Die Blauen Ritter

Der Name der Blauen Ritter geht auf den blauen Mantel zurück, den sie tragen. Die Farbe soll die Verbindung der Ritter mit Maria sowie Treue symbolisieren.

Die Gemeinschaft wurde von einem Franziskaner im Jahre 2008 in der Schweiz gegründet. Die Gemeinschaft wird heute vom Schweizerischen Franziskanerorden unterstützt, während die Regel (mit 12 Kapiteln) von kirchlicher Instanz geprüft wurde. Sie untersteht dem Patronat des Churer Bischofs.

Mitglied kann jeder Mann werden, der einer christlichen Konfession angehört, mindestens 13 Jahre alt ist und Freude am ritterlichen Ideal hat.

Ihr Wahlspruch lautet: «PER CRUCEM AD LUCEM», was so viel wie «durch das Kreuz zum Licht» bedeutet.

Das Wappen zeigt ein rotes Kreuz mit einer goldenen Krone. Die rote Farbe soll an die bedingungslose Liebe von Jesus gegenüber den Menschen erinnern. Das Kreuz wird als sein Thron verstanden, von dem aus er herrscht (Joh 18, 36).

Als Ziel der Ritterschaft gilt: «Die Eroberung der ganzen Welt für Christus. Weniger darf es nicht sein.» (Regel des Ordens, Zitat aus «Ritterlicher Geist» von P. Leopold Bertsche O. Cist)

Im Zentrum des Glaubens der blauen Ritter stehen die christlichen Werte und Tugenden (Glaube, Hoffnung, Liebe, Klugheit, Gerechtigkeit, Mässigung, Tapferkeit). Die Ritter sehen sich als Diener Jesu und Mariens und leben den christlichen Glauben auch im Alltag.

Alt Ritter sollte man die christlichen Tugenden nach eigenem Ermessen im Alltag leben. Es werden keine Gebete oder Praktiken vorgeschrieben. Jedoch wird der tägliche Rosenkrank, die Eucharistie und die Verehrung der Ordenspatrone empfohlen.

Alles was als edel und schön gilt, soll gefördert werden. So werden die Talente der Ritter für die Gemeinschaft berücksichtigt. Je nach Fähigkeit ist man dafür zuständig Gebete zu schreiben, Wappen zu zeichnen, Lieder zu komponieren usw.

Die blauen Ritter haben ein eigenes Gebet, das «Adoramus te» genannt wird und auf den heiligen Franziskus von Assisi zurückgeht.

Dreimal jährlich treffen sich die Blauen Ritter. An diesen Treffen werden neue Mitglieder ins Noviziat aufgenommen. Ausserdem werden an der Tafelrunde Gespräche geführt und gemeinsam gegessen. Zudem gibt es jeweils eine Messfeier.

Als Knappe unterstütz man die Blauen Ritter und versucht die Ideale im Alltag zu leben. Wer die Erstkommunion empfangen hat, darf ins Noviziat aufgenommen werden. Man kann aber auch Knappe bleiben.

Im Noviziat bekommt der Novize ein Skapulier, einen Gürtel, eine wunderbare M. und einen Ritternamen (lateinisch). Die Probezeit beträgt mindestens vier Monate. Nach vier Monaten bittet der Novize handschriftlich um den Ritterschlag, um ein Vollmitglied an der Tafelrunde werden.

Als Ritter bekommt man den Mantel ohne das Kreuz und die weissen Handschuhe. Auch hier beträgt die Probezeit mindestens vier Monate. Durch den Ritterschlag wird man zum blauen Ritter, mit Mantel und Kreuz, wobei der Ritterschlag durch einen römisch-katholischen Priester erfolgt.

Der Priester gilt als Ordensmeister und als geistlicher Begleiter der Ritterschaft.

Zudem gibt es einen Schatzmeister, der für das Geld und das Siegel verantwortliche ist.

Die Blauen Ritter werden vom Förderverein «Freunde der Blauen Ritter» und Gönnern unterstützt.

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