Miriam Bruderer
Miriam Bruderer begann sich als Kind durch einen Bänderriss und dem darauffolgenden Spitalaufenthalt für die Medizin zu interessieren.
Daher entschied sie sich für eine Ausbildung zur medizinischen Praxisassistentin. Jedoch wurde sie von der Schulmedizin enttäuscht, nachdem sie Jahrzehnte unter Schmerzen litt und ihr in jungen Jahren mitgeteilt wurde, dass sie nicht mehr lange zu leben habe.
Daraufhin begab sie sich auf alternative Wege. Sie arbeitete als Berufsschullehrerein und war Schulleiterin in der Volksschule, bevor sie sich auf die ganzheitliche und integrative Lebensberatung fokussierte.
In ihrer Zeit als Schulleiterin habe sie erlebt, wie viele Kinder schnell mit Diganosen versehen und mit «Betäubungsmittel» ruhiggestellt wurden, wobei die Informations- und Energiemedizin ihrer Meinung nach besser geholfen hätte.
Miriam Bruderer vertritt ein esoterisches Weltbild, das vom Glauben an Aurachirurgie Energetik geprägt ist.
Miriam Bruderer Energie- und Informationsmedizin wie Aurachirurgie und psychosomatischer Energetik, auch psychologische Beratung an. Dabsi sollen karmische Belastungen, energetische Störungen, emotionale und körperliche Beschwerden behandelt werden. Symtome, die sich zeigen sind unter anderem Stress, Energiemangel, Schlafstörung, chronische Schmerzen, Sportverletzungen usw.
Sie hat das Buch «Was hat AH(H)S mit Quantenphilosophie zu tun?» geschrieben.
Als kontrovers können Miriam Bruderes Ansichten gesehen werden, wenn sie beispielsweise sagt, dass Kinder in der Schule zu schnell diagnostiziert und mit Medikamenten ruhiggetstellt werden, anstatt sie mit Energiemedizin zu behandeln. Jedoch wird von Expertinnen und Experten betont, dass es sich bei Ritalin beispielsweise nicht um ein Beruhigungsmittel, sondern um Stimulanzien handelt, die die Aufmerksamkeit verbessern und es durchaus auch nicht-medikamentöse Behandlungen gibt.
Auf ihrer Internetseite zitiert Miriam Bruderer einen Ausschnitt aus dem Buch der Physikerin und Heilerin Barbara A. Brennan zur Selbsverantwortung: «Nehmen wir an, ein kleines Kind wird durch eine Bluttransfusion mit Aids infiziert. Interpretiert man dieses Ereignis vom Standpunkt der Getrenntheit, dann wird man sagen: „Oh, was für ein armes Opfer.“ Macht man sich die popularisierte Version der Selbstverantwortung zu eigen, dann sagt man vielleicht: „Es ist selbst der Schöpfer seines Schicksals, also ist es seine Schuld.“ Von einem holistischen Standpunkt aus würde man sagen: „Oh, was für eine harte Lektion haben diese tapfere Seele und ihre Familie in der grossen Wirklichkeit für sich gewählt. Wie kann ich ihnen am besten helfen? Wie kann ich sie am besten lieben? (…) Wenn man das Leben so versteht, dann gibt es keinen Widerspruch zwischen Verantwortung und Liebe, aber einen grossen Unterschied zwischen Verantwortung und Schuld.» (Licharbeit, S. 240).
Dieses Zitat ist durchaus problematisch, nicht zuletzt weil sie es kommentarlos auf ihrer Internetseite positioniert. Schwierig ist hier auch die in dieser Sichtweise typische Opfer-Täter-Umkehr, wenn sie davon spricht, dass die sogenannten tapferen Seelen sich diese Wirklichkeit ausgesucht hätten. Besonders für Menschen, die auch traumatische Erfahrungen gemacht haben, kann so ein Zitat auch verstörend wirken.
Dass die energetische Heilung Selbstheilungsprozesse anstösst und dabei helfen kann ohne Diät zum Idealgewicht zu kommen oder gar physische Operationen oder Medikamenteneinnahme vermieden werden können, muss auch hier kritisch betrachtet werden. Natürlich gibt sie kein Heilversprechen und erklärt, dass es keine herkömmlichen Therapien ersetzt. Dennoch gibt es eine Art Überlegenheits-Charakter, bei dem diese «modernen» Therapieformen über herkömmliche Formen gestellt werden. Beispielsweise in der Aussage: «Diese zukünftige Medizin basiert auf der Idee, dass Heilung durch energetische Methoden weit über das hinausgehen könnte, was die moderne Medizin heute leisten kann.»
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