Legio Mariae

andere Name: Legion Mariens, Legion of Mary

Die Legio Mariae wurde 1921 als «Gemeinschaft Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit» von 15 Frauen und Frank Duff (Jesuitenschüler und Angestellter im Finanzministerium) in Irland gegründet. Ab 1925 erhielt sie den Namen «Legio Mariae».

Das Ziel der Bewegung war es, eine neue Form des Laienapostolats zu begründen. Während zunächst nur Frauen der Bewegung angehörten, schlossen sich ab 1929 auch Männer an. Die Gruppierung besuchte Krankenhäuser und Prostituierte sowie Obdachlose. Sie beschrieb ihre «Abenteuer» im Buch «Wie man die Welt erobert» und gründeten eine Unterkunft für obdachlose Männer in Dublin.

Die Legion errichtete ab 1928 auch Standbeine in Schottland, London und 1931 auch in Indien. Im selben Jahr segnete Papst Pius XI. die Legion. Am Eucharistischen Weltkongress 1932 in Dublin lernten Bischöfe aus aller Welt die Legion kennen, woraufhin sie bekannter wurde. Es folgte eine Ausbreitung in New Mexico, Nigeria, USA, Kanada, China (wo sie nach Mao Zedongs Machtergreifung verboten wurde), Österreich und Südamerika. Heute ist die Legion Mariens in 170 Ländern mit aktiven Legionären und Hilfslegionären aktiv.

Die Legion Mariens (auch Legio Mariae oder Leigion of Mary) vertritt einen katholischen Glauben. Als geistiger Vater gilt der heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort. Die Legion will durch ihr Apostolat die Liebe zu Gott bestärken.

Das Präsidium der Legion Mariens trifft sich wöchentlich, um zu beten und über aktuelle Projekte zu sprechen. Dies dauert nicht länger als eine halbe bis eine Stunde. Der Ablauf ist dabei immer derselbe: Man versammelt sich um einen Altar von Maria, der mit Blumen geschmückt ist, ruft den Heiligen Geist an und betet den Rosenkranz. Es folgt die Lesung durch den Geistlichen Leiter (meist aus dem Handbuch der Legion), die geschäftlichen Mitteilungen und die Entgegennahme der Arbeitsberichte der vergangenen Woche. Die Berichte werden vom Präsidenten unterbrochen und das Legionsgebet, die Catena, wird gebetet. Danach werden die Arbeitsberichte fortgesetzt und das Treffen schliesst mit einem gemeinsamen Gebet.

Neben den Treffen nimmt die Apostolatsarbeit eine wichtige Stellung ein, die auf der Strasse, in Bars und Restaurants vorgenommen wird.

Zudem gibt es die Incola Mariae, bei der ein Legionär oder eine Legionärin einen mehrmonatigen, freiwilligen Missionseinsatz im Ausland leisten kann.

Hinzu kommt das Peregrinatio Pro Christo (PPC), ein Auslandsapostolat der Legionäre und Legionärinnen, bei dem man während der Ferien für ein bis zwei Wochen Apostolatsarbeit leistet.

Wichtig ist die Hauptfeier der Legion am 25. März (Acies genannt), bei der das Legionsverprechen erneuert wird sowie das Beisammensein am 8. Dezember (Mariä Empfängnis). Ausserdem gibt es Patrizierrunden in Form von monatlichen treffen, bei denen auch Nichtlegionäre eingeladen werden.

Die Mitgliedschaft unterteilt sich in aktive Mitglieder, betende Mitglieder, Prätorianer und Adjutoren. Aktive Legionäre nehmen an den wöchentlichen Treffen des Präsidiums teil und verrichten wöchentlich zwei bis drei Stunden Apostolat. Prätorianer feiern zusätzlich täglich die Heilige Messe. Betende Legionäre unterstützen die Legion Mariens mit täglichem Rosenkranzbeten. Adjutoren gelten als Hilfslegionäre und beten das Stundengebet.

Die Struktur der Legion Mariens ist straff organisiert du geht auf das römische Heer zurück (daher auch der Name «Legion»).

Die Legion Mariens wird vom Zentralrat (Concilium Legionis) geleitet, welcher auch für die Herausgabe des Handbuchs verantwortlich ist. Ihm untersteht der Rat für ein grosses Gebiet (Senatus), der meist aus einer Nation besteht und seine direkt angeschlossenen Räte (Curien, Comitium: wenn in einer Diözese mehrere Curien bestehen) betreut. Zu jedem Rat gehört ein Präsidium.

Auf der Ebene der Präsidien besteht die ausführende Gruppe der Legion Mariens, die aus jedem Legionär, jeder Legionärin besteht. das Präsidium bildet die kleinste Gruppe und darf nur gegründet werden, wenn es durch einen zuständigen Bischof genehmigt wird. Die Leitung des Präsidiums obliegt einem Laien. Es finden wöchentliche Treffen zum Gebet und zur geistlichen Lesung statt, wobei die Mitglieder von ihrer Arbeit erzählen.

Die Legion Mariens geriet unter anderem in Kritik, da sie in ihren Ansichten als erzkonservativ katholisch bezeichnet wurde, weil sie sich gegen Homosexualität, Verhütung, Konkubinatspaare, Geschlechtsverkehr ausserhalb der Ehe und gegen andere Religionen aussprachen. Ihre Missionsarbeit führte in der Vergangenheit dazu, dass sie in Bars und Restaurants keinen Zugang mehr erhielten (bekannt aus Luzern, wobei diese Gemeinschaft in Luzern erloschen ist).

Ausserdem wird darüber berichtet, dass von den Legionären eine starke Apostolatsarbeit verlangt wird und man ansonsten den Rosenkranz beten muss.

Website Legion Mariens Deutschland

Website Legio Mariae Österreich

Gebetsgruppe Legion of Mary
St. Maria Meetingraum Hl. Urs
8200 Schaffhausen

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