurück und pflegt stattdessen eine undogmatische, auf das praktische Vorbild von Jesus konzentrierte Haltung. Vermittelt wird eine gemeinsame Methodenlehre, die theologische Überzeugungen nicht in Stein meisselt. Aufgrund dieser Haltung sind einzelne Gemeinden der ICF Bewegung theologisch unterschiedlich evangelikal und charismatisch geprägt. Alle Gemeinden folgen aber einer gemeinsamen Vision und halten dieselben Grundwerte hoch. »ICF Zürich ist eine überkonfessionelle Freikirche auf biblischer Grundlage, die aus dem Traum entstanden ist, Kirche für die Menschen dynamisch, lebensnah und zeitgemäss zu gestalten.« Mit diesen Worten beschreibt sich das ICF auf der eigenen Website und tritt als Kirche »am Puls der Zeit« auf, die vor allem Junge und Junggebliebene ansprechen soll. Das ICF investiert viel in Projekte und Angebote, die über den wöchentlichen Gottesdienst hinausgehen. Mit selbstkomponierten Worship-Songs, einer Fernsehsendung, Musicals, Online-Gottesdiensten, einem eigenen College zur Mitarbeiterschulung sowie sozialdiakonischen Angeboten interpretiert das ICF seinen Missionsauftrag und bietet Unterstützung in verschiedenen Lebenslagen. Bei den Aktivitäten und Darbietungen wird grosser Wert auf Qualität gelegt, welche durch aufwändige und professionelle Produktionen erreicht wird. Die Mutterkirche ICF Zürich ist die besucherstärkste Gemeinde der Bewegung und seit der Gründung miet- oder platzbedingt häufigen Gebäudewechseln ausgesetzt. Im Jahr 2016 beteiligt sich das ICF Zürich am Bau eines Eventparks und findet als Hauptmieter zum ersten Mal eine langfristige Gebäudelösung.

CH: 24 Gemeinden
FL: 1 Gemeinde
D: 21 Gemeinden
A: 3 Gemeinden