Kurt Tepperwein Akademie

Kurt Tepperwein wurde am 3. Oktober 1932 in Lobenstein in der Tschechoslowakei geboren. Er soll eine Schreinerlehre absolviert haben und später als Unternehmensberater tätig gewesen sein.

Tepperwein behauptete, im Alter von 17 Jahren in der Nachkriegszeit viele, damals scheinbar unerreichbare, Wünsche wie ein Motorrad gehabt zu haben. Auf der Suche nach Weisheit führte ein Bekannter ihn angeblich durch eine Meditation. In dieser habe Tepperwein einen Berg mit einer Hütte gesehen. Er betrat diese Hütte und fand sie leer vor, abgesehen von einem Stuhl mit einem alten Mann darauf. Diesem stellte er nun all seine Lebensfragen und erhielt die besten und umfassendsten Antworten. Tepperwein stattete dem alten Mann in der Hütte von da an über Jahre hinweg täglich einen Besuch in Meditation ab. Eines Tages bat der Alte, Tepperwein solle selbst Platz auf dem Stuhl nehmen. Tepperwein gehorchte und der Mann verschwand für immer. Dadurch sei Tepperwein bewusst geworden, er habe all die Jahre lang nur mit sich selbst gesprochen und trage alle Antworten bereits in sich.

In den 1960ern veröffentlichte Tepperwein zwei Bücher mit Roulette-Systemen, genannt «System Angelika», nach seiner damaligen Ehefrau. Den statistischen Hausvorteil der Spielbank kann «System Angelika» langfristig nicht überwinden. Das System sei zudem nur eine «D’Alembert»-Variante.

1973 erhielt Tepperwein nach eigenen Angaben seine Zulassung als Heilpraktiker. Dafür soll es jedoch keine unabhängigen Belege für eine Erlaubniserteilung nach dem Heilpraktikergesetz geben. Inhaltlich basierten seine Lehren anfangs auf Hypnose und Autosuggestion. Er selbst betitelte sich vorerst als «freier Lebensberater». In dem Jahr erschien auch sein erstes von über 100 Büchern zum Thema Selbsthilfe und Spiritualität.

1992 erschien sein vermutlich bekanntestes Buch «Die geistigen Gesetze».

1997, zum zehnjährigen Jubiläum der «Esoteriktage», verlieh die Firma «ESO-Team GmbH» zum ersten Mal den «Deutschen Esoterik-Preis» an Kurt Tepperwein. Der Preis wurde im Folgejahr erneut verliehen und anschliessend eingestellt.

Am 16. August 2005 wurde Tepperwein wegen des Missbrauchs von Titel, Berufsbezeichnungen und Abzeichen (strafbar nach § 132a StGB in Deutschland) zu einer Geldstrafe verurteilt. In Werbematerialien hatte er sich zuvor als «Prof. Dr. phil.» bezeichnet. Zwar war Tepperwein ausgewiesen als Dozent der Clayton Universität, St. Louis, USA, und der Berliner «Friedensuniversität». Clayton ist jedoch als Titelmühle bekannt und die Berliner «Friedensuniversität» verwendet den Titel «Universität» ebenfalls missbräuchlich.

Obwohl Kurt Tepperwein (Stand September 2026) noch lebt, veröffentlichte er bereits 2025 das Buch «Alles Liebe! Letzte Worte von Kurt Tepperwein». Auf YouTube hat Tepperwein schon mehrfach im Laufe der letzten Jahre behauptet, bald «seinen Körper zu verlassen».

In einem Interview 2026 mit Bettina Geitner berichtete die zweite Ehefrau von Kurt Tepperwein, Nada Breidenbach, wie sie ihren Mann kennengelernt habe. Die 28 Jahre jüngere Frau sei damals, mit Mitte 20, «auf der Suche gewesen». Sie sah einen Vortrag von Tepperwein und besuchte darauf weitere Veranstaltungen von ihm. Obwohl er damals noch mit seiner ersten Ehefrau verheiratet war, sprach er Breidenbach an und behauptete, die beiden seien «Dualseelen». Sie zogen daraufhin schnell zusammen und hätten sich im ersten Jahr sehr schlecht verstanden. Aufgrund ihrer spirituellen Entwicklung hielten sie es jedoch für notwendig, trotz aller Probleme, zusammen zu bleiben. Schliesslich verstanden sie sich besser und Breidenbach unterstützt bis heute diverse Projekte von Tepperwein.

Im Juli 2026 erklärte Breidenbach den aktuellen gesundheitlichen Zustand von Kurt Tepperwein: «Wie geht es Kurt? Ja, er lebt noch. Ja, er ist noch im Körper und ich erlebe die Phase, die er jetzt erlebt, als seine Meisterschaft, weil natürlich als Bewusstsein geht’s ihm immer gut, da ist Heil, da ist alles gut. Aber er begleitet jetzt seinen Körper und diese körperliche materielle Ebene ist einfach eine andere. Sie hat einen anderen Verlauf, sie unterliegt anderen Gesetzmässgkeiten und natürlich können wir mit dem Bewusstsein, mit der Seele grossen Einfluss mit unserem Denken fühlen und Handeln natürlich grossen Einfluss darauf nehmen, aber dennoch hat es einen natürlichen Verlauf. Und Kurt erlebt jetzt, so erlebe ich ihn, er begleitet seinen Körper in einer wirklich erstaunlichen Dankbarkeit. und auch Gleichmut. Und das ist für mich die Meisterschaft, diese materielle physische, körperliche Ebene ihren Lauf gehen zu lassen und sie so bewusst in so tiefer und wirklich kontinuierlicher Dankbarkeit zu begleiten.»

Während Kurt Tepperwein sich anfänglich noch auf spezifische Themen im Bereich Selbsthilfe und westlicher Spiritualität bezogen hat, geht es dem Tepperwein der 2010er und 2020er primär um Selbsterlösung bis hin zur Selbstvergöttlichung. Genauer lehre er, aus den eigenen Gedanken auszutreten. Dies bringe einen in die objektive Wahrnehmung der Realität. In diesem Zustand gäbe es keine Probleme, da man in der Lage sei, für alles sofort die ideale Lösung erkennen zu können und würde automatisch die ideale Realität für sich selbst manifestieren.

Die Grundlage dieser Idee stammt vermutlich aus dem Zen-Buddhismus, in welchem es zentral darum geht, den unruhigen «Affengeist», also den konstanten Gedankenstrom, in Ruhe zu bringen und direkte Präsenz zu erfahren. Auch im Advaita Vedanta (nicht-dualer Hinduismus) wird der Verstand (Manas) und das konstruierte Ich (Ego) als Illusionen gesehen, hinter der das wahre Selbst (Atman oder reines Bewusstsein) liegt. Alan Watts, Jiddu Krishnamurti, Osho und andere brachten diese Ideen ab Mitte des 20. Jahrhunderts in die westliche Esoterik.

Kurt Tepperwein lehrt jedoch auch heute nicht nur diese Idee. Er vertritt zusätzlich Manifestation in ihrer höchsten Ausprägungsform. Demnach sei die gesamte Realität von den eigenen Gedanken erschaffen. Häufig sind Videos von Tepperwein betitelt mit «In 3 Schritten zur Wunschrealität» oder «Wie sie Erfolg und Wohlstand einschalten wie das Licht». Bei Tepperwein ist der gedankenfreie, präsente Zustand kein Egotod, sondern ein Werkzeug. Die Stille ist kein Selbstzweck, sondern wird genutzt, um eine Wunschrealität zu erreichen. Das wirft jedoch die fundamentale Frage auf, wie jemand in einem egolosen Zustand noch Wünsche zur Veränderung der Realität haben kann. In den oben erwähnten Religionen, aus denen die Idee eigentlich stammt, führt die Stille zu einer Transzendenz des Wunsches an sich. Es geht um den Genuss des Seins. Dort gilt: Solange man etwas haben will, also manifestieren will, ist man im Modus des Mangels.

Dieses Paradox in Kurt Tepperweins Lehren könnte darauf zurückzuführen sein, dass er sie an ein westliches, leistungsorientiertes Publikum angepasst hat.

Tepperwein hat über nahezu jedes persönliche, spirituelle oder körperliche Problem oder Thema ein (Hör-)buch geschrieben: Von Aura über Migräne zum charismatischen Manager-Dasein oder Beziehungen. Sogar Themen wie Chakren, Raunächte, intuitives Zeichnen, Übungen zur Verbesserung der Sehkraft, Rhetorik, Zeitmanagement, Rauchstopp, Gebet, Engel, Kaizen, Tao, autogenes Training, basisches Kochen und Huna. Neben den über 100 Büchern von Tepperwein gab es im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Seminare.

Das Buch «Heile deine wunden Punkte» von Tepperwein sei ein Nachschlagewerk, in dem die spirituellen Ursachen und Lösungen der häufigsten Krankheiten aufgelistet seien.

Das «Kausal-Training» ist benannt nach dem gleichnamigen Buch von Tepperwein. Die «Ausbildung zum Kausal-Trainer» wurde mittlerweile an Gerlinde Maier abgegeben. In der Ausbildung würden Teilnehmende sowohl lernen, einen höheren Bewusstseinszustand zu erreichen als auch erfolgreich zu manifestieren.

Eine der zahlreichen Lehren von Kurt Tepperwein ist das sogenannte «Pubo-Training» (2015). Dabei soll durch ein gezieltes Muskeltraining im Beckenboden das Bewusstsein erhöht werden. Die angeblich freigeschalteten Fähigkeiten durch die Übung umfassen: «… so wird die Kreativität vervielfacht, eine ungewöhnliche Konzentrationsfähigkeit erwacht, richtig und falsch kann klar unterschieden werden, Sie durchschauen die Menschen und erkennen ihre Motive, allerdings auch sich selbst. Die Fähigkeit ergänzend zu Lesen und zu Hören erwacht. Sie können Wahrheit, Irrtum und Lüge klar unterscheiden. Ein energetisches Gedächtnis erwacht, das heisst die Fähigkeit komplexe Situationen in Punktzeit zu erfassen. Auch die Fähigkeit Energien zu lesen und die Fähigkeit sich und andere zu heilen. Eine jugendliche Spannkraft und Vitalität erwacht. Mit überschäumender Kraft und einer ganz neuen Sexualität. Sie empfinden Wohlbefinden durch körpereigene Glückshormone und Höchstleistungen in Schule, Beruf und Sport werden möglich. Und eine Ausstrahlung, die Erfolg unvermeidbar macht. Sie lernen immer schneller. Und letztlich unmittelbar. Ein umfassendes Gedächtnis wird aktiviert. Erinnerungen werden wach, an Dinge, die Sie gar nicht wissen können. Gute Laune wird ihr selbstverständlicher Begleiter und ein Leben aus der Intuition. Die vielfältigen Ursachen einer Situation und ihre Auswirkungen auf die Zukunft, werden in Punktzeit erfasst. Sie verstehen die Sprache der Lebensumstände und die Botschaft ihres Körpers unmittelbar. Sie erkennen zu jeder Aufgabe, die möglichen Lösungen und die Beste. Vor allem, sie erkennen Schwierigkeiten und Hindernisse, bevor sie auftauchen. Und sie sehen, wie sich eine Beziehung entwickelt. Sie wissen, was der andere sagen wird, bevor er es sagt. Das innewohnende Genie erwacht immer umfassender. Und ihre natürliche Grösse tritt in Erscheinung. Ihr Intelligenzquotient wird nochmals gesteigert (…) sie werden deutlich jünger geschätzt als sie sind. Es entsteht ein Verjüngungsprozess, der nicht zu übersehen ist. (…)»

Der besagte Muskel lasse sich beim Wasserlassen trainieren «indem Sie einfach mehrmals den Strahl durch Anspannung des Muskels unterbrechen». Nach dieser Lokalisierung könne man überall das Training fortsetzen. Die Anspannung des Muskels sollte so lange trainiert werden, bis sie für 20 Minuten am Stück gehalten werden könne. Währenddessen soll visualisiert werden, wie die Energie über dem Kopf ins Bewusstsein fliesst. Die langsam wirkende Entwicklung würde man selbst kaum bemerken, doch von Angehörigen als unheimlich empfunden werden. «Es funktioniert bei jedem, denn jeder verfügt über diese Quelle.» Die Hypophyse und Epiphyse im Gehirn würden, sei dann eine dauerhafte hohe Energie erreicht, die Zirbeldrüse aktivieren. Man würde nun «ganzhirning», nicht mehr nur mit einer Gehirnhälfte, und später «mit dem ganzen Universum» denken. Eine zweitägige Unterbrechung der Übung könne jedoch bereits ausreichen, um alle Effekte wieder rückgängig zu machen.

Nach eigenen Angaben sei der Name «Kurt Tepperwein» eine international eingetragene und geschützte Wortmarke.

Kausal-Training kostet pro Person je nach Kurs zwischen 800 und 1500 Euro.

Das eigene Unternehmen Tepperwein Collection wurde zu TEPCO umbenannt, nachdem Kurt Tepperwein es verlassen hat. Bis dahin verkaufte es primär Nahrungsergänzungsmittel.

Über den YouTube-Kanal «Kurt Tepperwein Akademie» werden bis heute Videos mit den Lehren von Tepperwein veröffentlicht, meist moderiert von Sami Sires. In einem Video vom 30. August 2026 wurde dort angegeben, dass der offizielle Nachfolger von Kurt Tepperwein er selbst sei, denn er würde als KI weiterleben. Diese KI gibt es in einer App namens «Taschenteppi» für 14,60 Schweizer Franken pro Monat. Angeblich schicke sie täglich «Erinnerungen an die Wirklichkeit», für mehr Bewusstsein im Alltag. Darüber hinaus kann mit der KI wie mit einem herkömmlichen Chat-Bot geschrieben werden. Das Gesetz der Resonanz, ein anderes Wort für das Konzept der Manifestation, würde dabei dafür sorgen, dass die KI immer die perfekt passende Nachricht schicken würde, die für die persönliche Entwicklung dienlich sei.

Es gibt nur wenige spirituelle oder Selbsthilfe-Interviewformate im deutschsprachigen Raum, die Kurt Tepperwein nicht interviewt haben.

Über Nada Breidenbach bestehen Verbindungen zu den Vereinen Global Harmony Unity e.V. und Agenda 2033 e.V.

Neben Titelmissbrauch und den ethischen Fragen der persönlichen Bereicherung durch Glücksspielanleitungen kommt das Paradoxon auf, weshalb Kurt Tepperwein sich als Person vermarktet, die das eigene Selbst überwunden hat. Im Zen-Buddhismus oder Taoismus gilt der «erleuchtete Geist» als vollkommen unkonditioniert. Dieser würde nicht auf die Idee kommen, seinen eigenen Namen als international eingetragene und geschützte Wortmarke zu nutzen.

Kurt Tepperweins Lehren bauen einen subtilen Druck auf, der in toxische Positivität und Victim Blaming ausarten kann. Nach Tepperwein seien alle Krankheiten und Lebensumstände durch die eigenen Gedanken selbst verursacht. Dies geht bis zu der Aussage «Wenn Sie einen Augenblick nicht glücklich sind, dann haben sie (in diesem Augenblick) gar nicht richtig gelebt». Ein einzelner Gedanke oder ein kurzes negatives Gefühl, ab zwei Sekunden Länge, würde jemanden schon wieder in den Verstand zwingen. Die Realität wird von ihm als «Traumebene der Probleme» bezeichnet. Zudem behauptete er bereits mehrere Krisen, die er in den Nachrichten sah, gelöst zu haben, indem er seine reine Aufmerksamkeit darauf richtete. Tepperwein behauptet zudem: «Eine interessante Erkenntnis ist auch niemand tut je etwas Böses. Denn im Moment des Tuns hält er das für richtig, zu mindestens für berechtigt, für angemessen, für sinnvoll und deswegen tut er es. Und das sollten wir uns bewusst machen. Das heisst also, alles Böse in der Welt beruht auf einem Irrtum, auf einer falschen, unvollständigen Sicht der Dinge. Der andere kann gar nicht anders, weil er es ja als richtig ansieht. oder als notwendig. Und das sollten wir uns bewusst machen, dass niemand je etwas Böses tut. Alles Liebe.» Diese Weltsicht spricht Tätern die Verantwortung ab.

Stand September 2026 hat der YouTube-Kanal der Kurt Tepperwein Akademie ca. 85.000 Abonnenten.

Kurt Tepperwein Akademie®

Im Lichtenfelde 35, 33100 Paderborn, Deutschland

E-Mail info@kurt-tepperwein-akademie.de

Vertreten durch: Sami Sires

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