Christians for Mission

anderer Name: Gemeinde Jesu Christi

Die Bewegung hat als solche keinen Namen, sondern betont, Gemeinde Jesu Christi zu sein. «Christians vor Mission e.V.» ist der Name des Vereins, der die christlichen Freizeiten der Bewegung (Zusammenkünfte) organisiert und den Leitenden der lokalen Bibelkreise Predigten des Vereinsgründers Paul Kim zur Verfügung stellt. In Ermangelung eines offiziellen Namens der Gemeinde wird die Bezeichnung «Christians for Mission» von Aussenstehenden für die ganze Bewegung verwendet.

Christians for Mission erklärt dazu: siehe die «Stellungnahme des Vereins»

Gründer und Leiter von Christians for Mission ist der Koreaner Young Su Kim (geb. 1963), der sich «Bruder Paul Kim» nennt. Anschliessend an sein Studium in Südkorea ist Kim durch Mitteleuropa gereist und hat lokale Gemeinden, genannt Bibelkreise, gegründet.

Um das Jahr 2000 herum hat Kim in Berlin Wohnsitz genommen und dort einen Bibelkreis gegründet. Im Jahr 2006 wurde «Christians for Mission e.V. (CfM)» beim Amtsgericht Charlottenburg Berlin eingetragen.

In den folgenden Jahren sandte Kim Gläubige aus, die in anderen Städten für ihren Glauben warben und ebenfalls Bibelkreise gründeten, vor allem in Deutschland. In der Schweiz sind Bibelkreise seit den 2010er Jahren aktiv.

Zurzeit gibt es Bibelkreise an den Universitäten Basel, Bern und Zürich. Während in Deutschland einige Hundert Menschen zur Gemeinde gehören, sind die Bibelkreise in der Schweiz bisher klein geblieben.

Christians for Mission erklärt dazu: siehe die «Stellungnahme des Vereins»

Zentral für die Gemeinde ist die Bibel. Der christliche Glaube sei auf Basis der Bibel individuell zu erfahren. Die Lektüre der Bibel wird sehr betont.

Die Gemeinschaft meint: «Wir glauben an Gott, den Vater und den Schöpfer, der die Menschen liebt und seinen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt hat, der auf dem Kreuz für die Sünde der Welt gestorben und nach drei Tagen aus dem Tod auferstanden ist. Durch den Glauben an Jesu Tod auf dem Kreuz und an seine Auferstehung bekommen Menschen Sündenvergebung und werden zu Kindern Gottes. Gott möchte durch seinen Sohn Jesus Christus eine Beziehung zu den Menschen haben und sie durch sein Wort in der Bibel und durch seinen Heiligen Geist im Alltag leiten und begleiten. Die Bibel und der Heilige Geist dienen dem individuellen Wachstum der Christen. Die Christen aus allen Nationen, wie es in der Bibel steht, bilden gemeinsam den Leib Jesu Christi und sind individuell Glieder des Leibes auf der Erde. Jesus hat die Jünger zu allen Nationen ausgesandt, die frohe Botschaft des Evangeliums zu verkündigen und die Gläubigen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen und sie zu lehren, was Jesus gelehrt hat. Auch heute sendet Jesus Christus die Christen aus, sein Werk fortzusetzen. Wir lehnen jede Verherrlichung von Menschen ab und betonen allein den Namen von Jesus Christus.»

Der Verein Christians for Mission organisiert bis zu dreimal pro Jahr eine christliche Freizeit, in der Regel in Deutschland. Zu diesen Freizeiten reisen jeweils in der Regel mehrere Hundert Besucher an.

Die einzelnen Bibelkreise haben keine fixen Treffpunkte oder -zeiten und werden lokal organisiert. Die Predigten bei den Bibelkreisen werden von der jeweils leitenden Person gehalten. Der Verein stellt Predigten im Zuge seiner Vereinssatzung als Hilfsmittel zur Verfügung.

Die leitenden Personen der Bibelkreise hängen Flyer für die Bible Studies und Gottesdienste der Bibelkreise auf, z.B. an Universitäten. Diese Flyer enthalten jeweils die Vornamen der Leitenden und deren Telefonnummer.

Christians for Mission erklärt dazu: siehe die «Stellungnahme des Vereins»

Leiter des Vereins Christians for Mission ist Paul Kim. Er sendet Freiwillige zur Leitung der lokalen Bibelkreise aus.

Christians for Mission erklärt dazu: siehe die «Stellungnahme des Vereins»

Der Verein pflegt keine direkte Zusammenarbeit mit anderen Kirchen und Gemeinschaften, lehnt jedoch solche prinzipiell auch nicht ab. Einige Besucher der lokalen Bibelkreise gehören auch einer Kirche oder Gemeinde an.

Der Verein finanziert sich durch Spenden. Für die Anreise zu den von Christians for Mission e.V. organisierten Freizeiten sowie für die Übernachtungskosten kommt jede teilnehmende Person selbst auf. Diese werden in der Regel direkt an das Hotel beim Check-In bezahlt. Darüber hinaus fallen den Teilnehmern keine Kosten für die Freizeiten an.

Die Teilnahme an den Bibelkreisen ist nie mit Kosten verbunden. Die Teilnahme und Mitgestaltung sind stets freiwillig. Finanzielle Fragen sind Angelegenheiten des Vereins und des Finanzamtes. Einzelheiten können in den Handelsregistern von Berlin Charlottenburg eingesehen werden.

Christians for Mission erklärt dazu: siehe die «Stellungnahme des Vereins»

Verdecktes Vorgehen: Einzelne Ehemalige sehen die Werbung für Bible Studies und Gottesdienste der Gemeinschaft mit Vornamen und Telefonnummern der Leitenden kritisch. Der Hintergrund der Gemeinschaft werde auf den Flyern zu wenig deutlich gemacht. Manche Interessierte erführen erst mit der Zeit, dass hinter dem lokalen Bible Study eine grössere Gemeinde stehe.

Christians for Mission erklärt dazu: «Der Vorwurf trifft nicht zu und beruht auf der falschen Annahme, dass der Verein die Bibelkreise organisiert. Entgegen der Annahme der einzelnen ehemaligen Besucher organisiert der Verein die Bibelkreise nicht selbst und wird deshalb bei den Bibelkreisen nicht erwähnt. Auch werden Fragen von Interessierten über den Hintergrund stets beantwortet.» Vgl. auch Lasche «Stellungnahme des Vereins»

Bedeutung von Bruder Paul Kim: Einzelne Ehemalige berichten, dass Kims Aussagen als vom Heiligen Geist inspiriert wahrgenommen würden und dass es nicht vorgesehen sei, diese zu kritisieren oder in Frage zu stellen.

Christians for Mission erklärt dazu: «Der Heilige Geist ist zentral im christlichen Glauben. Christen sollten alle vom Heiligen Geist inspiriert werden, vor allem, wenn sie sich der geistlichen Seelsorge von Gläubigen widmen. Jeder an Jesus Christus Gläubige empfängt den Heiligen Geist. Nicht nur das von Paul Kim gepredigte Wort wird als vom Heiligen Geist inspiriert wahrgenommen. Kritik kann immer geäussert werden.»

Unterordnung und Gehorsam: Einzelne Ehemalige erzählen, dass die Gemeinschaft Gehorsam predige und dass von den Mitgliedern erwartet worden sei, sich den Leitenden unterzuordnen.

Christians for Mission erklärt dazu: «Die Bibel behandelt die Themen Ordnung und Gehorsam, die in der Bibel in einem positiven Kontext stehen. Der Verein versteht Ordnung und Gehorsam nicht als negative Unterordnung unter menschlichen Machtmissbrauch, sondern als Eigenschaften, die einen respektvollen zwischenmenschlichen Umgang nach dem Vorbild Jesu Christi ermöglichen.»

Rolle der Frauen: Einzelne Ehemalige sagen, dass sich in der Gemeinschaft Frauen unterordnen müssten und ihre Meinung sei weniger wert. Alles werde von Männern entschieden. Frauen dürften nicht predigen und auch keine Bibelkreise leiten.

Christians for Mission erklärt dazu: «Diese Wahrnehmung ist grundfalsch. Sie ist nach den Informationen von Christians for Mission der individuellen Erfahrung einer einzelnen Frau hinsichtlich der gescheiterten Beziehung zu ihrem eigenen Mann geschuldet. Die Meinung von Frauen ist nicht weniger wert. Und auch Frauen sind ausgesandt worden und haben Bibelkreise geleitet.»

Kontakt zu Aussenstehenden: Einzelne Ehemalige sagen, dass sie motiviert worden seien, den Kontakt zu ihren Angehörigen ausserhalb der Gemeinschaft zu reduzieren und vor allem dann abzubrechen, wenn diese der Gemeinschaft gegenüber kritisch eingestellt seien. Einzelne Ehemalige berichten davon, dass sie während ihrer Zeit in der Gemeinschaft sämtliche Kontakte zu Aussenstehenden eingestellt hätten.

Christians for Mission erklärt dazu: «Woher diese Behauptung kommt, ist ein Rätsel. Es könnte höchstens sein, dass es sich um eine subjektive Wahrnehmung einer einzelnen Person im Rahmen eines Bibelkreises handelt, welche aber weder von Vereinsmitgliedern noch vom Verein vertreten wird. Im Gegenteil: Der Verein mischt sich in private Angelegenheiten nicht ein. Der Verein hat niemals empfohlen, den Kontakt zu Aussenstehenden einzustellen. Im Gegenteil, die Bibel lehrt Respekt und Liebe gegenüber den Eltern, Familienmitgliedern und generell im Umgang mit dem Nächsten. Langjährige dem Verein nahestehende Personen pflegen gute Kontakte zu ihren Familien und Bekannten.»

Wohltätigkeit: Einzelne Ehemalige sagen aus, dass die Gemeinschaft bewusst keine Wohltätigkeit leiste. Die Gemeinschaft setze ihren Fokus darauf, den Menschen geistlich zu helfen, indem sie in einen Bibelkreis gebracht würden.

Christians for Mission erklärt dazu: «Der Verein ist überzeugt, dass der Glaube individuell ist und dass jeder Mensch selbst entscheiden soll, inwiefern er wohltätig ist oder nicht. Der Verein stellt sich aber in keiner Weise aktiv gegen Wohltätigkeit, vielmehr wird ermutigt, Nächstenliebe auch praktisch auszuüben.»

Zur Gemeinde sollen insgesamt 700 bis 900 erwachsene Mitglieder gehören, wovon die Mehrheit in Deutschland lebt. Die Bibelkreise in der Schweiz sind demgegenüber eher klein geblieben, indem jeweils nur eine Handvoll Personen die Kreise besucht.

Der Verein Christians for Mission e.V. zählt neun Mitglieder.

Christians for Mission erklärt dazu: siehe die «Stellungnahme des Vereins»

Christians for Mission e.V. (CfM) hat seinen Vereinssitz in Berlin. Er wurde 2006 beim Amtsgericht Charlottenburg Berlin als Verein eingetragen. Der Verein führt weder eine Webseite noch Social-Media-Accounts.

«Der Verein Christians for Mission e.V. (CfM) wurde von Relinfo zu einer Stellungnahme hinsichtlich einzelner der Ausführungen in den oben aufgeführten Laschen, vor allem unter der Lasche «Kontroversen», angefragt. Neben den spezifischen Ausführungen zu den oben aufgeführten Punkten kann sich der Verein generell wie folgt äussern:

Der Verein ist zunächst der Ansicht, dass seine Aktivitäten sich nicht in die hier aufgeführten Laschen einordnen lassen. Zentral erscheint dem Verein sodann die Klärung eines Missverständnisses: Christians for Mission e.V. ist ein gemeinnütziger Privatverein gemäss §21 BGB (Deutsches Bürgerliches Gesetzbuch). Der Verein verfolgt keinen gewerblichen Zweck. Sämtliche Aktivitäten führt der Verein ausschliesslich im Rahmen seiner Satzung aus. Der Verein organisiert jährlich rund 1-3 christliche Freizeiten. Die oben erwähnten Bibelkreise wurden und werden nicht von Christians for Mission organisiert. Es handelt sich um private Aktivitäten und nicht um Aktivitäten von Christians for Mission. Christians for Mission ist denn auch keine Glaubensgemeinschaft, sondern ein Verein, der die Missionsarbeit von Christen bei Bedarf unterstützt. Christians for Mission hat keine Aufsicht und trifft keine Entscheidungen über die Organisation von Aktivitäten der Privatpersonen.

 Die Aussagen unter «Kontroversen» stammen nach Informationen von Christians for Mission von einzelnen Personen, welche einen der lokalen Bibelkreise besucht haben, also nicht Mitglieder des Vereins sind und nie waren. Viele der subjektiven Wahrnehmungen dieser Personen sind weit von der Realität entfernt bzw. teilweise schlicht falsch. Diese Einzelpersonen scheinen den Besuch von Bibelkreisen mit der Erwartung verbunden zu haben, dass sich ihre Probleme lösen würden. Auffällig ist auch, dass sich nach Wahrnehmung des Vereins erst mit Auftreten der Probleme bei diesen Personen selbst die Sicht auf die Bibelkreise vom Positiven ins Negative wandelte. Der Verein weiss, dass man diesen Personen, wenn immer möglich, geholfen hat, sei es auch nur durch Zuhören. Es ist insofern bedauerlich, dass sie ihre negativen Gefühle nun auf den Verein projizieren. Trotzdem wünscht Christians for Mission e.V. den ehemaligen Besuchern weiterhin alles Gute für die Zukunft.»

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