Hanna Hansen
Hanna Hansen, geboren als Victoria Stadtlander.
Den Namen Hanna Hansen wählte sie während ihrer Künstler- Kickboxing Karriere.
Hanna Hansen wurde am 6. Juni 1984 in Herford geboren. Ihr Geburtsname ist Victoria Stadtlander. Sie wuchs in Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen auf und besuchte dort die Realschule. Nach dem Schulabschluss begann sie zunächst eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. Später entschied sie sich jedoch für einen Wechsel in die Modebranche, weshalb sie mit 20 Jahren nach Paris zog.
Der Einstieg in die Modewelt fiel ihr auch aufgrund ihrer körperlichen Voraussetzungen leichter. Mit einer Körpergrösse von etwa 1,81 Metern und ihrem Erscheinungsbild erfüllte sie typische Anforderungen der internationalen Modebranche.
2004 nahm sie an der Wahl zur Miss Niedersachsen teil und erreichte den zweiten Platz.
Sie lief unter anderem für Marken wie Escada, Hugo Boss und Vivienne Westwood. In dieser Zeit bewegte sie sich in internationalen Modekreisen mit Promineneten wie Naomi Campbell. Hansen sammelte Erfahrung in einer Branche, die stark von Öffentlichkeit, Ästhetik und Netzwerken geprägt ist.
Später wechselte sie in die elektronische Musikszene und arbeitete als DJ. Nach Angaben auf Wikipedia trat sie unter anderem bei grossen Veranstaltungen wie der Loveparade und Nature One auf. Weitere Auftritte fanden bei Veranstaltungen der Formel 1 in Singapur sowie in Städten wie New York, Paris, Singapur, Marokko und im Libanon statt laut eigenen Angaben in einem Podcast. Zeitweise war sie Resident-DJ beim Radiosender BigFM. 2008 nahm sie zudem an einer Gameshow der ARD teil.
Erst danach wandte sie sich dem Kampfsport zu. Im Kickboxen wurde sie mehrfach deutsche Meisterin und gewann schließlich einen Weltmeistertitel. Einige Jahre später wechselte sie ins Profiboxen im Superweltergewicht.
2022 gewann sie in ihrem vierten Profikampf den Intercontinental-Titel der International Boxing Organization. Im selben Jahr erlitt sie eine schwere Kopfverletzung. Danach zog sie sich zunächst aus der Öffentlichkeit zurück.
Nach eigenen Aussagen begann Hansen in dieser Zeit verstärkt nach einem tieferen Sinn im Leben zu suchen. Vor ihrer Konversion zum Islam beschäftigte sie sich mit verschiedenen Religionen. Für eine kurze Zeit praktizierte sie offenbar auch das Christentum. Schließlich entschied sie sich für den Islam.
Seit 2024 tritt sie öffentlich als Muslimin auf. In sozialen Medien spricht sie über ihre Konversion und betreibt religiöse Missionierungsarbeit. Ihre Inhalte richten sich häufig an Frauen, die sich für den Islam interessieren oder über eine Konversion nachdenken. Durch ihre Online-Reichweite wird sie von Medien und Sicherheitsbehörden als eine einflussreiche Akteurin innerhalb islamistischer Netzwerke beschrieben. Deutsche Verfassungsschutzbehörden beobachten ihre Aktivitäten.
Über ihr aktuelles Privatleben spricht Hansen öffentlich sehr selten. Laut Angaben auf Wikipedia soll sie die dritte Ehefrau des salafistischen Predigers Sven Lau sein. Berichten zufolge haben beide 2025 nach islamischem Recht geheiratet. Hansen selbst äussert sich zu ihrer Beziehung jedoch kaum.
Sven Lau gehörte in den 2010er-Jahren zu den bekanntesten salafistischen Predigern in Deutschland. 2017 wurde er wegen der Unterstützung einer syrischen Terrorgruppe verurteilt. Später erklärte er öffentlich, sich von solchen Strukturen distanziert zu haben. Gleichzeitig gibt es Vermutungen und Einschätzungen von Sicherheitsbehörden, die darauf hinweisen, dass er weiterhin Kontakte in entsprechende Netzwerke haben könnte.
In ihren eigenen sozialen Medien konzentriert sich Hansen vor allem auf religiöse Inhalte, Konversionsgeschichten und missionarische Arbeit.
2024 konvertierte Hansen zum Islam. Nach ihren eigenen Aussagen und den Inhalten ihrer Videos orientiert sie sich an einer religiösen Praxis, die oft mit salafistischen und wahhabitischen Strömungen verbunden wird.
Ein zentraler Teil ihrer öffentlichen Aktivitäten besteht aus Daʿwa, also der Einladung zum Islam. Dazu gehören vor allem religiöse Inhalte in sozialen Medien, die Begleitung von Konversionen sowie Vorträge und Treffen mit Anhängerinnen. In diesem Zusammenhang organisiert sie auch Veranstaltungen wie sogenannte «Schwesterfrühstücke» oder «Wochenendtreffen». Diese Treffen werden teilweise als Gelegenheit beschrieben, den Glauben zu stärken oder sich religiös aufzuladen, etwa als eine Art, wie sie es in einem Video nennt «Iman-Boost».
Darüber hinaus ruft sie in ihren Videos regelmäßig zu Spendenaktionen für Projekte in muslimischen Ländern auf. Diese Aktivitäten werden unter anderem über die Organisation «Helfende Hand e. V.». organisiert, die laut verfügbaren Informationen im Jahr 2025 gegründet wurde und auch in Köln verortet ist.
Ihre Netzwerke befinden sich hauptsächlich im DACH-Raum, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Darüber hinaus bestehen nach eigenen Angaben und aus ihren Online-Inhalten ersichtlich auch Kontakte nach Nordafrika, insbesondere nach Ägypten und Marokko, sowie nach Saudi-Arabien. Ein Teil dieser Vernetzung erfolgt über die Organisation «Helfende Hand e. V.», die in ihren Videos und Beiträgen regelmässig erwähnt wird.
Zur Organisation sind nur wenige öffentlich zugängliche Informationen verfügbar. Auf der Website wird keine konkrete Adresse angegeben. Laut öffentlich zugänglichen Webinformationen wurde die Internetseite erst im Jahr 2025 erstellt. Gleichzeitig existiert bei Google eine Organisation mit demselben Namen in Düsseldorf, bei der es sich offenbar um eine andere Einrichtung handelt.
Auf der Website von «Helfende Hand e. V.». erscheint Hanna Hansen selbst als zentrale Figur. Der Schwerpunkt der dort dargestellten Aktivitäten liegt vor allem auf Hilfsprojekten in Marokko. Auffällig ist jedoch, dass auf der Seite keine konkreten Kontaktpersonen genannt werden. Auch eine klare Organisationsstruktur ist nicht erkennbar. Darüber hinaus fehlt ein vollständiges Impressum mit detaillierten Angaben zur Trägerstruktur der Organisation und Adresse.
Diese Punkte lassen offen, wie genau die Organisation strukturiert ist und wer konkret für ihre Projekte verantwortlich ist. Weitere Informationen finden sich auf der Website www.helfendehand.de.
Im Zusammenhang mit ihrer öffentlichen Tätigkeit wird Hanna Hansen zunehmend kontrovers diskutiert. Verschiedene Medienberichte sowie Einschätzungen von Sicherheitsbehörden beschäftigen sich mit ihrer Rolle in sozialen Medien und ihren Kontakten innerhalb bestimmter islamischer Netzwerke.
Nach Angaben des Landesamtes für Verfassungsschutz Baden-Württemberg steht sie im Kontext sicherheitsbehördlicher Beobachtung. In einem Bericht aus dem Jahr 2025 wird ihr Name im Zusammenhang mit einer Veranstaltung mit dem Titel «Schwesternpicknick» bzw. «Schwesternfrühstück» in Freiburg erwähnt. In diesem Zusammenhang wird auch ihre öffentliche Rolle innerhalb bestimmter islamischer Netzwerke thematisiert.
Ein weiterer Punkt der öffentlichen Diskussion betrifft ihre religiöse Entwicklung seit ihrer Konversion zum Islam im Jahr 2024. Beobachter sprechen von einer schrittweisen Transformation ihrer religiösen Selbstdarstellung, die sich besonders in ihren Online-Videos zeigt. Ihre Inhalte sind häufig stark emotional inszeniert. Religiöse Botschaften werden mit persönlichen Geschichten, Appellen und Konversionsmomenten verbunden. In einigen Beiträgen äussert sie sich zudem kritisch über Deutschland und gesellschaftliche Entwicklungen.
Auch ihre wachsende Reichweite in sozialen Medien wird diskutiert. Besonders ihre Daʿwa-Videos, in denen sie junge Frauen anspricht und teilweise öffentlich deren Konversion begleitet, stehen dabei im Fokus. Einige Beobachter sehen in der Form und Rhetorik dieser Videos stilistische Parallelen zu Predigtformaten, die in salafistischen oder wahhabitischen Kontexten verbreitet sind. Solche Kommunikationsstile waren bereits in den 1990er- und 2000er-Jahren bei Predigern aus Saudi-Arabien verbreitet und zeichnen sich häufig durch eine stark emotionalisierte religiöse Ansprache aus.
In einzelnen Videos äussert Hansen zudem, dass die Scharia nicht schlecht sei. Auch solche Aussagen werden in der öffentlichen Debatte kritisch aufgegriffen.
Beobachtet wird ausserdem ihr Auftreten in religiösen Netzwerken. Medien berichteten beispielsweise über eine Pilgerreise, an der sie zur gleichen Zeit wie der Prediger Pierre Vogel und der Influencer Abou Alia al-Yunani, geboren als Efstathios Tsiounis, teilgenommen haben soll. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz stellt solche Überschneidungen in einen größeren Zusammenhang und bewertet ihr öffentliches Auftreten insgesamt kritisch.
Nach Einschätzung des NRW-Verfassungsschutzes wird ihre Tätigkeit im Gesamtbild teilweise als anschlussfähig an verfassungsfeindliche Ideologien betrachtet.
TikTok: ca. 247’600 Follower
Instagram: 223’000 Follower (Mitte Februar 2026: etwa 221’000)
YouTube: 12’800 Abonnenten
Facebook: ca. 20’000
X (Twitter): 2’227
(Stand: 5. März 2026)
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